Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ww2-kostenpflichtige-profispieler-fuer-call-of-duty-verfuegbar-1711-131311.html    Veröffentlicht: 23.11.2017 17:44    Kurz-URL: https://glm.io/131311

WW2

Kostenpflichtige Profispieler für Call of Duty verfügbar

Eine kleine britische Firma will Profispieler für Call of Duty WW2 vermitteln - etwa, um Extras freizuschalten. Damit können Poser nun dank der offiziell von Activision freigeschalteten Mikrotransaktionen richtig viel Geld ins Aufhübschen ihrer Statistiken stecken.

Wer das Gefühl hat, seinen Kumpels in Call of Duty WW2 (Test auf Golem.de) mal richtig zeigen zu müssen, was für ein toller Spieler er ist: Ab sofort bietet das kleine britische Unternehmen Bidvine die Vermittlung von Profis etwa aus der E-Sport-Szene an. Zu Preisen ab 15 Pfund (rund 17 Euro) kann man die Spitzenspieler anheuern - um Waffen und sonstige Ausrüstung freizuschalten, rasch einen höheren Rang zu erreichen oder um die Statistik mit einem besseren Death- und Kill-Verhältnis aufzupolieren.

Der konkrete Stundenlohn hänge davon ab, was genau gewünscht sei, berichten US-Medien wie PC Games Insider. Um den Service nutzen zu können, müsse im Normalfall der Zugang zur Konsole des Auftraggebers gewährt werden - etwa über ein temporäres Passwort. Wer mag, könne aber auch darum bitten, dass einer der Profispieler bei ihm Zuhause den Job antritt. Die Stellvertreterkrieger wiederum müssen bei der Bewerbung um den Job neben Ausweisekopie und ähnlichen Dokumenten auch belegen können, dass sie ausreichend gut spielen.

Ganz neu sind derartige Angebote nicht. Bei zeitaufwendigen Online-Rollenspielen wie bei World of Warcraft gab es das in der Vergangenheit immer wieder mal - und hinter den Kulissen dürfte der eine oder andere Kumpel für eine Pizza auch mal die Statistik optimiert haben. Ungewohnt bei Bidvine ist neben der Tatsache, dass es um Call of Duty geht, vor allem, dass die Firma mit der Vermittlung von Profis wirbt - und nicht einfach mit Spielern mit zu viel Zeit.

Wer echtes Geld für WW2 ausgeben möchte, hat ab sofort aber noch eine andere Möglichkeit: Activision hat am 23. November 2017 die schon länger angekündigten Mikrotransaktionen freigeschaltet. Spieler können also Nachschubkisten im Hauptquartier kaufen, um mit etwas Glück an Extras zu kommen. Neben kosmetischen Gegenständen gibt es auch Boni, die etwa für eine gewisse Zeit mehr Erfahrungspunkte gewähren. Ein Starterkit ist umgerechnet für rund 5 Euro erhältlich.  (ps)


Verwandte Artikel:
Call of Duty WW2 im Test: Der Zweite Weltkrieg als Ballerbude   
(06.11.2017, https://glm.io/130974 )
Call of Duty: Entwickler von WW2 schalten dedizierte Server ab   
(13.11.2017, https://glm.io/131111 )
Action: Black Ops 4 und The Division 2 angekündigt   
(09.03.2018, https://glm.io/133235 )
Spielebranche: WW 2 und Battlefront 2 gewinnen im November-Kaufrausch   
(15.12.2017, https://glm.io/131703 )
Call of Duty: Offene PC-Beta von WW2 beginnt noch im September   
(16.09.2017, https://glm.io/130096 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/