Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fixfifa-fans-von-fifa-18-drohen-mit-boykott-1711-131300.html    Veröffentlicht: 23.11.2017 10:39    Kurz-URL: https://glm.io/131300

FixFifa

Fans von Fifa 18 drohen mit Boykott

Ermuntert durch den Kampf gegen die Mikrotransaktionen in Star Wars Battlefront 2 will nun auch die Community einige Änderungen in Fifa 18 durchsetzen. Kurioserweise geht es dabei nicht nur um den Itemshop, sondern auch um eine etwas ältere Version des Spiels.

Unter dem Hashtag #FixFifa organisieren sich Fans der Fußballsimulation Fifa 18 derzeit auf Reddit und in sozialen Netzwerken. In der Community ist die Stimmung schon länger angeschlagen. Doch nach den Erfolgen im Kampf gegen die Mikrotransaktionen im ebenfalls von Electronic Arts produzierten Star Wars Battlefront 2 geben sich die Fußballfreunde etwa in Foren zuversichtlich, ihre Wünsche nun auch in Fifa durchsetzen zu können. Sie haben deshalb dazu aufgerufen, am sogenannten Black Friday, also am 24. November 2017, keine virtuellen Gegenstände in dem Spiel zu kaufen.

Vielen Spielern geht es schlicht darum, die Mikrotransaktionen im Spielmodus Fifa Ultimate Team (FUT) loszuwerden oder das System zu ändern. Es gibt aber noch eine Reihe weiterer Forderungen. Vor allem wünschen sich Fans, dass EA Sports den Ursprungsstatus von Fifa 18 (Test auf Golem.de) wiederherstellt. Das Programm sei nach seinem Start das beste Fifa seit langem oder gar überhaupt gewesen - abgesehen von Torschüssen und dem Verhalten der Torhüter. Durch die wenig später veröffentlichten Updates ab Version 1.04 sei das Spiel aber immer schlechter geworden.

Dazu kommen weitere Forderungen, etwa die nach Fehlerkorrekturen sowie nach schnelleren Servern sowie Änderungen in der Weekend League; wer auf der Konsole antritt, muss derzeit an zwei Tagen immerhin bis zu 40 Spiele absolvieren. Eine Onlinepetition führt die wichtigsten Punkte auf, bislang haben rund 20.000 Spieler unterzeichnet.

Noch hat #FixFifa spürbar weniger Unterstützer als zeitweise der Kampf gegen die Mikrotransaktionen in Battlefront 2, was vermutlich auch daran liegt, dass sich US-Spieler kaum für Fußball interessieren. Auffällig ist aber, dass sich viele Let's Player mit größerem Abonnentenstamm für die Sache einsetzen und dass laut einem Bericht auf Kicker.de auch E-Sport-Profis wie Shaun "Shellz" Springette und Sean Allen die Änderungen befürworten. Abgesehen von einem nichtssagenden Kommentar in den Foren von Fifa 18 hat sich EA bislang nicht zu dem Thema geäußert.  (ps)


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