Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/echo-show-vs-fire-hd-10-im-test-alexa-zeig-s-mir-1711-131277.html    Veröffentlicht: 23.11.2017 08:55    Kurz-URL: https://glm.io/131277

Echo Show vs. Fire HD 10 im Test

Alexa, zeig's mir!

Ein Display am Gerät macht Amazons digitalen Assistenten Alexa noch cooler. Aber wird er damit auch nützlicher? Auf einem Lautsprecher und einem Tablet zeigen sich überraschende Unterschiede.

Was ändert ein Display an der Nutzung von Geräten mit Amazons digitalem Assistenten? Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben uns Amazons Echo Show und das Tablet Fire HD 10 genau angeschaut. Letzteres ist das einzige Fire-Tablet, das Alexa auf Zuruf nutzt. Es verwendet Amazons Tablet-Betriebssystem Fire OS; Alexa ist ein Teil davon. Beim Echo Show gibt es nur Alexa und kein weiteres Betriebssystem.

Auch bei der Hardware gibt es deutliche Unterschiede zwischen den beiden Geräten. Das Echo Show kann nur mit einem Netzteil betrieben werden. Es hat einen 7 Zoll großen Touchscreen und große Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Unterstützung. Das Fire HD 10 hat typische Tablet-Lautsprecher, ist durch den eingebauten Akku mobil nutzbar und hat einen größeren Touchscreen mit einer Bilddiagonale von 10 Zoll. Das Tablet hat keine Fernfeldtechnik, so dass der Nutzer eher in Richtung des Geräts sprechen muss.

Echo Show mit Fernfeld-Mikrofonen

Auf einem Alexa-Display erscheinen idealerweise parallel zu den Alexa-Ansagen zusätzliche Informationen und das Gerät sollte auch auf der sichtbaren Oberfläche mit der Stimme bedient werden können. Das gelingt beim Echo Show schon ganz gut, ist aber beim Tablet eine Enttäuschung. Zudem würden wir von einem Echo-Gerät mit Display erwarten, dass auch das Surfen im Internet oder Dienste abseits von Amazon möglich sind - hier gibt es noch ganz grundsätzliche Mankos.



Der Echo Show ist als erster Amazon-Lautsprecher mit Display seit einer Woche in Deutschland erhältlich. Er enthält acht Mikrofone samt Fernfeldtechnik. Damit kann Alexa sogar aus einem Nebenraum heraus aktiviert werden. Sobald das Signalwort gesagt wird, springt Echo Show an und wartet auf Anweisungen. Im Test reagierte der Neuling sogar noch etwas besser als die normalen Echo-Lautsprecher, deren Mikrofone hochempfindlich sind und ebenfalls gut reagieren. Im Fire HD 10 fehlt die Fernfeldtechhnik, in der Praxis funktioniert die Alexa-Steuerung aber auch über mehrere Meter zuverlässig. Der Nutzer muss stärker in Richtung des Geräts sprechen als es bei den Echo-Geräten der Fall ist.

Das Gehäusedesign erinnert an Röhrenfernseher: oben der Bildschirm, darunter die Lautsprecher. Das wirkt altbacken, aber nach einiger Zeit gewöhnten wir uns daran. Der Echo Show ist mit einem Gewicht von knapp 2,2 kg ziemlich schwer. Dadurch und durch eine gummierte Geräteunterseite wird verhindert, dass das Gerät nach hinten rutscht, wenn auf dem Touchscreen getippt oder gewischt wird.

Bequeme Einrichtung ohne Alexa App

Für die Einrichtung des Echo Show wird - anders als bei den anderen Echo-Geräten - keine Alexa-App benötigt, sondern kann auf dem Display vorgenommen werden. Dasselbe gilt für die meisten Einstellungen. Ganz ohne Alexa-App geht es aber am Ende nicht. Zur Konfiguration von Smart-Home-Equipment, für die Einbindung in Multiroom-Umgebungen oder die Auswahl von Alexa-Skills braucht es dann ein Smartphone oder Tablet mit der Alexa-App. Diese Einschränkungen scheinen überflüssig zu sein und machen die Konfiguration unnötig kompliziert.



Das wird dadurch verschärft, dass Amazon die Geschwindigkeitsprobleme in der Alexa-App seit mehr als einem Jahr nicht in den Griff bekommt. Erst vor einigen Wochen ist eine komplett überarbeitete Alexa-App erschienen, Besserung gab es damit aber nicht. Innerhalb der App müssen sich Anwender auf Wartezeiten von bis zu 14 Sekunden einrichten, bis ein Bereich geladen ist. Das Nadelöhr scheinen hier die Server von Amazon zu sein, denn die Wartezeit verkürzt sich auch nicht, wenn ein besonders leistungsfähiges Smartphone verwendet wird, etwa mit Qualcomms aktuellem Oberklasse-Prozessor Snapdragon 835.

Die Alexa-App nervt gewaltig

Beim Wechsel in die Einstellungen der Alexa-App dauert es 12 bis 14 Sekunden, bis Informationen mit den eingerichteten Alexa-Geräten angezeigt werden. Andere Bereiche kommen mit etwa 5 Sekunden auf eine kürzere Wartezeit, aber selbst das nervt enorm und ist für eine solche App alles andere als zeitgemäß. Bis so manche Änderung an einem Gerät oder einer Alexa-Konfiguration geändert ist, können Wartezeiten von bis zu einer halben Minute zusammenkommen. Zu allem Überfluss erscheinen bei der Gerätekonfiguration immer wieder irreführende Fehlermeldungen. Obwohl die betreffende Einstellung fehlerfrei geändert wurde, zeigt die App eine Fehlermeldung an, die Anwender unnötig verunsichern kann.



Für immer mehr neue Funktionen wird die Alexa-App benötigt, aber Amazon trägt dem bislang keine Rechnung. Seit Monaten kommuniziert das Unternehmen auf Anfrage, dass die Probleme bekannt seien und an einer Lösung gearbeitet werde. Gebessert hat sich allerdings nichts. Hat man die Hürden der Konfiguration gemeistert, reagiert Alexa auf dem Echo Show zum Glück immer schnell und zuverlässig.

Mute-Knopf für Mikrofon und Kamera

Die acht Mikrofone im Echo Show können bei Bedarf per Knopfdruck abgeschaltet werden. Dann leuchtet am Gerät eine kleine rote LED. Diese ist weniger auffällig als der Leuchtring bei den Echo-Lautsprechern. Mit dem Mikrofon wird auch die Kamera abgeschaltet. Diese ist vor allem für Videotelefonate gedacht und kann als Überwachungskamera genutzt werden. Wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind, bietet der Echo Show keine Möglichkeit, Alexa mit einem Tastendruck zu aktivieren, wie es bei anderen Alexa-Lautsprechern der Fall ist. Auch auf dem Display gibt es keine Möglichkeit, Alexa manuell aufzurufen.

Es gibt keinen Knopf, um nur die Kamera zu deaktivieren. Aber auf Zuruf oder in den Einstellungen kann die Kamera abgeschaltet und so auch wieder aktiviert werden. Beim Tablet gibt es keinen physischen Mute-Knopf, aber die Alexa-Aktivierung kann in den Schnelleinstellungen unkompliziert ausgeschaltet werden.



Die beiden weiteren Knöpfe am Echo Show dienen der Lautstärkeregelung und befinden sich auf der Oberseite des Geräts, direkt neben dem Mute-Knopf. Es sind gewöhnliche Drucktasten, die sich gut erfühlen lassen. Die Regulierung der Lautstärke über den Drehring am Echo-Lautsprecher ist aber wesentlich komfortabler, weil sich die Lautstärke entsprechend schnell ändern lässt und nicht nach dem passenden Knopf gesucht werden muss. Durch einen längeren Druck auf die Mute-Taste kann der Echo Show komplett ausgeschaltet und auch wieder eingeschaltet werden. Das ist neu, die Echo-Lautsprecher kennen das nicht.

Das Besondere am Echo Show sind der 7-Zoll-Touchscreen und die Verwendung von Alexa.

Alexa gewinnt auf einem Touchscreen

Das 7-Zoll-Display im Echo Show hat eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln und für die Displaygröße ist das gerade so ausreichend. Wenn das Gerät in einigem Abstand zum Nutzer steht, fällt die geringe Auflösung nicht direkt auf und die gute Blickwinkelstabilität macht sich bemerkbar. Hier trumpft das Fire-HD-10-Display auf, das mit 10,1 Zoll deutlich größer ist und mit 1.920 x 1.080 Pixeln eine zeitgemäße Auflösung für die Displaygröße liefert.



Das Show-Display spiegelt stark, was beim Aufstellungsort berücksichtigt werden muss. Am Gehäuse und vor allem am Display sind bald unschöne Schlierspuren zu sehen, wenn das Gerät angefasst wurde. Da der Touchscreen eigentlich kaum verwendet werden muss, ist das in der Praxis kein großes Problem.

Wenn Alexa Befehle entgegennimmt, erscheint auf dem Display am unteren Bildrand ein blauer Streifen. Wie schon bei der Mute-Schaltung ist dieser weniger gut zu sehen als der blaue Leuchtring der Echo-Lautsprecher und wirkt auch weniger elegant. Hier hat das Tablet den Vorteil, dass das Display üblicherweise ohnehin aus ist und klar erkennbar angeht, wenn Alexa aktiviert wird.

Display reagiert auf Bewegungen

Das Display schaltet sich nach zehn Minuten aus, wenn keine Bewegungen vom Show wahrgenommen werden, und wieder an, sobald sich jemand dem Gerät nähert. Denn es hat einen Bewegungssensor, aber auch einen Lichtsensor. Das Display bleibt also auch an, wenn es im Raum entsprechend hell ist. Dadurch kann es passieren, dass sich das Display gar nicht abschaltet, auch wenn sich niemand im Raum befindet. Dieses Zusammenspiel fanden wir unpraktisch.

Komplett aus geht der Bildschirm außerdem nur, wenn in den Einstellungen die Uhrzeitanzeige bei Inaktivität abgeschaltet ist. Ist diese aktiv, erscheint stattdessen die Uhrzeit auf dem Display ohne weitere Zusatzinformationen. Es ist nicht möglich, den Bewegungssensor und den Lichtsensor einzeln auszustellen. Die Abschaltzeit könnte für unseren Geschmack schon nach fünf Minuten einsetzen. Ansonsten wird das Display auf Zuruf jederzeit mit "Alexa, Display aus" dunkel.



Wer das Display unabhängig vom Bewegungssensor automatisiert abschalten möchte, kann das mit einem Kniff tun, der unter Umständen mit einem Komfortverlust einhergeht: dem Nicht-stören-Modus. Seit Anfang Oktober 2017 bieten die Echo-Lautsprecher eine Alexa-interne Telefonfunktion und im Zuge dessen wurde ein Nicht-stören-Modus eingeführt. Sobald dieser aktiviert ist, klingeln die Echo-Lautsprecher bei eingehenden Anrufen nicht.

Geringerer Stromverbrauch bei abgeschaltetem Display

Beim Show führt der Modus dazu, dass das Display automatisch nach einer Minute ausgeht, wenn das Gerät nicht verwendet wird. Beim Test klappte das aber nicht immer zuverlässig: Es kam öfter mal vor, dass das Display trotzdem angeblieben ist. Dann bleibt nur den Nicht-Stören-Modus aus- und wieder einzuschalten oder das Display auf Zuruf dunkel zu machen.

In diesem Modus reagiert Show nicht mehr auf Bewegungen. Damit ist das Gerät aber auch für eingehende Alexa-Anrufe nicht mehr erreichbar, was unpraktisch sein kann. Alle anderen Alexa-Funktionen einschließlich Wecker, Erinnerungen und Timer funktionieren weiterhin. Der Nicht-Stören-Modus kann auf Zuruf umgeschaltet werden.

Das Abschalten des Displays verringert den Strombedarf des Echo Show. Bei eingeschaltetem Display liegt der Verbrauch bei 4 bis 6 Watt, wenn das Display aus ist, sind es knapp 3 Watt, ähnlich wie beim Echo-Lautsprecher der ersten Generation. Außerdem wird durch das Ausschalten des Displays der fehlende Leuchtring ausgeglichen. Wenn das Display anspringt, ist das ähnlich auffällig wie der Leuchtring bei den Echo-Lautsprechern.

Spezieller Alexa-Startbildschirm

Ansonsten zeigt das Show-Display auf dem Alexa-Startbildschirm unter anderem anstehende Termine und Erinnerungen, verfügbare Kontakte oder Trending Stories, die von Amazon ausgewählt sind. Wir hatten sie eine Zeit lang aktiviert, fanden sie aber wenig nützlich. Auf dem Fire HD 10 gibt es hingegen den von der Tablet-Variante von Fire OS bekannten Startbildschirm.



Ganz unten auf dem Alexa-Startbildschirm des Show werden Vorschläge für mögliche Alexa-Befehle angezeigt. Das ist vor allem für Neulinge eine Hilfe, denn Alexa hat weiterhin die bekannten Limitierungen: Manche Befehle müssen genau in der Syntax gesprochen werden, die Alexa erwartet. Anwender müssen sich also weiterhin an Alexa anpassen, um den digitalen Assistenten sinnvoll nutzen zu können. Mit den auf dem Display erscheinenden Alexa-Beispielbefehlen werden spielerisch die Möglichkeiten angezeigt.

Durch einen Wisch von oben in das Display öffnet sich ein Einstellungsbereich, in dem der Startbildschirm aufgerufen, die Einstellungen geöffnet, der Bitte-nicht-Stören-Modus aktiviert oder die Displayhelligkeit geregelt werden können. Wenn mehrere Startbildschirmseiten aktiv sind, kann mit einem Fingerwisch zwischen diesen gewechselt werden.

Neue Alexa-Funktionen speziell für Echo Show

Der Alexa-Funktionsumfang auf dem Show unterscheidet sich in einigen Punkten von dem der normalen Echo-Lautsprecher. Die normalen Alexa-Funktionen sind vorhanden - dazu gehören Smart-Home-Steuerung, Aufgabenliste, Einkaufsliste, Timer, Erinnerungen, Termine anlegen, Wetter abfragen und Wissensfragen, auf die Alexa aber nicht immer die passenden Antworten hat. Mittels sogenannter Skills kann der Funktionsumfang jedoch erweitert werden.



Zu den neuen Funktionen gehört die Möglichkeit, auf dem Display durch Inhalte zu blättern und einzelne Elemente auf Zuruf zu öffnen. Das Fire HD 10 kann leider nicht so umfassend mit der Stimme gesteuert werden; Apps können per Sprache gestartet werden, aber dann muss der Touchscreen zur weiteren Bedienung verwendet werden. Dank der Kamera im Echo Show sind Videotelefonate sehr bequem möglich und Amazons Videostreamingangebot kann genutzt werden. Apps gibt es für den Echo Show nicht und bisher sind keine Pläne für eine Integration von Netflix oder ähnlichem bekannt.

Youtube-Wiedergabe könnte bald kommen

Kurz vor der Markteinführung in Deutschland hat Google die Youtube-Wiedergabe auf dem Show abgeschaltet und das damit begründet, dass Amazon sich nicht an die Nutzungsbedingungen halte. In dieser Woche haben sich Amazon und Google geeinigt und die Youtube-Wiedergabe wieder freigeschaltet - bisher aber nur in den USA. Im Zuge dessen ist auch der Zugriff auf Dailymotion sowie Vimeo dazugekommen und weitere sollen folgen.



In Deutschland wurde die Nachrüstung für Youtube, Dailymotion und Vimeo bislang nicht angekündigt und es gibt keine Angaben dazu, ob die Funktion nachgereicht wird. Das schränkt den Nutzen des Echo Show ein, denn gerade für Musikvideos oder andere kurze Clips ist das kleine Display prädestiniert. Für den Konsum von Filmen und Serien ist es uns zu klein.

Auch der Empfang von Fernsehsendern ist leider nicht möglich. Zwar können Skills genutzt werden, wovon einige auch schon mit Videomaterial versehen sind und die Fernsehnachrichten auf das Show-Display bringen, aber das gibt es nur für wenige Sender. Auch ein Zugriff auf Inhalte aus Mediatheken ist nicht möglich.

In Deutschland steht derzeit nur Amazon Video zur Verfügung, das sich komfortabel vollständig mit der Stimme bedienen lässt. Es hat aber eine Fire-TV-Unart übernommen.

Amazon Video mit der Stimme steuern

Die Nutzung von Amazon Video auf dem Echo Show funktioniert vorbildlich: Alle Schritte in der Bedienung können über Sprachbefehle erfolgen. Die Watchlist kann auf Zuruf auf dem Display erscheinen und Nutzer können mit "Alexa, weiter" seitenweise durch die Watchlist blättern. Alternativ werden auch bestimmte Rubriken angezeigt und es kann darin geblättert werden. Außer "weiter" ist auch "rechts" möglich. Zum Zurückspringen gehen die Befehle "zurück" oder "links". Alternativ kann natürlich auch über den Touchscreen gewischt werden.



In der Liste ist jeder Eintrag einer Zahl zugewiesen, die auf dem Display erscheint. Sagen Nutzer "Alexa, öffne Nummer 3", wird der entsprechende Film direkt abgespielt - eine sehr clevere Art der Sprachsteuerung. Das gleiche Bedienungsprinzip findet sich in Amazon Music sowie im Onlineshop von Amazon. Etwas Vergleichbares vermissen wir auf dem Fire HD 10. Hier muss immer zum Gerät gegriffen werden, um nach dem Start einer App weiterzukommen.

Prime-Banderolen fehlen

Beim Show hat sich Amazon entschieden, wie bei der Fire-TV-Oberfläche auf alle Prime-Banderolen zu verzichten. Es ist also schwerer zu erkennen, welche Filme Bestandteil des Prime-Abos sind. Alle Filme und Serien abseits des Prime-Abos sind kostenpflichtig. Die Übersichtlichkeit leidet unter dem Fehlen der Prime-Banderole, allerdings nicht ganz so dramatisch wie beim Fire TV. Wenn ein Film oder eine Serie im Prime-Abo enthalten ist, steht auf dem Echo Show unter dem Cover deutlich zu erkennen "abspielen" in blauer Farbe. Ansonsten stehen Kauf- und Leihoptionen darunter. Auf dem Fire HD 10 sind hingegen alle Prime-Banderolen vorhanden und es hilft enorm, sich in Amazons Video-Sortiment zurechtzufinden.



Obwohl die Prime-Inhalte mit ein bisschen Kombinationsgabe erkennbar sind, wären Prime-Banderolen deutlich besser. Amazon hat den Wegfall der Banderolen auf den Fire-TV-Geräten damit begründet, dass auch Inhalte anderer Anbieter in die Fire-TV-Oberfläche integriert wurden. Dieses Argument zählt beim Echo Show nicht. Sonderbar ist auch die das Fehlen der X-Ray-Informationen, die es sonst in Amazon Video gibt und die auf dem Fire HD 10 vorhanden sind.

Wiedergabe auf Zuruf

Anders als bei den Fire-TV-Geräten und auf dem Fire HD 10, bei denen nur das Suchergebnis angezeigt wird, werden beim Echo Show Videos auf Zuruf abgespielt. Wenn ein Film läuft, kann dieser pausiert oder fortgesetzt werden, das geht dann auch wieder auf dem Tablet. Das gilt auch für das Vor- oder Zurückspulen mit der Stimme. Das Ändern der Wiedergabesprache oder die Anzeige von Untertiteln ist uns mit der Stimme nicht gelungen.



In den Show-Einstellungen gibt es keine Möglichkeiten, die Wiedergabebeschränkungen für Amazon Video zu verändern. Wenn keine Wiedergabebeschränkung aktiviert ist, lassen sich alle Prime-Inhalte per Sprachbefehl abspielen. Nur bei FSK-18-Titeln muss die Wiedergabe mit einer zuvor festgelegten PIN bestätigt werden. Diese kann auch nur über den Touchscreen eingegeben werden.

Wir finden es unpraktisch, dass sich die Video-Wiedergabeeinstellungen nicht am Gerät vornehmen lassen. Das geht nur über die entsprechende Amazon-Video-Webseite. Generell lässt sich keine PIN-Abfrage vor Videos ohne Altersbeschränkung aktivieren. Somit gibt es keine Möglichkeit, bei Bedarf die Wiedergabe von Videos komplett unmöglich zu machen, wenn keine PIN eingegeben wurde.

Ein Browser fehlt auf dem Echo Show

Ohne Sprachbefehl lassen sich die Video-Inhalte nicht öffnen. Gleiches gilt für die Musikinhalte und die Shopping-Seite von Amazon. Hier ist Amazon in gewisser Weise konsequent - schließlich handelt es sich um ein Gerät mit Sprachbedienung. Allerdings gibt es immer mal Situationen, in denen der Nutzer eben doch das Display verwenden möchte, etwa um einen Film herauszusuchen. Aber ganz ohne Stimme geht es beim Echo Show nicht, das ist eine unnötige Einschränkung.



In einigen Situationen hätten wir uns einen Browser gewünscht, um nach bestimmten Informationen suchen und diese nachlesen zu können, wenn sie über Alexa nicht zu finden sind - etwa auf Google oder Google Maps. Durch das Fehlen des Browsers wird der Funktionsumfang von Echo Show künstlich reduziert. Es wäre wünschenswert, dass Amazon ihn nachliefert. Hier punktet das Tablet, das mit einem Browser versehen ist und bei Bedarf auch andere nachinstallieren kann - allerdings kann der Browser mit der Sprache nur gestartet werden, alles weitere läuft dann über den Touchscreen.

Nur mittels Skills kann der Funktionsumfang von Echo Show erweitert werden. Es gibt auch schon einige an Echo Show angepasste Skills, mit denen das Display benutzt wird. Recht praktisch kann das etwa beim Chefkoch-Skill sein, wenn ein Rezept nachgekocht werden soll.

Allerdings vereitelt ein lästiger Designfehler das Vorhaben.

Wenn der Startbildschirm alles zunichtemacht

Der Echo Show wechselt nach etwa 30 Sekunden zum Startbildschirm. Wenn also gerade etwas in den Einstellungen geändert werden soll und für 30 Sekunden nicht auf das Display getippt wird, müssen Anwender wieder den ganzen Weg zurück zu den Einstellungen machen. Das gleiche gilt für die Inhalte von Amazon Video und Amazon Music.



Wir finden diese Zeitspanne eindeutig zu kurz gewählt. Wer vielleicht gerade einen Film auf Amazon Video herausgesucht hat und dann noch das Popcorn aus der Küche holt, muss wieder von vorne anfangen. Zwar lassen sich Filme durch Nennung des Titels abspielen, aber es ist ein unnötiger Komfortverlust, dass der letzte Zustand nicht einfach länger geöffnet bleibt.

Dieses Verhalten gilt auch für Skills. Wer sich die Zutaten eines Rezepts von Chefkoch auf dem Show-Display anzeigen lässt, muss sich sehr sputen, alles aus dem Kühlschrank zu holen, denn nach 30 Sekunden ohne Interaktion ist es wieder weg. Das gleiche gilt für die Zubereitung. Hier sollte Amazon schleunigst eine Änderung vornehmen, weil ein vergleichbares Verhalten von anderen Geräten überhaupt nicht bekannt ist und unnötig für Frust sorgt. Nutzer haben mit "Alexa, Startbildschirm" oder "Alexa, home" die Möglichkeit, jederzeit zum Startbildschirm zu wechseln.

Vorteile des Displays

Einige Grundfunktionen von Alexa profitieren von einem Display. Wenn etwa Informationen zu einer bestimmten Person abgefragt werden, erscheint ein passendes Foto auf dem Display. Bei der Wiedergabe von Amazon-Music-Titeln kann der Liedtext bei Bedarf eingeblendet werden. Auf Zuruf kann die Einkaufsliste oder die Aufgabenliste angezeigt werden. Das funktioniert so auch alles auf dem Tablet, dort macht sich das größere Display positiv bemerkbar.



Auch die anstehenden Termine kann Alexa anzeigen, so dass diese schneller im Blick sind, als wenn sie sie vorliest. Mit "Alexa, zeige mir meinen Kalender" wird dieser tatsächlich nur angezeigt, zum Vorlesen ist der Befehl: "Alexa, lies mir meinen Kalender vor" erforderlich. Das Tablet verhält sich hier anders und liest immer alle Termine vor. Bis zu drei Termine können auf dem Show-Display angezeigt werden, mit "Alexa, weiter" wird geblättert. Diesen Befehl kennt Alexa auf dem Fire HD 10 nicht. Leider erinnert der Show nicht an anstehende Termine und verhält sich damit wie andere Alexa-Geräte. Mit einem Druck auf das Display kann ein Termin bequem gelöscht werden. Das geht schneller als mittels Sprachbefehl.

Ein Blick genügt

Beim Wetterbericht wird zusätzlich eine Aussicht für die kommenden Tage angezeigt, während parallel der Wetterbericht für heute oder morgen angesagt wird. Ein laufender Timer wird auf dem Show-Display eingeblendet und ist damit ständig im Blick. Bei den Alexa-Lautsprechern müssten Nutzer erfragen, wie der Stand des Timers ist. Das ist weniger komfortabel, als kurz auf das Display zu schauen.



Auf Zuruf zeigen der Show und das Tablet auch die Einkaufs- und Aufgabenliste an. In der Liste kann ein Eintrag mit einem Fingerwisch zur Seite bequemer gelöscht werden als mit einem Sprachbefehl. Einträge können auch auf dem Display editiert werden, neue Einträge sind aber nur per Spracheingabe möglich.

Nutzer können also auf dem Display oft weitere Informationen einsehen oder sie besser im Blick haben als bei den Echo-Geräten ohne Display. Das sind einzeln betrachtet nur Kleinigkeiten, aber in der Summe wird das Gerät damit praktischer. Die angezeigten Informationen erscheinen auf beiden Geräten dabei in einer Schrift, die auch aus größerer Entfernung noch gut lesbar ist. Auch beim Design hält sich Amazon zurück, so dass vor allem eine gute Lesbarkeit gewährleistet ist.

Seit einigen Wochen macht die Steuerung von Hue-Lampen mit Alexa Probleme.

Lampensteuerung funktioniert nicht einwandfrei

Seit einigen Wochen machen alle Alexa-Geräte Schwierigkeiten bei der Steuerung von Hue-Lampen. Die Probleme treten auch bei Nutzung von Google Assistant auf, so dass die Ursache wohl bei den Hue-Lampen und damit bei Philips liegt.

Amazon hatte kürzlich eine neue Smart-Home-Rubrik in die Alexa-App integriert. In dieser können Lampen bei Bedarf auch über die App gesteuert werden. Auf dem Echo Show können die Smart-Home-Geräte nicht konfiguriert werden, hier ist der Griff zur Alexa-App etwa auf dem Smartphone notwendig.



Eine Hue-App kann damit allerdings nicht ersetzt werden. Die Smart-Home-Steuerung in der Alexa-App kann weder Farben noch Weißtöne verändern, sondern nur die Helligkeit. Das Ändern der Farbe oder des Weißtons per Sprachbefehl funktioniert dagegen weiterhin. Wenn eine Hue-Lampe nicht konsequent mittels Alexa-Sprachbefehl ausgeschaltet wird, kommt es zu Problemen. Beim Einschalten mittels Alexa werden alle Hue-Lampen meist mit einer sehr geringen Helligkeit angeschaltet.

Routinen umgehen die falsche Helligkeit

Der Fehler passiert, wenn Lampen über einen Smart-Home-Schalter wie Logitech Pop ausgeschaltet werden. Dabei wird offenbar nicht mehr der Helligkeitsgrad beim Ausschalten gespeichert. Wenn dann eine Lampe mittels Alexa angeschaltet wird, hat sie meist nur eine Helligkeit von 10 Prozent oder weniger. Das Ändern der Helligkeit auf Zuruf funktioniert dann zwar, erfordert aber einen zusätzlichen Befehl, was einen Komfortverlust bedeutet. Teilweise waren die Lampen so dunkel, dass nicht einmal auffiel, dass sie eingeschaltet waren. Stellenweise vermuteten wir zunächst, die Lampen hätten sich gar nicht eingeschaltet.



Derzeit lässt sich dieses Verhalten nur durch einige Handarbeit lösen. Für jede einzelne Lampe müssen jeweils zwei Routinen angelegt werden. Routinen sind eine vergleichsweise neue Funktion innerhalb von Alexa. Damit können mehrere Aufgaben in einem Befehl zusammengefasst werden. Über die Routinen lässt sich etwa die Helligkeit beim Einschalten einer Lampe bestimmen.

Für jede Lampe sollte dann auch eine Ausschaltroutine angelegt werden, wenn sie mit dem gleichen Namen per Sprache steuerbar sein soll. Wenn eine Routine den gleichen Namen wie die Lampe hat, kommt Alexa durcheinander. Auch innerhalb der Routinen fehlt eine Möglichkeit, die Farbe oder den Weißton einer Lampe festzulegen.

Alexa-App kann keine Smart-Home-Geräte löschen

In der neuen Smart-Home-Übersicht der Alexa-App lassen sich Smart-Home-Komponenten nicht mehr löschen. Entgegen den Angaben von Amazon können Elemente nur noch deaktiviert, aber nicht gelöscht werden. Wir mussten eine alte Alexa-App bemühen, um Smart-Home-Komponenten wieder dauerhaft aus dem Amazon-Konto zu entfernen. Es bleibt zu hoffen, dass Amazon diesen Fehler in absehbarer Zeit korrigiert.

Bei der Smart-Home-Steuerung wird das Show-Display nicht genutzt. Dabei wäre es doch durchaus praktisch, wenn etwa die entsprechende Helligkeit der Lampe beim Einschalten angezeigt oder eine Animation beim Umschalten erscheinen würde. Zudem wäre es denkbar, die Helligkeit der Lampe bei Bedarf über einen Schiebeschalter auf dem Touchscreen anzupassen.

Smart-Home-Kameras einbinden

Das Display des Echo Show kann für die Anzeige von Bildern aus Überwachungskameras verwendet werden. Wir haben das mit einer Nest-Kamera ausprobiert. Anfangs wollte es leider gar nicht funktionieren. Bei der Einrichtung gaben wir der Kamera die Bezeichnung Küche und eigentlich sollte das Bild der Kamera erscheinen, wenn wir sagen "Alexa, zeige die Küche". Das klappte allerdings nicht.



Ein Blick in die Smart-Home-Rubrik in der Alexa-App brachte dann die Lösung. Der Name für die Kamera war falsch übernommen worden. Nachdem wir in der App die Bezeichnung händisch angepasst hatten, funktionierte es. Auf Zuruf wurde das Live-Kamerabild der Küche auf dem Show-Display angezeigt. Allerdings gab es einige Sekunden Verzögerung zwischen dem, was vor der Kamera passierte und dem, was auf dem Show-Display zu sehen war. Auch auf dem Tablet kann das Bild der Überwachungskamera auf Zuruf eingeblendet werden. Wir versuchten, mit Alexa-Befehlen ein Foto mit der Kamera aufzunehmen, aber das klappte nicht und ist offenbar nicht vorgesehen.

Wer mehrere Kameras installiert hat, kann zwischen diesen per Sprachbefehl wechseln. Das ist durchaus angenehmer als erst das Smartphone aus der Tasche zu ziehen, die App zu suchen und sich dann das Kamerabild anzusehen. Die Einbindung smarter Kameras in Alexa ist derzeit allerdings auf den Aufruf beschränkt. Es gibt keine Einstellung dafür, dass die Kamera das Show-Display einschaltet, wenn sie Bewegungen bemerkt.

Kameranutzung des Echo Show

Anders als mit den Überwachungskameras können Fotos mit der 5-Megapixel-Kamera im Echo Show gemacht werden. Auf Zuruf sind Fotoaufnahmen möglich. Schnappschüsse sind damit aber nicht realisierbar, weil immer erst eine Rückfrage erscheint, bevor ein Foto aufgenommen wird. Die Fotos werden dann direkt in der Prime-Photos-Cloud abgelegt.

Aus der Alexa-App heraus kann kein Foto mit der Show-Kamera aufgenommen werden. Es ist auch nicht möglich, gezielt die Show-Kamera von unterwegs einzuschalten, um etwa zu sehen, was im Haus oder in der Wohnung passiert.

Nur über einen Umweg kann von unterwegs auf die Kamera zugegriffen werden.

Videotelefonie mit dem Echo Show

Eingeschränkt kann Echo Show auch für Videotelefonate verwendet werden, das Tablet unterstützt diese neuen Möglichkeiten generell nicht. Um Anrufe mit anderen Kontakten zu aktivieren, will Amazon das gesamte Adressbuch auf dem Smartphone auslesen. Das manuelle Hinzufügen einzelner Kontakte ist nicht vorgesehen; entweder es gibt vollen Zugriff auf das Telefonbuch oder die Anruffunktionen können nur innerhalb des Amazon-Kontos genutzt werden.



Derzeit stehen Anrufe generell nur zwischen anderen Echo-Lautsprechern oder zur Alexa-App bereit. Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller bieten die Anruffunktionen nicht. Anrufe zu Festnetz- oder Mobilfunkanschlüssen sind nicht möglich. Auch die Nutzung alternativer Dienste wie etwa Skype oder Hangouts ist ist nicht vorgesehen. Das schränkt den Nutzen unnötig ein.

Dabei funktioniert Videotelefonie mit dem Echo Show besonders einfach. Es wäre wünschenswert, dass die Anruffunktionen auch mit anderen Diensten möglich gemacht wird. Aber bisher stehen auch in den USA nur die Amazon-eigenen Telefonfunktionen bereit, so dass derzeit nicht viel Hoffnung besteht, dass sich Amazon hier für Konkurrenzdienste öffnet.

Feste Kameraposition ist ein Problem

Vor allem bei Videotelefonaten stört die feste Position der Show-Kamera. Steht das Gerät etwa auf einem Schreibtisch und ein Nutzer telefoniert, schaut die Kamera über ihn hinweg und er ist für den anderen Teilnehmer nicht zu sehen.



Für den Anruf muss einfach der Kontaktname gesagt werden und los geht's. Standardmäßig wird immer versucht, ein Videotelefonat aufzubauen. Wir haben das mit einem Anruf der Alexa-App ausprobiert und das funktionierte gut. Die Anruffunktion ermöglicht auch ein sogenannte Drop-in. Dann wird ein Anruf auf dem Echo Show automatisch angenommen - das gilt auch für einen Videoanruf.

Das Videobild ist anfangs milchig

Aus Datenschutzgründen erscheint das Videobild für die ersten zehn Sekunden milchig, so dass keine Details zu erkennen sind. Erst nach ein paar Sekunden wird das Bild klar. Die Drop-in-Funktion kann in den Alexa-Einstellungen bei Bedarf jederzeit ausgeschaltet werden und ist standardmäßig deaktiviert. Sie kann dazu missbraucht werden, von unterwegs auf das Bild der der Show-Kamera zuzugreifen. Ein direkter Zugriff auf die Kamera wäre parallel angenehmer.



Mittels Drop-in kann eine Gegensprechanlage in den eigenen vier Wänden installiert werden. Dann kann per "Alexa, Drop-in auf Echo" direkt der Echo-Lautsprecher angerufen werden und Nutzer können sich zwischen Show und Echo unterhalten, auch wenn sie sich in unterschiedlichen Räumen befinden. Die Klangqualität dabei und bei den Anrufen ist gut und auf dem Niveau anderer Telefondienste. Auch diese Funktion steht derzeit ausschließlich für Echo-Geräte zur Verfügung; Alexa-Geräte anderer Hersteller werden nicht unterstützt.

Anruffunktionen mit Lücken

Für Haushalte mit kleinen Kindern kann es sehr praktisch sein, dass mit dem Echo-Show oder einem anderen Echo-Lautsprecher bequem die Alexa-App auf dem Smartphone der Eltern angerufen werden kann. Es muss keine Nummer eingegeben oder das Telefonbuch auf einem Telefon durchstöbert werden. Das Kind muss einfach den anzurufenden Namen sagen und schon wird eine Verbindung aufgebaut.

Bei Anrufen zur Alexa-App auf dem Smartphone wird der Kontaktname des Amazon-Kontos genannt. Wenn mehrere Echo-Lautsprecher im Haushalt stehen, klingeln diese sonderbarerweise mit, wenn eigentlich nur das Smartphone klingeln sollte. Wenn ein Alexa-Anruf verpasst wird, gibt es auf dem Smartphone keinerlei Hinweis darauf. Auch verpasste Anrufe auf dem Echo Show erscheinen nirgends. Das ist ärgerlich.

Unnötig kompliziert finden wir es, aus der Alexa-App heraus die Echo-Lautsprecher anzurufen. In mehreren Untermenüs ist die Anruffunktion versteckt. Es ist unverständlich, weshalb sie nicht direkt im Zugriff verfügbar ist.

Im Echo Show stecken Stereo-Lautsprecher, die einen ordentlichen Klang liefern.

Lautsprecher und Musik

Der Echo Show hat von allen bisherigen Echo-Geräten die besten Lautsprecher. Der Bass ist wesentlich stärker, der Klang insgesamt angenehm ausgewogen, Höhen und Mitten zeichnen sich gut ab, das Klangbild wirkt entsprechend voluminös. Von den Stereo-Lautsprechern ist aber kaum etwas zu merken, weil sie so dicht beieinanderliegen. Der bessere Klang im Vergleich zu anderen Echo-Lautsprechern wird allerdings auch mit einem entsprechenden Preisaufschlag bezahlt, wobei hier aber auch das Display eingerechnet werden muss. Klanglich rangiert der Echo Show allerdings unterhalb de Sonos-Lautsprecher, die kein Display haben und ähnlich viel kosten.

Keine neuen Musikdienste dazu gekommen

Bei der Unterstützung der Musikdienste hat sich bei Alexa im vergangenen Jahr leider nichts getan. Weiterhin werden nur die Amazon-eigenen Dienste und Spotify unterstützt; Letzteres nur in der Premium-Version, wenn also für Spotify bezahlt wird. Ansonsten ist noch der Zugriff auf Tunein möglich, um Webradio zu hören.



Die Musiknutzung auf dem Echo Show unterscheidet sich etwas von den Echo-Lautsprechern. Zu laufenden Liedern wird das passende Cover des Albums auf dem Display angezeigt und standardmäßig wird der gesungene Text karaokemäßig eingeblendet. Der Nutzer kann bei Bedarf mit dem Finger im Songtext scrollen und so zu einer bestimmten Stelle im Lied springen. Wenn keine Liedtexte angezeigt werden sollen, kann die Funktion auch abgeschaltet werden. Die Textanzeige gibt es allerdings nur für Amazons Musik-Streaming-Dienst, bei Spotify erscheinen keine Songtexte.

Musikauswahl über das Display

Generell wird ein Fortschrittsbalken angezeigt und der Nutzer kann zu einer bestimmten Stelle im Lied springen, indem er den Balken am Display verschiebt. Auch das Springen zu einem anderen Song ist vom Display aus möglich. All das geht parallel zu den entsprechenden Sprachkommandos und steht auch auf dem Tablet zur Verfügung.



Auf Zuruf spielt Echo Show auch einzelne Titel, Alben oder Playlisten ab. Alternativ dazu können die Musikinhalte - ähnlich wie bei Amazon Video - auf dem Display angezeigt werden. Diese Ansicht fehlt auf dem Tablet wieder. Nutzer können auf dem Show durch das Material blättern und den gewünschten Titel abspielen, indem sie einfach die eingeblendete Nummer darunter ansagen. Das bringt einen Komfortsprung bei der Nutzung als Musikabspielgerät. Nach wie vor ist es nicht möglich, aus der Amazon-Music-App - etwa auf einem Smartphone - Musik auszuwählen und diese direkt auf einem Alexa-Lautsprecher abzuspielen.

Multiroom-Wiedergabe mit dem Echo Show

Seit dem Spätsommer beherrschen die Echo-Lautsprecher Multiroom-Wiedergabe, die gleiche Musik kann also auf mehreren Echo-Lautsprechern abgespielt werden. Das ist auch mit dem Echo Show möglich. Weiterhin werden keine Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller unterstützt. Für die Einbindung des Show in eine Multiroom-Umgebung wird dann aber wieder die Alexa-App benötigt, auf dem Gerät selbst kann diese nicht konfiguriert werden.

Bei der Multiroom-Konfiguration fällt die Trägheit der Alexa-App besonders negativ auf. Bis die Lautsprecher-Zuordnung einer Multiroom-Gruppe verändert werden kann, müssen Nutzer immer wieder lange warten. Insgesamt summieren sich die Wartezeiten auf fast eine halbe Minute.

Beschränkungen bei Multiroom-Betrieb

Die bisherigen Multiroom-Beschränkungen gelten weiterhin. Jeder Echo-Lautsprecher kann nur einer Gruppe zugewiesen werden. Es ist also nicht möglich, etwa die drei Lautsprecher A,B und C zu den zwei Gruppen A und B und B und C zu gruppieren.



Bei Bedarf können über Bluetooth andere Lautsprecher angebunden werden. Über Bluetooth ist allerdings keine Multiroom-Musikwiedergabe möglich. Zudem können andere Zuspielgeräte per Bluetooth Musik auf dem Show abspielen. Die Sprachsteuerung ist dann aber eingeschränkt, die Suche nach Titeln ist nicht möglich, das Springen zum nächsten oder vorherigen Titel, Pausieren und Steuern der Lautstärke funktioniert weiterhin.

Stromverbrauch bei lauter Musik

Bei der Wiedergabe lauter Musik kann der Strombedarf auf bis zu 10 Watt ansteigen, wenn dabei das Display angeschaltet bleibt, was standardmäßig der Fall ist. Dieser Wert gilt bei hoher Lautstärke, ansonsten sind es bei der Musikwiedergabe um die 7 Watt und damit ähnlich viel wie bei der Wiedergabe von Videos. Zum Vergleich: Der Echo-Lautsprecher der ersten Generation hat bei maximaler Lautstärke einen Verbrauch von 7 Watt und bei mittlerer Lautstärke sind es 3 Watt.

Weiterhin fehlt eine separate Lautstärkeeinstellung für Alexa-Ansagen. Haben Nutzer mit dem Show sehr laut Musik gehört und verwenden dann Alexa, werden sie von dem Sprachassistenten förmlich angebrüllt. Hier wäre es hilfreich, wenn sich die Lautstärke der Alexa-Ansagen unabhängig von der Einstellung für die Musik regeln ließe. Auch eine Radioweckerfunktion bietet Alexa weiterhin leider nicht. Zwar kann man sich mit einem Alarm wecken lassen, aber die Verknüpfung mit einem Radiosender oder einer Playlist wird nicht geboten.

Skills mit Displayunterstützung

Mit dem Deutschlandstart des Echo Show wurde in den Skills eine Rubrik speziell für Skills mit Displayunterstützung integriert, die so auch auf dem Tablet genutzt werden können. Dadurch sind bequem die Skills zu finden, die das Show-Display unterstützen. Sie blenden meist Zusatzinformationen ein und es sind Nachrichten-Skills dabei, die Fernsehbilder zu Nachrichten anzeigen. Noch ist die Menge der Skills überschaubar, aber in den nächsten Monaten dürften weitere dazukommen. Und bei vielen Skills wird dann einfach der gesprochene Text auf dem Display angezeigt.



Leider bietet Show keine Möglichkeit, die verfügbaren Skills auf dem Display anzuzeigen. Das Durchstöbern von Skills erfordert also wieder die Alexa-App, die auf dem Tablet installiert werden kann und somit so zumindest zur Verfügung steht. Zwar werden Skills bei Bedarf per Zuruf auch aktiviert, so dass dafür die App nicht erforderlich ist, aber nach wie vor muss der Nutzer den Namen eines Skills kennen, um ihn nutzen zu können. Eine Übersicht der aktivierten Skills wäre hier eine große Hilfe, das gibt es aber auch für Show-Besitzer nur in der Alexa-App.

Einkaufen bei Amazon

Beim Einkaufen auf der Alexa-Webseite kommt das Display wieder ins Spiel. Wird nach einem bestimmten Produkt gesucht, erscheinen die dazu passenden Ergebnisse auf dem Display und können analog etwa zu Amazon Video per Sprache durchgeblättert werden. Das Stöbern in einem Online-Shop wird damit angenehmer als wenn alle Suchergebnisse nur gesprochen werden. Bei Bedarf kann die Einkaufsmöglichkeit bei Amazon komplett abgeschaltet werden - auch das geht nur in der Alexa-App, nicht über die Echo-Show-Einstellungen.

Insgesamt ist die Sprachbedienung des Show-Displays vorbildlich und wirkt gut durchdacht. Wenn eine Funktion oder ein Skill das Display unterstützt, dann gelingt das gut. Allerdings nutzen nicht alle Alexa-Funktionen das Display und andere Videodienste abseits von Amazon Video fehlen uns. Generell gewinnt Alexa mit dem Display und wird komfortabler, weil manche Informationen schneller angeschaut sind als angehört. Wir würden das Display aber gern mit mehr Diensten nutzen, als es Amazon gestattet.

Das Fire HD 10 ist auch Alexa-fähig und hat ein Display, macht aber fast alles ganz anders als der Echo Show.

Fire HD 10 ist doch ganz anders

Wie der Echo Show hat das Fire HD 10 ein Display und ist mit Alexa zu bedienen. Es ist seit Oktober 2017 in Deutschland verfügbar und Anfang November 2017 kam die Alexa-Integration als Update dazu. Mit einer Größe von 10,1 Zoll und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln ist der Bildschirm besser für das Schauen von Filmen und Serien geeignet als das 7-Zoll-Gerät. Als Tablet ist es außerdem bequem mobil nutzbar und kann auch mal in anderen Räumen verwendet werden, so dass auch Alexa mit einem Gerät in mehreren Räumen nutzbar ist, vorausgesetzt, man mag das Gerät umhertragen.



Das Tablet empfängt Alexa-Befehle ebenfalls auf Zuruf, hat aber keine Fernfelderkennung wie der Echo Show. Selbst in größeren Räumen reagiert das Tablet gut auf das Signalwort, wenn einigermaßen in Richtung des Geräts gesprochen wird. Amazon selbst gibt eine Reichweite von bis zu zwei Metern an, aber die Tablet-Mikrofone verstehen uns auch, wenn wir doppelt so weit weg waren. Auch wenn die Mikrofone nicht ganz so empfindlich wie bei den Echo-Lautsprechern sind, sind wir mit der Alexa-Erkennung zufrieden.

Wer ein Alexa-Gerät auch oft zur Musiknutzung verwenden will, sollte den Fire HD 10 meiden. Darin stecken typische Tablet-Lautsprecher, die aufgrund des geringen Platzbedarfs nicht viel Leistung haben. Das Gerät richtet sich gezielt an Nutzer, die Alexa in Verbindung mit einem Display nutzen möchten. Erstaunlicherweise bekommen Käufer eines Fire HD 10 aber nicht den Komfort eines Echo Show.

Sprachbedienung mit Einschränkungen

Es ist eher mit dem vergleichbar, was auf Fire-TV-Geräten möglich ist. Und das bedeutet entsprechende Einschränkungen bei der Nutzung nur mit Sprachbefehlen. Während Echo Show trotz Display komplett mit der Sprache bedient werden kann, ist das beim Fire HD 10 nicht möglich. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Amazon zwei Alexa-Display-Geräte so unterschiedlich behandelt.



Alexa-Ansagen erscheinen ebenfalls auf dem Tablet-Display und meist wird das größere Display sinnvoll genutzt. Es passen mehr Termine drauf und mehr Einträge aus der Einkaufs- oder Aufgabenliste. Wenn Alexa Texte vorliest, erscheinen die beim Echo Show mit karaokehaften Markierungen, der Text scrollt mit. Auf dem Fire HD 10 wird der Text einfach auf dem Display angezeigt, auch längere Passagen passen darauf. Selbst aus einiger Entfernung sind die Informationen gut ablesbar.

Alexa funktioniert auf dem Fire HD 10 auch, wenn das Tablet-Display ausgeschaltet ist. Dadurch stört es nicht weiter, dass es nichts Vergleichbares zum Echo-Leuchtring gibt, sobald Alexa aktiviert wird. Das Einschalten des Displays ist auffällig genug; zusätzlich zeigt ein blauer Balken am unteren Rand des Bildschirms an, dass Alexa gerade zuhört - wie auch beim Echo Show.

Mehr Platz auf dem Display

Wenn Echo Show den Kalender, die Einkaufsliste oder die Aufgabenliste anzeigen soll, passiert genau das und nur das. Anders ist es beim Fire HD 10: Hier liest Alexa - wie bei den Echo-Lautsprechern - alle Termine, Einkäufe oder Aufgaben immer komplett vor. Parallel werden Termine, Aufgaben und Einkäufe angezeigt. Anders als beim Echo Show unterscheidet Alexa auf dem Tablet nicht zwischen den Anweisungen "zeigen" und "lesen".



Wenn es um die Sprachsteuerung geht, werden die Unterschiede zwischen Alexas Verhalten auf den beiden Geräten mit Display noch größer. Wie auf den Fire-TV-Geräten kann auf dem Tablet keine Videowiedergabe nur mit der Sprache begonnen werden. Filme und Serien werden zwar gefunden, aber nur als Liste angezeigt. Hier müssen Nutzer den gefundenen Eintrag erst in der Liste auswählen und können dann in den Details die Wiedergabe beginnen. Das Blättern in den Suchergebnissen ist nicht möglich.

Videos lassen sich nicht per Zuruf abspielen

Nicht einmal die Watchlist von Amazon Video kann so angezeigt werden. Mit dem gleichen Befehl wie für den Echo Show reagiert das Tablet nur mit: "Ich kann das auf Provider nicht machen". Was auch immer das bedeuten soll, es funktioniert jedenfalls nicht. Wenn ein Video läuft, kann es per Sprachbefehl pausiert werden und es kann darin gespult werden, aber für die Wiedergabe muss man erst auf das Display tippen.



Das gilt so auch für viele andere Display-Funktionen, die auf dem Echo Show per Zuruf gesteuert werden können. Auf die gleichen Befehle verweigert Alexa auf dem Fire HD 10 ihren Dienst. Anders als beim Echo Show laufen auf dem Tablet beliebige Android-Apps und ein Browser ist vorinstalliert. Apps lassen sich auf Zuruf starten, mehr geht dann allerdings nicht. Die weitere Bedienung per Sprache ist nicht vorgesehen.

Alexa-Anruffunktionen fehlen

Auch an anderer Stelle ist das Tablet unnötig beschnitten. So sind alle Anruffunktionen auf dem Tablet deaktiviert. Nicht einmal das Anrufen von der Alexa-App aus ist möglich. Und angerufen werden kann das Tablet ebenfalls nicht. Dabei ist hardwaretechnisch alles da, was dafür nötig ist: Kamera und Display. Es ist sonderbar, dass die Funktionen hier offenbar sehr bewusst beschnitten wurden.



Damit nicht genug: Amazon tut alles, um den Nutzer zu verwirren. Laut Anzeige in der Alexa-App auf dem Fire HD 10 werden weder Wecker noch Timer oder Erinnerungen unterstützt. Das stimmt aber nicht. Wir konnten ohne Probleme auf Zuruf Wecker, Timer und Erinnerungen einstellen, die dann auch anstandslos funktionierten. In der Alexa-App lassen sich hingegen keine Wecker oder ähnliches einstellen.

Über die Schnelleinstellungen kann Alexa bequem ein- und ausgeschaltet werden. Wenn Amazons digitaler Assistent aber ausgeschaltet ist, gibt es anders als bei den Echo-Geräten keinen Hinweis am Gerät, etwa eine leuchtende LED. Im Grunde ist das vergleichbar mit der Stummschaltung der Mikrofone bei den Echo-Geräten. Das Fire-Tablet nimmt eine Sonderstellung im Vergleich zu den den Echo-Geräten ein: Bei den Echo-Lautsprechern lässt sich als Aktivierungswort auch Amazon, Echo oder Computer einstellen - das erfolgt über die Geräteeinstellungen in der Alexa-App. Beim Fire-Tablet findet sich eine solche Einstellung nicht in der Alexa-App. Denn das Signalwort wird in den Tablet-Einstellungen angepasst, allerdings hat der Nutzer hier nur die Wahl zwischen Alexa und Amazon; Echo und Computer stehen nicht zur Verfügung.

Alexa-Gerät mit langer Akkulaufzeit

Das Praktische am Fire HD 10 ist der eingebaute Akku. Dadurch erhält der Käufer ein Alexa-Gerät, das ohne Stromanschluss verwendet werden kann. Wir nutzten das Tablet vornehmlich für Alexa-Aufgaben und konnten es ohne Probleme zwei Wochen verwenden, ohne es zwischendurch aufladen zu müssen. Wenn zwischendurch noch Filme oder Serien darauf geschaut werden, verkürzt das die Akkulaufzeit entsprechend.



Das Fire HD 10 vermittelt den Eindruck, dass Amazon das Gerät nicht so am Herzen liegt. Es könnte eigentlich all das bieten, was auch mit dem Echo Show möglich ist - und noch mehr. Denn auf dem Tablet laufen auch Android-Apps und damit ist mehr machbar als mit dem Echo Show. Doch die Bedienung nur per Spracheingabe ist nicht möglich, das Display muss herangezogen werden.

Verfügbarkeit und Fazit

Der Echo Show kostet einzeln 220 Euro. Wer sich mit jemandem zusammentut, kann derzeit einiges sparen. Beim Kauf von zwei Echo Show reduziert sich der Einzelpreis auf 170 Euro. Das Fire HD 10 kostet in der Variante mit 32 GByte Flash-Speicher 160 Euro, das 64-GByte-Modell gibt es für 190 Euro. Das setzt ein aktives Prime-Abo voraus, hier reicht aber auch der Probemonat, um das Tablet vergünstigt zu erhalten. Ohne Prime-Abo ist der Anschaffungspreis jeweils 20 Euro höher. Hierbei sind die Spezialangebote aktiviert, also die Werbeeinblendungen auf dem Sperrbildschirm. Diese können gegen einen Aufpreis von 15 Euro abgeschaltet werden.

Fazit

Weder der Echo Show noch das Fire HD 10 sind unserer Meinung nach die perfekten Alexa-Display-Geräte. Dafür haben beide derzeit noch zu viele Unzulänglichkeiten. Alexa-Geräte mit Display geben aber schon einen Ausblick, was mit Alexa möglich wäre, zumindest auf dem Echo Show.

Das Display ist auch dem Echo Show gut in die Alexa-Bedienung eingebunden und die Sprachbedienung des Geräts ist vorbildlich gelöst. Wir haben uns schnell daran gewöhnt, Statusinformationen auf dem Display sehen zu können und diese nicht abfragen zu müssen. Das unbedingte Killer-Feature für das Alexa-Display fehlt uns allerdings noch. Es wäre nett, wenn Anwender mit Sprachsteuerung auf beliebigen Webseiten stöbern oder auch andere Videodienste als den von Amazon nutzen könnten. Das würde den Echo Show universeller machen.

Eine große Enttäuschung bleibt die Alexa-App für Android und iOS. Diese wird als zentrales Steuerungselement für Alexa immer wichtiger, wird aber sträflich vernachlässigt. Die Geschwindigkeitsprobleme in der App sind unzumutbar und schmälern damit auch den Komfort von Alexa. Hier sollte Amazon ganz dringend nachbessern. Alexa selbst reagiert auf beiden Geräten vorbildlich schnell.

Am Echo Show stört uns, dass das Gerät viel zu schnell wieder zum Startbildschirm wechselt, wenn gerade ein Skill, eine Watchlist oder Ähnliches geöffnet sind. Dann müssen wir alle Bedienungsschritte umständlich wiederholen. Die ständig eingeblendeten Informationen auf dem Alexa-Startbildschirm ergeben für uns nicht so viel Mehrwert, dass es sich lohnt, das Display ständig angeschaltet zu lassen. Hier wünschten wir uns eine Möglichkeit, nur den Bewegungs- und Lichtsensor ausschalten und ein verkürztes Abschaltintervall für das Display auswählen zu können.

Auch wenn Alexa durch das Display gewinnt, fällt es derzeit schwer, damit einen Aufpreis von 70 Euro für den Echo Show im Vergleich zum Echo Plus zu begründen. Immerhin gibt es dafür einen deutlich besseren Klang: Der Echo Show ist zwar klanglich der beste Echo-Lautsprecher, den Amazon bisher anbietet. Genauso teure reine Lautsprecher schaffen hier aber wesentlich mehr.

Noch weniger als Kaufgrund taugt die Kombination aus Alexa und Display beim Fire-HD-10-Tablet. Wir finden es schade, dass sich Alexa auf den beiden Displaygeräten so unterschiedlich verhält. Die Alexa-Integration wirkt auf dem Tablet unfertig, nicht einmal Filme lassen sich auf Zuruf wiedergeben. Mehr als das Starten von Apps ist abseits der sonstigen Alexa-Funktionen mit der Stimme nicht möglich. Wir wünschen uns für das Gerät eine mit dem Echo Show vergleichbare Sprachbedienung, um auch mit der Stimme etwa durch Apps navigieren zu können.

Wir sehen ein großes Potenzial für Echo-Lautsprecher mit Display, aber hier hat Amazon noch viel Arbeit vor sich. Darüber hinaus erwarten wir eine konsistente Bedienung für alle Alexa-fähigen Geräte mit Display.  (ip)


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