Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/wilhelm-tel-weiterer-kabelnetzbetreiber-schaltet-analog-tv-ab-1711-131242.html    Veröffentlicht: 20.11.2017 15:59    Kurz-URL: https://glm.io/131242

Wilhelm.tel

Weiterer Kabelnetzbetreiber schaltet Analog-TV ab

Wilhelm.tel beendet im südlichen Schleswig-Holstein und in großen Teilen Hamburgs das analoge Fernsehen. Eine Einführung von Docsis 3.1 ist nicht geplant.

Der Stadtnetzbetreiber Wilhelm.tel wird die Verbreitung analoger Fernsehprogramme einstellen. Das gab die Stadtwerketochter am 20. November 2017 bekannt. Die Umstellung wird Kabel 4.0 genannt.

Analoge und digitale Sender belegen laut Unternehmensangaben fast genau den gleichen Anteil der verfügbaren Kapazitäten. Dabei machen aber die analogen Sender nur neun Prozent der insgesamt ausgestrahlten Sender aus.

In der Zeit vom 15. Januar bis 25. März 2018 werden zuerst alle Norderstedter Haushalte umgestellt. Die Umstellung erfolgt durch Wilhelm.tel und für den Kunden automatisch. Ein Sendersuchlauf ist für Kunden, die bereits digital fernsehen, nicht nötig.

Wilhelm.tel: Verteilung des TV-Signals im Haus über Koax

In Hamburg hat Wilhelm.tel eine Partnerschaft mit Willy.tel. Unternehmenssprecher Oliver Weiß sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir versorgen Norderstedt und umliegende Gemeinden im südlichen Schleswig-Holstein sowie große Teile Hamburgs. Die Umstellung im ersten Quartal betrifft zunächst nur Norderstedt. Dort versorgen wir rund 31.000 Haushalte, was etwa 90 Prozent entspricht. Die Planungen für die weiteren Versorgungsgebiete folgen dann. Je nach Versorgungsgebiet handelt es sich um FTTH- oder Koax-Anschlüsse. Die Verteilung des TV-Signals im Haus erfolgt in der Regel über Koaxverbindungen."

Die Einführung von Docsis 3.1 ist den Angaben zufolge im jetzigen Schritt nicht geplant.

"Rund 300 neue Sender - egal, ob SD, HD oder UHD - kann das Netz so aufnehmen. Möglichst viele dieser Sender sollen freie Programminhalte beinhalten. Denn die Bereitschaft für Programmfernsehen in HD- statt SD-Qualität Geld auszugeben, scheint gering" sagte Theo Weirich, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Wilhelm.tel.  (asa)


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