Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/dynamisches-hdr-vestel-fernseher-unterstuetzen-kuenftig-dolby-vision-1711-131131.html    Veröffentlicht: 14.11.2017 11:32    Kurz-URL: https://glm.io/131131

Dynamisches HDR

Vestel-Fernseher unterstützen künftig Dolby Vision

Dolby ist es gelungen, den Fernseherhersteller Vestel davon zu überzeugen, Dolby Vision als HDR-Format zu unterstützen. Doch der Hersteller ist hierzulande vor allem nur über seine Ifa-Präsenz bekannt und verkauft seine Geräte unter der japanischen Marke Toshiba.

Vestel-Fernseher werden in Zukunft Dolby Vision als dynamisches HDR-Format unterstützen. Damit bekommt das Dolby-Vision-Lager einen weiteren Hersteller im Kampf um das bestimmende HDR-Format. Während HDR10 oder zumindest HDR8 von vielen UHD-TV-Herstellern unterstützt wird - dem HDR-Format mit statischen Metadaten, dessen Bereich zum Filmbeginn definiert wird -, arbeiten die anderen Formate nicht auf allen Fernsehern. Neben dem statischen Broadcast-Standard HLG gibt es noch das dynamische HDR+, das insbesondere Samsung und Panasonic unterstützen, aber noch nicht fertig ist. Insbesondere LG hält zu Dolby Vision, hat allerdings bis heute erhebliche Probleme, die Technik bei seinem Zuspieler UP970 in den Griff zu bekommen.

Vestel unterstützt nun das Vision-Lager im tendenziell günstigen Bereich. Vielen Anwendern ist die türkische Firma eher unbekannt. Sie fällt allerdings jedes Jahr durch einen sehr großen Stand auf der Ifa in Berlin auf und ist trotzdem eine Größe, nur nicht unbedingt unter dem eigenen Namen. Toshiba-Fernseher stammen beispielsweise mitunter von Vestel und ähnliche Konstrukte gibt es mit anderen Namen. Inwiefern sich dies auf Marken wie Toshiba auswirkt, ist noch unbekannt. Vestel will aber seine gesamte UHD-Produktpalette tauglich für Dolby Vision machen.

Geplant ist, neben den LCD-basierten Geräten auch die neuen OLED-Fernseher in die Lage zu versetzen, Dolby Vision auszugeben.

Viel Material gibt es allerdings noch immer nicht in Dolby Vision. Gerade einmal mehr als 125 Stunden sollen für Endkunden existieren. Das verteilt sich zudem auf verschiedene Plattformen. Manches existiert als 4K-Blu-ray. Anderes gibt es etwa bei Streamingdiensten wie Netflix.  (ase)


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