Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-htcs-u11-plus-sollte-eigentlich-das-pixel-2-xl-werden-1711-130955.html    Veröffentlicht: 03.11.2017 10:20    Kurz-URL: https://glm.io/130955

Google

HTCs U11 Plus sollte eigentlich das Pixel 2 XL werden

Das diese Woche vorgestellte U11 Plus von HTC ist eigentlich als das große Pixel-2-Smartphone gedacht gewesen. Warum es nicht zum Pixel 2 XL wurde, ist nicht bekannt. Die Entscheidung lag wohl bei Google.

Beim Pixel 2 XL hat sich Google gegen HTC und für LG entschieden. Eine vertrauliche Quelle aus dem Umfeld von HTC und Google hat The Verge bestätigt, dass Google eigentlich erst das U11 Plus als Pixel 2 XL auf den Markt bringen wollte. Aber dann hat sich Google dazu entschieden, das Pixel 2 XL lieber zusammen mit LG zu entwickeln. Ein Grund dafür ist nicht bekannt.

Ärger mit dem Pixel 2 XL

Derzeit hat Google mit dem Pixel 2 XL einigen Ärger: Anwender beklagen, dass sich in kürzester Zeit Informationen in das POLED-Display einbrennen und damit bei der Nutzung stören. Derzeit laufen noch die Untersuchungen bei Google und noch ist auch nicht bekannt, wie der Hersteller damit umgeht.

Einige Käufer eines Pixel 2 XL scheinen Opfer mangelnder Qualitätskontrolle geworden zu sein. Sie haben das teure Oberklasse-Smartphone ohne lauffähiges Betriebssystem geliefert bekommen. Statt der Android-Oberfläche erschien nur eine Fehlermeldung. Laut Google soll das Problem zwar behoben sein, es ist aber unklar, was damit gemeint sein soll.

HTC setzt beim U11 Plus auf ein 2:1-Display

Das U11 Plus hat eine ähnliche technische Ausstatung wie das normale U11, hat aber ein langgezogenes 6-Zoll-Display im 2:1-Format. Der Touchscreen liefert eine Auflösung von 2.880 x 1.440 Pixeln und zeigt Inhalte entsprechend scharf an. Anders als das Pixel 2 XL wird hier kein POLED-Panel, sondern ein klassisches LCD verwendet. Auch im kleineren Pixel 2 gibt es ein OLED-Display - und beide Displays haben ein echtes Always-On-Display, das mit OLED-Technik möglich ist. Beim U11 Plus schaltet sich das Always-On-Display erst an, wenn das Smartphone bewegt wird.

Mit Hilfe von Software-Anpassungen will HTC erreichen, dass das U11 Plus bequem mit einer Hand bedient werden kann. Die Funktion Edge Sense ist auch hier dabei: Indem das Smartphone an den Gehäuseseiten quasi zusammengedrückt wird, können Apps oder Funktionen aufgerufen werden. Als Neuerung gibt es einen einen speziellen Daumen-Launcher, der wahlweise eher links oder rechts angeordnet ist. Dadurch können mit dem Daumen etliche Apps gestartet oder Funktionen des Smartphones umgeschaltet werden.

HTC will das U11 Plus Ende November 2017 oder Anfang Dezember 2017 zum Preis von 800 Euro auf den Markt bringen. Anfang nächsten Jahres soll das Smartphone auch mit halbtransparenter Rückseite erscheinen.  (ip)


Verwandte Artikel:
HTC U11 Plus im Hands On: Oreo-Smartphone im schmalen Format kommt mit Edge Sense   
(02.11.2017, https://glm.io/130919 )
Google: Übernahme von Teilen der HTC-Smartphone-Sparte abgeschlossen   
(30.01.2018, https://glm.io/132473 )
Smartphones: Einmal das schöne Blaue, bitte!   
(31.12.2017, https://glm.io/131731 )
Modulare Smartphones: Lenovo kann Moto-Mods-Versprechen nicht halten   
(11.03.2018, https://glm.io/133266 )
Galaxy S9 und S9+ im Test: Samsungs Kamera-Kompromiss funktioniert   
(08.03.2018, https://glm.io/133164 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/