Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/rubberdome-tastaturen-im-test-das-gummi-ist-nicht-dein-feind-1711-130937.html    Veröffentlicht: 08.11.2017 12:00    Kurz-URL: https://glm.io/130937

Rubberdome-Tastaturen im Test

Das Gummi ist nicht dein Feind

Mechanische Tastaturen sind toll, Rubberdome-Keyboards taugen nichts - das ist die Meinung vieler Nutzer. Das stimmt jedoch nicht: Bereits vor Jahrzehnten gab es gute Tastaturen mit Gummimembranen. Golem.de hat sich einige neue und alte Keyboards angesehen und vier Empfehlungen parat.

Rubberdome-Tastaturen haben verglichen mit mechanischen Tastaturen einen schlechten Ruf. Der Tastaturanschlag bei Keyboards mit Gummi-Matte gilt häufig als zu wabbelig, ohne definierten Auslösepunkt und richtiges Anschlagsgeräusch - also das genaue Gegenteil einer guten mechanischen Tastatur.

An deren Qualität kommen Rubberdomes schlicht nicht heran - oder etwa doch? Wir zeigen, dass es sie gibt: Tastaturen mit Gummimembran, die einen guten Anschlag haben und sich mit der mechanischen Konkurrenz messen können. Dabei können wir sowohl auf Klassiker als auch auf neue Tastaturen zugreifen, denn gute Rubberdomes sind keine Erfindung der Neuzeit.

Die unterschiedliche Funktionsweise einer Rubberdome-Tastatur zu einem mechanischen Keyboard ist schnell erklärt: Anstatt einen Kontakt innerhalb eines Switches zu schließen, der die Ausgabe des jeweiligen Buchstabens auslöst, bestehen die meisten Rubberdome-Tastaturen aus einer Kontaktplatine, auf der eine Gummimatte liegt. Diese Matte besteht aus kleinen Erhebungen (Domes), auf die der Nutzer mit seinem Tastaturanschlag drückt.

Rubberdome-Tastaturen sind günstiger zu produzieren

Eine Taste drückt dabei den Dome nach unten, ein leitendes Stück Gummi im Inneren des Domes schließt dabei den Kontakt auf der Platine - der Buchstabe erscheint auf dem Display. Dieser Mechanismus ist in der Produktion weitaus günstiger herzustellen als eine Tastatur, die aus einzelnen, mechanischen Switches besteht.

Das Vorurteil, dass Rubberdomes per se schlecht sind, dürfte mit dem Umstand zu tun haben, dass es wirklich viele schlechte Tastaturen dieser Bauart gibt. Im Low-End-Bereich ist der Tastaturanschlag häufig schwammig, die Tasten wackeln und müssen komplett durchgedrückt werden. Dann wird der Nutzer meist mit einem wabbeligen Druckpunkt begrüßt. Die Ausnahmen sind es aber wert, betrachtet zu werden.

Razer kombiniert Rubberdome und Klick

Eine der positiven Ausnahmen ist Razers aktuelle Tastatur Ornata Chroma: Abgesehen davon, dass Nutzer die Tasten in gefühlt 20 Fantastilliarden Farben leuchten lassen können (worauf wir uns hier nicht konzentrieren wollen), hat die Ornata einen speziellen Tastaturmechanismus. Im Grunde ist die Tastatur ein normales Rubberdome-Keyboard, über den Gummi-Domes hat jede Taste allerdings eine Führung eingebaut.

Diese nimmt nicht nur die Tastaturkappe auf, sondern hat auch einen Klickmechanismus eingebaut. Entsprechend ist die Ornata eine klickende Rubberdome-Tastatur, deren Tippgefühl dank der recht festen Domes und des Klickens sehr gut ist. Trotz der Pseudo-Switch-Konstruktion ist die Ornata im Herzen eine Rubberdome-Tastatur, wir müssen die Tasten also auch hier ganz durchdrücken. Der Hubweg ist allerdings recht kurz, was uns bei schnellem Tippen entgegenkommt.

Tolles Tippgefühl für Vielschreiber

Die Ornata soll sich Razer zufolge natürlich besonders für Gaming eignen, wir konzentrieren uns aber eher auf das Tippen mit der Tastatur. Wie alle Keyboards mit Klick erfordert auch die Ornata geduldige oder taube Kollegen. Das Tippgeräusch ist zwar nicht so laut wie bei einer Model M oder so hochfrequent wir bei einer Tastatur mit Cherrys MX-Blue-Switches, aber dennoch laut genug, um es deutlich zu hören. Entschädigt werden Nutzer dafür mit einem sauberen Anschlag und einem sehr angenehmen Tippgefühl.

Von der Verarbeitung her ist die Oranat Chroma hochwertig: Das Gehäuse ist aus mattem, schwarzen Kunststoff, die Ränder sind schräg. Die Tastatur ist verwindungssteif und macht einen sehr stabilen Eindruck.

Lieferung inklusive Handballenauflage

Bei einem vernünftigen Preis von derzeit um die 100 Euro gehört die Ornata Chroma zu den besten Rubberdome-Tastaturen, die wir kennen. Im Preis inbegriffen ist eine gut verarbeitete Handballenauflage, die optimal an die Tastatur passt. Wir geben aber zu, dass das Klicken nicht jedermanns Sache ist - wie auch bei mechanischen Tastaturen, wo Clicky-Switches auch nicht jedem gefallen.

Für Klick-Hasser haben wir einen weiteren Tastatur-Vorschlag, der allerdings nicht mehr im Handel zu finden ist: die Olivetti ANK 27. Olivetti, italienischer Traditionshersteller von Schreibmaschinen, später Rechenmaschinen und Computern, lieferte in den 1980er Jahren seine Computer mit verschiedenen Tastaturen aus. Ein Modell war die ANK 27, eine gut verarbeitete, kompakte Rubberdome-Tastatur.

Olivetti hat schon vor 30 Jahren gute Rubberdomes gebaut

Die ANK 27 hat, wie die ANK 25, sehr definierte Rubberdomes, die - ganz anders als die Vorurteile es implizieren - weder wabbelig sind noch einen schwammigen Anschlag haben. Im Gegenteil: Der Hubweg ist kurz und knackig, die Tasten geben beim Tippen ein dumpfes Geräusch von sich, das wir als sehr angenehm empfinden.

Der Anschlag der Olivetti ist wesentlich taktiler als bei der Ornata, das Tippgefühl ist entsprechend ganz anders. Durch den taktilen Anschlag fällt es uns leichter, blind auf der Tastatur zu tippen; wir mögen die Rückmeldung, die uns der taktile Widerstand gibt. Tippen auf der ANK 27 macht einfach Spaß, besonders Vieltipper werden den Anschlag der Tastatur zu schätzen wissen.

Olivettis Tastatur kann sanft getippt werden

Für Nutzer in Büros mit geräuschempfindlichen Kollegen ist die Olivetti gut geeignet, auch wenn sie nicht flüsterleise ist. Hier kann der Nutzer aber regulierend eingreifen: Die Tastatur benötigt keinen harten Anschlag, weshalb es sich lohnt, beim Tippen einfach ein wenig Kraft wegzunehmen. Die eigenen Hände und die Kollegen werden es einem danken.

Die Verarbeitung der ANK 27 ist sehr gut: Die Tastatur ist aus sehr stabilem Kunststoff gefertigt. Entsprechend ist das Keyboard verwindungssteif. Über das Design könnte man streiten, die bernsteinfarbenen Kontrollleuchten sind unserer Meinung aber ein Hingucker. Zudem ist die Tastatur ziemlich kompakt. Da es sich um ein 30 Jahre altes Keyboard handelt, ist der Kunststoff allerdings meist vergilbt - hier lohnt es sich, über Retrobrightening nachzudenken. Wir haben unser Modell mit einem Wasserstoffperoxid-Gel wieder gut aufgehellt bekommen.

In Italien häufig zu finden

Die ANK 27 ist aufgrund der Herkunft des Herstellers in Italien weit verbreitet, entsprechend finden sich beim italienischen Ebay immer einige Angebote. Inklusive Versandkosten nach Deutschland müssen Käufer mit Kosten zwischen 50 und 60 Euro rechnen. Die Tastatur hat einen PS/2-Anschluss, benötigt also einen entsprechenden USB-Konverter. Hier lohnt es sich, mehrere Konvertermodelle auszuprobieren: Wir hatten mit besonders preiswerten Konvertern Probleme. Einen Umbau wie bei unserer Model M halten wir nicht für sinnvoll, da die Tastatur problemlos mit einem etwas hochwertigeren Konverter betrieben werden kann. Diese kosten zwischen 10 und 15 Euro.

Neben der ANK 27 haben wir noch einen zweiten Klassiker in unserem Testfeld anzubieten. Der ist etwas seltener, gehört aber zu den interessantesten Rubberdome-Klassikern: Qtronix Scorpius F2Q-QX083. Die QX083 hat einen dermaßen taktilen und harten Anschlag, dass viele zunächst nicht vermuten, dass es sich um eine Rubberdome-Tastatur handelt.

Qtronix QX083 erfordert Kraft im Finger

Das Geheimnis der QX083 liegt am recht widerstandfähigen Material der Domes: Vergleichen wir den Widerstand mit dem der ANK 27, so sind die Tasten der Qtronix-Tastatur noch taktiler. Durchdrücken müssen wir sie immer noch, weil es sich im eine schlichte Membran-Architektur handelt. Das Tippgefühl ist aber sehr fest und alles andere als schwammig.

Anders als bei anderen Rubberdome-Tastaturen, wie etwa der ANK 27, stoßen wir beim Entfernen der Tastaturkappen bei der QX083 nicht auf ein Loch, in dem wir direkt den Dome erkennen können. Stattdessen hat die QX083 Slider eingebaut, in denen die Kappen sitzen und die auf den Dome drücken. Durch deren Führung bekommen die Tasten einen zusätzlichen Widerstand. Durch leichtes Ölen der Slider lässt sich die nötige Anschlagshärte etwas reduzieren.

Auch Rubberdome kann richtig laut

Beim Tippen macht die QX083 verglichen mit anderen Rubberdome-Tastaturen ziemlich viel Lärm. Dieser wird interessanterweise hauptsächlich beim Zurückschnellen der Tasten verursacht - das Geräusch beim Herunterdrücken ist eigentlich recht leise. Der Anschlag der QX083 ist verglichen mit den anderen Tastaturen in diesem Test (und auch verglichen mit den meisten aktuellen mechanischen Tastaturen) ohne Übung fast schon als anstrengend zu bezeichnen: Der taktile Widerstand ist sehr hoch und dürfte für viele Nutzer gewöhnungsbedürftig sein.

Eine Eingewöhnungszeit ist bei der QX083 definitiv nötig. Belohnt werden Nutzer mit einem für eine Rubberdome-Tastatur sehr genauen Tippgefühl und einem tollen Geräusch beim Schreiben. Gewöhnungsbedürftig ist die QX083 allerdings nicht nur aufgrund ihres Anschlags, sondern auch wegen ihres Formates: Die Tastatur hat ein 75-Prozent-Layout. Auf einen separaten Nummernblock wird verzichtet, ebenso auf den Zusatztastenblock und separat platzierte Pfeiltasten.

Kleines Format ohne viel Umgewöhnung

Diese werden zusammen mit den anderen Navigationstasten direkt in den Hauptblock der Tastatur integriert. Das erfordert jedoch kaum Umgewöhnung, da die häufig benutzten Pfeiltasten wie gehabt in T-Form am rechten unteren Rand der Tastatur zu finden sind. Die Num-Lock-, Druck-, Rollen- und Pause-Tasten befinden sich rechts neben den F-Tasten, die eine eigene Reihe über dem Hauptblock bilden.

F11 und F12 sind nur über die Fn-Taste erreichbar, ansonsten müssen Nutzer bei der QX083 keine Shortcuts verwenden. Das 75-Prozent-Format ist ideal, um Platz zu sparen, aber möglichst wenig Kompromisse bei der Handhabung eingehen zu müssen. Der Nummernblock ist im Hauptblock als Zweitbelegung untergebracht und nach Druck der Num-Lock-Taste erreichbar.

Das Gehäuse der QX083 ist aus Kunststoff gefertigt. Die Tastatur wirkt auf den ersten Blick etwas billig, ist aber stabil und robust gebaut und erstaunlich verwindungssteif.

Preise liegen meist unter 50 Euro

Die Qtronix Scorpius QX083 ist hin und wieder bei Ebay zu finden, allerdings nicht allzu häufig. Die Preise liegen meist bei weit unter 50 Euro. Die Tastatur hat, wie auch die ANK 27, keine Windows-Taste und benötigt ebenfalls einen PS/2-Konverter, um sie per USB an einen modernen Rechner anschließen zu können.

Elektrisch-kapazitive Switches für einen weichen Anschlag

Die letzte Tastatur in unserem Test stammt wieder aus der Neuzeit und stellt eine Weiterentwicklung der klassischen Rubberdome-Technik dar: Die Plum EC 84 von NIZ verwendet elektrisch-kapazitive Switches, die vor allem durch den japanischen Hersteller Topre bekanntgemacht wurden. Die Switches haben ebenfalls Domes aus Gummi, unter diesen ist allerdings noch eine Metallfelder eingebaut.

Buchstaben werden bei dieser Konstruktion nicht durch den Kontakt eines leitenden Gummistückes ausgelöst, wie es normalerweise bei Rubberdome-Tastaturen der Fall ist. Stattdessen erfolgt der Kontakt elektrisch-kapazitiv über die Feder im Gummi-Dome. Der Kreislauf wird bereits geschlossen, bevor die Taste komplett durchgedrückt wird - die NIZ-Tastatur ist entsprechend eine der wenigen Rubberdome-Keyboards, bei dem die Tasten nicht durchgedrückt werden müssen.

35 Gramm Widerstand sind sehr wenig

Wie bei Original-Topre-Schaltern gibt es auch die NIZ-Tastaturen in verschiedenen Druckstärken. Unser Modell hat den kleinsten verfügbaren Widerstand von 35 Gramm - was sehr wenig ist und entsprechend zu einem butterweichen Anschlag ohne nennenswerten taktilen Widerstand führt. Das Tippgefühl ist zunächst ungewohnt, wir finden den sehr leichten Anschlag aber schnell sehr angenehm.

Dass es sich bei der Plum EC 84 um eine Rubberdome-Tastatur handelt, dürften die meisten Nutzer zunächst nicht merken. Die Tastatur könnte mit ihrem weichen Anschlag und komplett fehlender Rubberdome-Schwammigkeit auch für eine mechanische Tastatur gehalten werden - dann allerdings eine mit sehr weichen und reibungsarmen Switches.

Wer locker tippt, tippt leise

Das Tippgeräusch kann bei sehr leichtem Anschlag - mehr ist dank der Switches ja nicht nötig - auf einem sehr niedrigen Level gehalten werden. Ein harter Anschlag ist bei der Plum EC 84 absolut nicht nötig, an den sehr geringen Widerstand dürften sich die meisten Nutzer aber erst einmal gewöhnen müssen.

Dass sich originale Topre-Schalter bislang kaum nennenswert verbreitet haben, dürfte an ihrem hohen Preis liegen. Sie werden fast ausschließlich in Tastaturen des japanischen Herstellers verbaut, die in Europa schwer zu bekommen und teuer sind. Coolermaster hatte eine Zeit lang eine Tastatur mit Topres im Lineup, verkauft diese aber nicht mehr.

Greifen Nutzer allerdings auf Topre-Clones wie die Plum EC 84 zurück, sind Tastaturen bereits für um die 100 Euro erhältlich. Die Plum EC 84 haben wir direkt aus China bestellt, einen deutschen Vertrieb gibt es unseres Wissens nach nicht. Der Nachteil: Die Tastatur hat ein US-Layout. Allerdings haben die Tasten einen Cherry-MX-Mount, entsprechend können Nutzer auch andere Keycaps verwenden.

Angenehmes Gefühl und Geräusch beim Tippen

Wir haben uns jedoch entschieden, blind auf Deutsch auf dem US-Layout zu tippen - auch, weil uns die Qualität der Keycaps überzeugt hat. Sie sind aus dickem Kunststoff, die Beschriftung ist mit einem Laser in die Oberfläche gebrannt (Laser Etching). Das Tippgeräusch ist angenehm dumpf und - je nach Stärke des Anschlags - mitunter nur ein leises Klackern. Die Plum EC 84 eignet sich entsprechend gut für Büros, sofern man sich leichthändiges Tippen angewöhnt. Das Tippgefühl ist tatsächlich federleicht, der Anschlag ist aber möglicherweise nicht jedermanns Geschmack.

Wie der Name der Tastatur andeutet, hat sie 84 Tasten. Es handelt sich wie bei der Qtronix-Tastatur also um ein 75-Prozent-Keyboard. Die Aufteilung ist dabei fast identisch mit der Qtronix, die NIZ-Tastatur hat aber volle zwölf F-Tasten. Dank eines eingebauten Speichers kann die Plum EC 84 vollständig programmiert werden: Auf jeder Taste können wir ein Makro ablegen.

Sehr gute Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität der Tastatur ist sehr gut: Das Gehäuse ist aus weißem Kunststoff, der verwindungssteif und gut verarbeitet ist. Auf der Rückseite hat das Keyboard zwei gummierte ausklappbare Füße, das mit Stoff ummantelte Kabel lässt sich über einen Kabelkanal effizient aus dem Gehäuse führen.

Die Plum-Tastaturen von NIZ sind über Importhändler erhältlich, auch mit 87 oder vollen 108 Tasten sowie mit RGB-Beleuchtung. Wir haben unsere Tastatur über Aliexpress bestellt, sie hat keine Beleuchtung und kostet inklusive Versand 105 Euro. Die volle Version mit Nummernblock kostet ohne Beleuchtung 130 Euro, mit RGB-Lämpchen knapp 150 Euro.

Fazit

Rubberdome-Tastaturen zu verteufeln ist einfach: Es gibt eine Menge schlechter Keyboards, die Gummimembranen verwenden. Zwischen diesen Nieten finden sich aber auch tolle Tastaturen, die es absolut mit guten mechanischen Tastaturen aufnehmen können.

Unser Test zeigt, dass wir nach einem guten Rubberdome-Keyboard nicht zwingend nur bei aktuellen Modellen schauen müssen. Wir haben zwei gute Gummimembran-Tastaturen der Vergangenheit vorgestellt, darüber hinaus gibt es natürlich noch mehr. Alle aufzuführen, würde den Umfang dieses Tests allerdings sprengen.

Einige Hersteller versuchen, Rubberdomes zu verbessern

Erfreulich ist, dass auch aktuell Hersteller versuchen, nicht nur einfache, kostengünstige Rubberdome-Tastaturen zu produzieren, sondern auch die Tippqualität zu verbessern. Razers Ornata Chroma ist ein gutes Beispiel dafür: Dank des eingebauten Klicks verändert sich das Schreibgefühl komplett, das Keyboard eignet sich damit hervorragend für Vieltipper.

Mit elektrisch-kapazitiven Switches, wie sie zuerst Topre hergestellt hat und wie sie in der Tastatur von NIZ eingesetzt werden, gibt es zudem noch eine weitaus raffiniertere Rubberdome-Variante. Diese beseitigt einige der bestehenden Nachteile von Rubberdomes, beispielsweise die Notwendigkeit, die Tasten immer voll durchdrücken zu müssen.

Das Tippgefühl unterscheidet sich fundamental von allen anderen Rubberdome-Tastaturen, die wir kennen - auch von allen anderen in unserem Test. Die NIZ-Tastatur kann sehr leise getippt werden, was sie stark von der QX083 von Qtronix unterscheidet.

Wie bei mechanischen Tastaturen gibt es auch bei Rubberdome-Keyboards nicht ein allgemeines Tippgefühl oder eine Art von Anschlag: Die Keyboards unterscheiden sich, wie sich eine Tastatur mit Cherry-MX-Schaltern von einer mit Matias Silent-Click-Switches unterscheidet. Es lohnt sich für Liebhaber von Tastaturen, auch die Gummi-Keyboards zu beachten - unser Test soll hierfür ein Ansporn sein.  (tk)


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