Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/chrysler-waymo-zeigt-das-innere-seines-autonomen-taxis-1711-130901.html    Veröffentlicht: 01.11.2017 07:51    Kurz-URL: https://glm.io/130901

Chrysler

Waymo zeigt das Innere seines autonomen Taxis

Waymo zeigt mit einem umgebauten Chrysler Pacifica Minivan, wie sich das Unternehmen vollkommen autonom fahrende Autos vorstellt, die als Taxis eingesetzt werden. Ein Fahrer, der notfalls eingreifen kann, wird nicht mehr gebraucht.

Waymo will autonom fahrende Autos auf die Straße bringen, in denen der Mensch nur noch Passagier ist und nicht mehr aktiv eingreifen kann. Das Unternehmen demonstrierte auf seinem Testgelände vor Journalisten, wie die Fahrzeuge sich bewegen, Gefahren ausweichen und mit anderen Fahrzeugen, Fußgängern und Radfahrern interagieren, wie IEEE Spectrum berichtet.

Nach dem System der US-Straßenverkehrsbehörde NHTSA gibt es vier Stufen von assistiertem und automatisiertem Fahren (PDF). Waymo will Level-4-Autonomie anbieten, bei der kein Fahrer mehr nötig ist. Tesla, Audi, Cadillac und die meisten anderen Automobilhersteller sind gerade dabei, Stufe 3 einzuführen, bei der das Fahrzeug in einigen Situationen wie auf Autobahnen Fahraufgaben übernehmen kann. Der Fahrer muss aber stets die Straße im Auge behalten und notfalls eingreifen. Wenn das nicht mehr erforderlich wäre, könnten die Autos auch ganz anders gebaut werden.

Die Chrysler Pacifica, die Waymo einsetzt, sind mit 12-Zoll-Bildschirmen ausgerüstet, die auf den Rückseiten des Fahrer- und Beifahrersitzes montiert sind. Diese zeigen zunächst einen Begrüßungsbildschirm mit Hinweisen zum Anschnallen und Drücken einer Start-Taste des Fahrzeugs. Wenn der Van in Bewegung ist, zeigt der Bildschirm eine vereinfachte Visualisierung seiner Umgebung, einschließlich der Verkehrsteilnehmer, Fahrspuren und Kreuzungen. Dies solle Mitfahrern Vertrauen geben, dass dem Fahrzeug nichts entgehe, heißt es bei The Verge, wo auch Fotos des Innenraums gezeigt werden.

Ohne Rückkopplung zum Hersteller geht es aber nicht. Es gibt eine Taste, mit der die Passagiere die Zentrale anrufen können, sowie einen Knopf, der die Türen ver- und entriegeln kann. Auch ein Stoppknopf ist vorhanden, um die Fahrt vorzeitig zu beenden. Das Kontrollzentrum kann die Fahrzeuge aus der Ferne ansteuern, wenn diese nicht selbst die Fahrt fortsetzen können.

Google begann im April 2016 mit den Tests in Phoenix. Seit Anfang 2017 ist die inzwischen ausgegliederte Firmentochter Waymo mit umgebauten Fiat-Chrysler-Minivans in dem Wüstenstaat unterwegs. Waymo setzt die Arbeiten des Google Driverless Car der Firma Alphabet fort und wurde im Dezember 2016 als Tochtergesellschaft von Alphabet gegründet.  (ad)


Verwandte Artikel:
Statt Testfahrern: Kalifornien verlangt Fernsteuerung autonomer Autos   
(27.02.2018, https://glm.io/133029 )
Forschung: Toyota steckt Milliarden in autonome Autos   
(03.03.2018, https://glm.io/133127 )
Waymo: Robotaxis sollen 2018 in kommerziellen Betrieb gehen   
(19.02.2018, https://glm.io/132840 )
Technologiediebstahl: Uber und Waymo beenden Rechtsstreit   
(10.02.2018, https://glm.io/132699 )
Smartphones: Android-Nutzer sind loyaler als iPhone-Besitzer   
(12.03.2018, https://glm.io/133273 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/