Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ego-saar-vectoring-im-saarland-bald-flaechendeckend-1710-130873.html    Veröffentlicht: 29.10.2017 14:03    Kurz-URL: https://glm.io/130873

eGo-Saar

Vectoring im Saarland bald flächendeckend

Im Saarland soll im kommenden Jahr der komplette Ausbau mit bis zu 100 MBit/s geschafft sein. Die Deutsche Telekom, Inexio und VSE NET sind beteiligt.

Im Saarland werden gegenwärtig zahlreiche Ortschaften mit Vectoring angeschlossen. Das gab das Breitbandbüro Saar (eGo-Saar) bekannt. Zum Auftakt der Ausbauarbeiten im Regionalverband kamen in dieser Woche Vertreter der Projektbeteiligten eGo-Saar, Landesregierung und VSE NET in Heusweiler zusammen.

In vielen unterversorgten Orten laufen seit Kurzem Ausbauarbeiten an. Ziel ist, bis Ende 2018 eine flächendeckende Versorgung des Saarlandes mit Datenübertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zu erreichen. Der Breitbandplan der Bundesregierung sieht vor, dass in diesem Zeitraum in ganz Deutschland Internetzugänge mit mindestens 50 MBit/s geschaffen werden.

Bislang seien laut eGo-Saar die verfügbaren Datenraten straßenzuggenau ermittelt und der Ausbau unterversorgter Bereiche ausgeschrieben worden.

Stadtwerke investieren

In der Flächengemeinde Heusweiler mit sieben Ortsteilen sind große Bereiche "weiße Flecken", in denen die möglichen Datenraten heute meist zwischen 2 und 16 MBit/s liegen. Rund ein Drittel der Haushalte sind davon betroffen. Die Stadtwerketochter VSE NET investiert nun rund 24 Millionen Euro in den Netzausbau, nachdem sie im Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für dieses Gebiet erhalten hatte. Um rund 27.000 bislang unterversorgte Haushalte und Gewerbestandorte in 52 Orts- und Stadtteilen anzubinden, werden bis Ende 2018 rund 100 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und zirka 250 neue Verteiler an das Netz angeschlossen.

"Auf jeden Fall können die ersten Kunden im Regionalverband damit rechnen, Anfang 2018 schnelles Internet zu nutzen", sagte Hanno Dornseifer, Vorstand des VSE-NET-Mutterkonzerns VSE AG. Das Netz werde so dimensioniert, dass FTTH-Anschlüsse (Fiber To The Home) für interessierte Kunden möglich seien. Hierzu existiert die Gigabitprämie Saarland als ein ergänzendes Förderprogramm speziell für Unternehmen.

Im Saarland wurden im Mai 2017 Ausbauverträge mit den drei Netzbetreibern Deutsche Telekom (Landkreise Merzig-Wadern, Saarlouis und Saarpfalzkreis), Inexio (Landkreise St. Wendel und Neunkirchen) und VSE NET (Regionalverband Saarbrücken) geschlossen. Durch das Projekt sollen landesweit rund 70.000 Haushalte, also rund 16 Prozent, ohne staatliche Förderung angeschlossen werden.  (asa)


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