Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/rockstar-games-aus-versehen-keine-erweiterung-fuer-gta-5-1710-130791.html    Veröffentlicht: 24.10.2017 16:25    Kurz-URL: https://glm.io/130791

Rockstar Games

Aus Versehen keine Erweiterung für GTA 5

Wer noch immer auf ein Addon für GTA 5 wartet: Es wird nicht kommen. Das hat einer der Entwickler gesagt und auch erklärt, warum das so sei. Bei künftigen Projekten von Rockstar Games soll der Singleplayermodus aber keine kleinere Rolle spielen.

Rockstar Games hat mehr oder weniger unbewusst die Produktion einer Einzelspielererweiterung für GTA 5 verpasst. "Es ist einfach so passiert", sagte Chefdesigner Imran Sarwar mit Game Informer. Dabei hat er mehr oder weniger klar gesagt, dass es auch künftig für die Abenteuer von Trevor, Michael und Franklin kein Addon geben werde - es soll ja Fans geben, die immer noch hoffen.

Nach der Fertigstellung von GTA 5 für die Playstation 3 und die Xbox 360 habe man ein weiteres Jahr an der Umsetzung für die PS 4 und die Xbox One gearbeitet, dazu sei die Produktion von Inhalten für den Onlinemodus gekommen, sagte Sarwar. Die PC-Version erwähnte er in dieser Auflistung noch nicht einmal. Stattdessen verwies er auf andere Titel, insbesondere auf Red Dead Redemption 2.

Wegen all dieser Faktoren, und weil die Hauptkampagne für GTA 5 so groß gewesen sei, seien klassische Erweiterungen nie entstanden. Allerdings habe es im Studio auch die Überzeugung gegeben, dass diese nicht unbedingt nötig seien. Beim Vorgänger GTA 4 hatte Rockstar zwei ziemlich gute Addons produziert.

Laut Sarwar kann es bei künftigen Projekten indes wieder Erweiterungen geben. Er und seine Kollegen würden "Einzelspielerinhalte mehr lieben als alles andere". Diese seien großartig, um "eine Geschichte zu erzählen und die Spieler in eine andere Welt zu versetzen, was über Multiplayermodi nicht möglich" sei.

Publisher Electronic Arts sieht das möglicherweise anders. Das berichtet jedenfalls Manveer Heir, ein ehemaliger Entwickler des zu EA gehörenden Studios Bioware. Heir sagte über seinen Ex-Arbeitgeber, dass dieser kein gesteigertes Interesse an klassischen Kampagnen mehr gehabt habe. Dazu habe vor allem der kommerzielle Erfolg der Card Packs von Mass Effect 3 geführt, für die manche Spieler bis zu 15.000 US-Dollar ausgegeben hätten.

Heir ist der Überzeugung, dass das im Sommer 2017 angekündigte Bioware-Actionspiel Anthem vor allem dafür gedacht sei, möglichst viel Geld mit Mikrotransaktionen zu verdienen. EA hat sich zu dem Thema nicht öffentlich geäußert.  (ps)


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