Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mixed-reality-microsoft-verdoppelt-sichtfeld-der-hololens-1710-130742.html    Veröffentlicht: 21.10.2017 13:05    Kurz-URL: https://glm.io/130742

Mixed Reality

Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

Eine der störendsten Einschränkungen der aktuellen Hololens ist das horizontale Sichtfeld von etwa 35 Grad. Ein Patent zeigt, dass Microsoft eine Lösung gefunden hat, es zu verdoppeln.

Eine kommende Version der Hololens dürfte ein sehr viel breiteres horizontales Sichtfeld (Field of View) aufweisen als die aktuelle Brille. Das geht aus einem von Microsoft im April 2017 eingereichten Patent hervor, das seit dem 19. Oktober öffentlich einsehbar ist und von MS Power User gefunden wurde.

Die derzeitigen Hololens für Endkunden - die 5.500 Euro teure Commercial Suite und die Development Edition für registrierte Entwickler für 3.300 Euro - haben ein Sichtfeld von rund 35 Grad. Der Blickwinkel ist daher sehr eingeschränkt. Wer nahe an Apps herangeht, der sieht nur einen Teil von ihnen. Dem Patent zufolge hat Microsoft eine Methode gefunden, das Field of View auf 70 Grad zu verdoppeln, auch Prototypen laufen bereits im Labor.

Zum Vergleich: Heutige Virtual-Reality-Headsets zeigen 90 bis 110 Grad, Modelle wie das Pimax 8K oder das StarVR bis zu 210 Grad - das entspricht grob dem Field of View der menschlichen Augen und fühlt sich nicht wie eine Taucherbrille an. Redmont setzt für die Hololens auf mehrere Licht- und drei Wellenleiter, deren Austrittswinkel das Sichtfeld bestimmen. Das Patent beschreibt, wie durch zwei separate Ausgänge das Field of View des Bildes auf 70 Grad verdoppelt wird, wenngleich es pro Wellenleiter-Array bei 35 Grad bleibt.

Geht es nach früheren Berichten, wo wird Microsoft eine neue Hololens frühestens 2019 veröffentlichen. In ihr soll eine HPU 2.0 (Holographic Processing Unit) stecken, welche die Akkulaufzeit und das Tracking verbessern soll. Die HPU ist ein von Microsoft entwickelter Chip, in dem alle Sensordaten der Mixed-Reality-Brille verarbeitet werden. Für die Berechnung der grafischen Inhalte wird ein x86-Atom-Chip von Intel herangezogen.  (ms)


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