Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/vodafone-avm-stoppt-fritz-os-version-nach-einwahlproblemen-1710-130552.html    Veröffentlicht: 11.10.2017 09:43    Kurz-URL: https://glm.io/130552

Vodafone

AVM stoppt Fritz-OS-Version nach Einwahlproblemen

Nach dem Update auf das aktuelle Fritz OS 6.84 kommen manche Kunden von Vodafone nicht mehr ins Internet. AVM hat die Version inzwischen gestoppt und arbeitet an einer grundsätzlichen Lösung mit dem Netzbetreiber.

Nach dem Bekanntwerden von Verbindungsproblemen im Kabelnetz von Vodafone hat der Routerhersteller AVM die Auslieferung seiner aktuellen Fritz-OS-Version 6.84 für Kabelmodems gestoppt. Nutzer hatten seit Ende September in Vodafone-Foren von Einwahlproblemen mit eigenen Fritzboxen berichtet. Bei Vodafone-Geräten traten die Probleme bislang nicht auf.

Auf Anfrage von Golem.de teilte AVM mit: "Seit einigen Tagen treten an einzelnen Vodafone-Kabelanschlüssen bei der Aushandlung von IPv6 (DS Lite) Probleme auf. Kunden, die ihren Anschluss auf IPv4 umschalten lassen, können den vollen Funktionsumfang nutzen." AVM stelle für Kunden, die sich im Support meldeten, eine Betaversion bereit, mit der auch bei IPv6 die volle Leistung sichergestellt sei. "Für eine grundsätzliche Lösung ist AVM im engen Austausch mit dem Netzbetreiber", hieß es weiter.

Neue Version funktioniert offenbar

Inzwischen lässt sich die Fritz-OS-Version 6.84 nicht mehr herunterladen. Die Version 6.83 vom Mai 2017 wird in der Konfiguration als aktuelle Version angegeben. Nutzer berichten in Vodafone-Foren, zur Behebung des Problems die Version 6.85 erhalten zu haben. Allerdings bitte der Hersteller darum, diese Version nicht weiterzugeben. Zudem finden sich Anleitungen, die frühere Version 6.83 wieder zu installieren.

Zwischenzeitlich war auch vermutet worden, ein Hardwaredefekt könnte für die Probleme verantwortlich sein. Das war vom AVM-Support jedoch "aufgrund des engen zeitlichen Rahmens" der Verbindungsausfälle ausgeschlossen worden.

Nachtrag vom 12. Oktober 2017, 14:33 Uhr

AVM hat inzwischen die neue Fritz OS-Version 6.85 offiziell freigeschaltet. Damit werde die "Interoperabilität der IPv6-Aushandlung für spezielle Anschlüsse (Vodafone/KDG) wieder hergestellt". Betroffene Nutzer mit Einwahlproblemen können die Version jedoch nicht über die Konfigurationsseite ihrer Fritzbox herunterladen. Bei Kabelroutern ist zudem kein Download über die AVM-Seite möglich. Damit soll verhindert werden, dass Nutzer eine Version installieren, die nicht auf den Kabelnetzbetreiber abgestimmt ist. AVM verteilt die Version 6.85 jedoch direkt über den Support.

Ein Golem.de-Nutzer berichtete, dass sich die Version über die Konfigurationsseite herunterladen lasse, wenn man sich über den von Vodafone bereitgestellten Kabelrouter einwähle und die eigene Fritzbox mit dem Vodafone-Router verbinde.  (fg)


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