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5,88 TBit/s

DE-CIX erzielt wegen Apple Weltrekord im Datenaustausch

Der DE-CIX erzielte während der Präsentation neuer Apple-Produkte einen neuen Weltrekord. Die Auslieferung von iOS 11 wird den Traffic weiter hoch treiben.

Der Datenverkehr am DE-CIX in Frankfurt hat am gestrigen Dienstag mit 5,88 Terabit pro Sekunde weltweit einen neuen Höchstwert erreicht. Das gab der Betreiber am 13. September 2017 bekannt. "Der Höchstwert im Datenaustausch zu Spitzenzeiten lag am DE-CIX bisher bei 5,6 Terabit pro Sekunde. Auch damit lagen wir weltweit bereits auf dem ersten Platz", sagte Harald A. Summa, Geschäftsführer von DE-CIX Management.

"Wir nehmen an, dass die Vorstellung der neuen Apple Devices den Datenverkehr durch die Decke hat gehen lassen und sind schon gespannt, wie sich das Rollout von iOS 11 auf den Traffic auswirken wird. Ich denke, dass wir spätestens dann die 6 Terabit pro Sekunde knacken werden", erklärte Summa.

Zum Vergleich: Der zweitgrößte deutsche Internetknoten, der E-CIX der Berliner Peering GmbH verfügte vor rund einem Jahr über einen Datendurchsatz von 900 Gigabit pro Sekunde.

Stärkste Nutzung gegen 21 Uhr

Der Datenverkehr an den Internetknoten spiegelt den täglichen Nutzungsrhythmus in Wellen wieder, beginnend morgens um 6 Uhr mit seinem Höhepunkt gegen 21 Uhr. Auch saisonale Veränderungen mit weniger Online-Nutzung im Sommer als in den Herbst- und Wintermonaten könnten registriert werden.

Unter Peering wird der gleichrangige Datenaustausch zwischen Internetzugangsanbietern verstanden. Der Datenaustausch zwischen den Providern erfolgt meist über Peering Points, auch Internetknoten genannt. An den elf Standorten des DE-CIX tauschen Internet Service Provider, Netzbetreiber, Content Delivery Networks und Unternehmen kostenneutral ihren Datenverkehr aus, um die Datenpakete auf dem günstigsten und schnellsten Weg zum Empfänger zu bringen.

Die Deutsche Telekom hatte im Februar 2015 offiziell erklärt, künftig den DE-CIX stärker nutzen zu wollen. Allerdings handele es sich bei der Telekom nicht um ein allgemeines Public Peering, sondern ein restriktives Peering, bei dem die Telekom prüfe, welcher Betreiber sich eigne. "Wenn sie Partner findet, müssen die sich bestimmten Regeln der Telekom unterwerfen", sagte Summa damals.  (asa)


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