Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/etengo-grosse-firmen-finden-it-freiberufler-zu-teuer-1709-130010.html    Veröffentlicht: 12.09.2017 16:51    Kurz-URL: https://glm.io/130010

Etengo

Große Firmen finden IT-Freiberufler zu teuer

Der Personaldienstleister Etengo hat große Firmen befragt: Sie brauchen IT-Freelancer, haben aber zu wenig Budget, um sie ordentlich zu bezahlen. 25 Prozent der Unternehmen bezweifeln, dass es überhaupt IT-Freiberufler mit den benötigten Qualifikationen gibt.

Knappe Budgets und Budgetprozesse sind für zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmen bei der Beauftragung von IT-Freiberuflern eine Herausforderung. Das geht aus einer Befragung von Unternehmen ab 500 Beschäftigten hervor, die von Bitkom Research im Auftrag des Personaldienstleisters Etengo (Deutschland) durchgeführt wurde. Die nach den Angaben repräsentative Studie wurde am 12. September 2017 vorgestellt.

Ebenfalls für zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) ist die Verfügbarkeit des geeigneten Freiberuflers zum geplanten Projektstart ein Problem. Dass es überhaupt Freiberufler mit den benötigten Qualifikationen gibt, daran zweifeln 25 Prozent der Unternehmen.

IT-Freiberufler: Suche kostet zuviel Zeit

Unternehmen brauchen zudem viel Zeit und Ressourcen, bis ein passender IT-Freiberufler im Projekt ist. So werden im Durchschnitt vier Termine mit verschiedenen Kandidaten benötigt, ehe der oder die Richtige gefunden ist. Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) brauchen sogar fünf oder mehr Anläufe. Besonders schwierig wird es, wenn es nur wenige Kandidaten mit geeigneten Fähigkeiten und Kenntnissen gibt. Dies trifft für 59 Prozent der Unternehmen zu.

Weiterhin muss jedes zweite Unternehmen (57 Prozent) auf dem Weg der IT-Freelancer-Beauftragung rechtliche Hürden oder interne Compliance-Anforderungen überwinden.

IT-Freiberufler und Probleme im Team

Auch in der Belegschafft gibt es Herausforderungen: So sagen vier von zehn Unternehmen (40 Prozent), dass die eigenen Festangestellten Schwierigkeiten haben, Freelancer zu akzeptieren. In 36 Prozent der Firmen ist nicht eindeutig geklärt, ob das gefragte Knowhow intern oder extern bereitgestellt werden soll.

Sieben von zehn Unternehmen (70 Prozent) sagen, dass IT-Freiberufler für sie von großer Bedeutung sind. Jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) schätzt, dass die Bedeutung der Freelancer für die eigene Firma sehr groß ist. Besonders wichtig sind die IT-Freiberufler derzeit für Unternehmen mit 1.000 bis 1.999 Mitarbeitern. Hier sagen 29 Prozent, dass sie stark auf Freelancer bauen. "Die Zahl der unbesetzten Stellen für IT-Spezialisten hat die Marke von 50.000 Stellen übersprungen, Unternehmen aller Branchen suchen händeringend IT-Experten. Das sind gute Zeiten für IT-Freelancer, die in diesem Bereich tätig sind", sagte Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research.

In den vergangenen sechs Monaten übernahmen IT-Freelancer ein Fünftel (20 Prozent) der Projekt-Arbeitsstunden. Für die kommenden sechs Monate erwarten die Unternehmen, dass im Schnitt ein Viertel des Projektvolumens (25 Prozent) von den Freiberuflern bewältigt wird.  (asa)


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