Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/festnetz-telekom-will-nach-vectoring-in-gigabitanschluesse-investieren-1709-129982.html    Veröffentlicht: 11.09.2017 15:49    Kurz-URL: https://glm.io/129982

Festnetz

Telekom will nach Vectoring in Gigabitanschlüsse investieren

Bis Vodafone seinen Gigaausbau beginnt, will die Telekom mit Vectoring schon fertig sein. Dann folgten Investitionen in Gigabitanschlüsse.

Die Deutsche Telekom hat auf die Ankündigung von Vodafone reagiert, ihr gesamtes TV-Kabelnetz für Gigabit-Datenraten auszubauen und in den nächsten vier Jahren zusätzliche zwei Milliarden Euro für Glasfaseranschlüsse in Gewerbegebieten und in ländlichen Gemeinden zu investieren. Die Telekom würde begrüßen, wenn auch Wettbewerber, die bisher vor allem die Infrastruktur anderer genutzt haben, selbst verstärkt in den Glasfaserausbau investieren, hieß es. Beim VDSL nutzt Vodafone das Netz der Telekom.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: "Die Ankündigung von Vodafone bezieht sich allerdings erst auf Investitionen, die ab 2018/2019 starten. Bis dahin haben wir längst für eine großflächige Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen gesorgt und sind mit unseren Glasfaserleitungen in fast jeder Straße. Natürlich wird auch die Telekom anschließend weiter in Gigabitanschlüsse investieren." Die Telekom investiere pro Jahr rund 5 Milliarden Euro in Deutschland.

Telekom: interne Planungen nach Vectoring

Die Telekom habe zugesagt, 80 Prozent aller Haushalte mit mindestens 50 MBit/s und bis zu 250 MBit/s über das Festnetz zu versorgen, überwiegend mit FTTC (Fiber To The Curb). Das sei der erste Schritt des Glasfaserausbaus der Telekom, und "den wollen wir abgeschlossen haben, bevor Vodafone mit der Umsetzung der heutigen Ankündigung beginnt. Danach geht es natürlich auch bei uns weiter", erklärte Blank. Zu den Ausbauzielen nach Abschluss des Vectoringausbaus wollte sich Blank noch nicht äußern. Zudem wolle Vodafone nur im eigenen Verbreitungsgebiet ausbauen und nicht bundesweit.

Zu den ländlichen Gebieten erklärte Blank: "Hier setzt Vodafone offenbar vor allem auf die Investitionen von Kommunen und will selbst nur deren Netze betreiben. Anmietung ist aber keine wirkliche Investition."

Während Vodafone ankündigt habe, die Gewerbegebiete auszubauen, habe die Telekom bereits begonnen, Gewerbegebiete mit Glasfaser anzuschließen. Einer der Schwerpunkte bleibe der Ausbau der Gewerbegebiete in Deutschland.  (asa)


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