Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/analogabschaltung-groessere-probleme-bei-senderplatzumstellung-von-unitymedia-1708-129747.html    Veröffentlicht: 29.08.2017 18:32    Kurz-URL: https://glm.io/129747

Analogabschaltung

Größere Probleme bei Senderplatzumstellung von Unitymedia

In Gebäuden mit älteren Hausverteileranlagen klappt die Senderplatzumstellung von Unitymedia in einem Bundesland nicht wie geplant. Der Kabelnetzbetreiber will den Fehler schnell beheben.

Bei der heutigen Sender-Neuordnung von Unitymedia in Nordrhein-Westfalen kommt es zu Fehlermeldungen. Das gab das Unternehmen am 29. August 2017 bekannt. Laut einem Bericht der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) sprachen Kunden teilweise von einem TV-Totalausfall. Zahlreiche Kunden des Kabelnetzbetreibers berichten von erheblichen Schwierigkeiten mit dem Sendersuchlauf.

Unitymedia erklärte: "Nach dem automatisch oder manuell durchgeführten Sendersuchlauf werden zurzeit bei einigen Kunden mehrere Privatsender als verschlüsselt dargestellt. Andere Sender werden nach dem Sendersuchlauf nicht gefunden. Betroffen sind Anschlüsse von Kunden, die das TV-Signal über ältere Hausverteileranlagen erhalten. Wie viele TV-Kunden betroffen sind, lässt sich zurzeit nicht sagen." Bei der Kundenhotline komme es momentan zu längeren Wartezeiten. Unitymedia arbeite mit Hochdruck daran, den technischen Fehler zu beheben.

Unitymedia: Kein Totalausfall

Unternehmenssprecher Helge Buchheister sagte Golem.de: "Es gibt keinen Totalausfall."

Unitymedia ändert nach der Analogabschaltung die Senderlisten. Ziel ist, die Frequenzbelegung so zu verändern, dass viel Platz für neue HD-Sender und schnelleres Internet nutzbar wird.

Mit den Sendernummern ändert der Anbieter die Belegung im Frequenzspektrum seines Kabels. So wandern digitale TV-Programme auf niedrigere Frequenzbereiche, wo zuvor analoge Fernsehprogramme waren. Die Docsis-Kanäle für die Datenübertragung werden in einen höheren Frequenzbereich verschoben.

Die Umstellung erfolgt in drei Wellen: am 29. August in Nordrhein-Westfalen, am 5. September in Hessen und am 12. September in Baden-Württemberg.  (asa)


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