Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/tpcast-drahtlosadapter-fuer-htc-vive-kommt-nach-europa-1708-129682.html    Veröffentlicht: 25.08.2017 13:03    Kurz-URL: https://glm.io/129682

Tpcast

Drahtlosadapter für HTC Vive kommt nach Europa

Wild fuchteln ohne Kabel: In China ist der Drahtlosadapter von Tpcast für die VR-Brille HTC Vive erfolgreich. Jetzt soll das Zubehör auch nach Europa kommen - eventuell aber etwas zu teuer.

Der chinesische Hersteller Tpcast will seinen Drahtlosadapter für das VR-Headset HTC Vive auch auf den europäischen Markt bringen. Tony Ho, CEO bei Tpcast, meint dazu: "Europa ist weltweit einer der interessantesten Märkte für VR." Seit 2016 vertreibt das Unternehmen seine Adapter exklusiv in China. Es wird dabei von HTC selbst unterstützt. Das Produkt enthält einen Sender, der direkt am Headset angesteckt wird, und einen Empfänger, den der Nutzer im Spielraum aufstellt. Das eigentliche Signal wird per Ethernet vom Empfänger zum Host-Computer geleitet.



Im Paket enthalten ist ein Akku mit etwa zwei Stunden Laufzeit. Es ist aber auch möglich, etwas größere Batterien für fünf Stunden Laufzeit zu bestellen. In diversen Hands-On-Videos auf der Videoplattform Youtube, etwa von Tested und SweVive, wird ein Akku von Anker verwendet, der über zwei USB-2.0-Anschlüsse parallel geladen wird. Auf diese Weise dauert der Ladeprozess mit etwa acht Stunden entsprechend lange.

Europa-Zuschlag hat es in sich

Während der Akku je nach Größe relativ schwer und klobig ist, soll der Wireless Adapter an sich mit 86 Gramm kaum bemerkbar sein. Er ist jedoch nur mit der HTC Vive und nicht mit anderen VR-Headsets kompatibel. Die maximale Auflösung, die das Signal übertragen kann, liegt bei 2K (2.048 x 1.080 Pixel). Die Latenz des Signals beträgt laut Hersteller zwei Millisekunden.



In China wird der Tpcast Wireless Adapter für umgerechnet 200 Euro angeboten. Das war zumindest zum Zeitpunkt seiner Vorstellung im vorigen Jahr der Fall. In Europa - und damit auch in Deutschland - wird das Produkt 350 Euro kosten. Dazu kommen 700 Euro für eine HTC Vive. Vorbestellungen sind ab dem 1. September 2017 möglich.

Die VR-Brille soll es bald auch als Standalone-Version geben. Sie ist allerdings als eigenständiger Computer mit ARM-Prozessor weniger zum Spielen geeignet.

Nachtrag vom 4. September 2017, 17:45 Uhr

Mehrere Händler listen das Tpcast mit Verfügbarkeit für den 20. Oktober 2017. Hierzulande wird der Drahtlosadapter mit dem größeren Akku ausgeliefert.  (on)


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