Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/neue-firmware-zwangsupdate-fuer-djis-spark-drohne-gegen-abstuerze-1708-129611.html    Veröffentlicht: 22.08.2017 10:58    Kurz-URL: https://glm.io/129611

Neue Firmware

Zwangsupdate für DJIs Spark-Drohne gegen Abstürze

DJI zwingt Anwender der Spark-Drohne dazu, bis zum 1. September 2017 ein Firmwareupdate der Drohne als auch der Akkus durchzuführen. Der Grund sind Fehler, die die Flugsicherheit beeinträchtigen. Offiziell spricht DJI allerdings nur von einer Verbesserung der Flugsicherheit.

Die neuen Spark-Drohnen von DJI brauchen eine neue Firmware. Noch in dieser Woche will das Unternehmen die neue Firmware 01.00.0600 freigeben. Dabei hat es der Hersteller sehr eilig mit dem Update, das nur die Flugsicherheit verbessern soll. Um die Anwender zum Update zu bewegen, setzt DJI ihnen eine Frist. Wer bis zum 1. September 2017 das Update nicht eingespielt hat, der kann anschließend die Drohne nicht mehr starten und wird somit gezwungen, die neue Firmware aufzuspielen.

Der Grund für die Eile dürfte wohl an Absturzberichten liegen. DJIs neue Drohne fällt vereinzelt einfach vom Himmel, nachdem sich das Gerät im Flug abgeschaltet hat. DJIs Ziel ist es also, dass möglichst wenige Schäden dieser Art vorkommen, die das Unternehmen beheben müsste. Und natürlich ist eine abstürzende Drohne für Personen, die sich unter ihr aufhalten, nicht ungefährlich, auch wenn die Spark nur 300 Gramm wiegt. Ein paar Details des Firmwareupdates geben einen Hinweis auf die Ursache. DJI aktualisiert nämlich nicht nur die Drohne, sondern auch die Akkus. Das deutet darauf hin, dass die Akkus die Versorgung der Drohne zu früh einstellen oder ihre Kapazität nicht korrekt melden. Beides führt dann automatisch zu einem Absturz.

Akku-Update auch ohne Drohne möglich

Die Akkus müssen für das Update nicht zwingend in der Drohne stecken. Wer will, kann die Energiespender auch vom Rechner aus mit der DJI-Assistant-Software aktualisieren, was sich vor allem für Nutzer anbietet, die eine größere Anzahl von Akkus verwalten.

Zusätzlich zu den kritischen Fehlerbehebungen verbessert DJI die Drohne auch in Detailbereichen. So soll der Start aus der Handfläche besser funktionieren und die Drohne stabiler fliegen. Auch die Genauigkeit der Steuerung soll in einigen Szenarien verbessert worden sein. Die DJI-Goggles werden ebenfalls unterstützt.

Weitere Informationen samt Versionsnummern finden sich in den Spark-PDF-Release-Notes. Die Android- und iOS-Apps werden ebenfalls aktualisiert.

Nachtrag vom 24. August 2017, 11:44 Uhr

Die Firmware-Version 01.00.0600 ist mittlerweile verfügbar. Wir empfehlen die Installation über den DJI Assistant, da bei uns das Update über ein Smartphone mehrfach fehlschlug. Zudem wollte die Smartphone-App zunächst die Version 01.00.0500 installieren. Mit dem DJI Assistant lässt sich dies überspringen. Nach dem Update ist ein Downgrade nicht mehr möglich und alte Versionen werden nicht mehr angezeigt. Für Ersatzbatterien muss der Prozess mit der Spark-Drohne wiederholt werden. Über den USB-Port des Dreifach-Ladegeräts können die Akkus nicht aktualisiert werden.  (ase)


Verwandte Artikel:
Mavic Air: DJI präsentiert neuen Falt-Copter   
(23.01.2018, https://glm.io/132330 )
Politik: EU könnte Drohnenflug mit VR-Headset einschränken   
(27.02.2018, https://glm.io/133016 )
Aeroscope: DJI stellt Identifikationsmöglichkeit für Copter vor   
(12.10.2017, https://glm.io/130588 )
DJI Copilot von Lacie: Festplatte kopiert SD-Karten ohne separaten Rechner   
(17.01.2018, https://glm.io/132215 )
Connect 2017: Microsoft setzt weiter auf Enterprise-Open-Source   
(15.11.2017, https://glm.io/131161 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/