Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/streit-deutsche-umwelthilfe-kuendigt-kooperation-mit-telekom-1708-129429.html    Veröffentlicht: 10.08.2017 18:01    Kurz-URL: https://glm.io/129429

Streit

Deutsche Umwelthilfe kündigt Kooperation mit Telekom

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) soll in ordnungspolitischen Fragen aggressiv aufgetreten sein. Die Telekom hat daraufhin eine feste jährliche Spende beendet. Der Verein kündigte wegen Einmischung die Parnertschaft.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Partnerschaft mit der Deutschen Telekom gekündigt. Wie das Handelsblatt berichtet, kritisierte die Telekom die aggressive Haltung des Vereins in ordnungspolitischen Fragen und kündigte die einjährige Aussetzung einer Basisspende von 125.000 Euro an.

Hintergrund des Streits war die Ankündigung der Telekom im Frühjahr, die Vertragsbedingungen zu ändern. Bei der Umwelthilfe empfanden Verantwortliche die Änderungswünsche der Telekom als massive Einmischung in die Vereinspolitik.

"Da wir in mehreren Verhandlungsrunden keine Änderungen erreichen konnten, mussten wir aus Gründen der Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit schweren Herzens eine Fortsetzung der Kooperation ablehnen", sagte der DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch dem Handelsblatt.

Telekom: Einnahmen im Wert von 365.000 Euro im Jahr

Die gemeinsamen Aktivitäten brachten der DUH zuletzt eigenen Angaben zufolge Einnahmen im Wert von 365.000 Euro im Jahr. Die Telekom und die Umwelthilfe hatten 17 Jahre eng zusammengearbeitet. So unterstützte die Telekom den Umweltmedienpreis des Vereins. Fritz Lauer, Leiter Information und Nachhaltigkeit bei der Telekom, betonte noch im Jahr 2016, dass dies "sehr motiviert" geschehe, um "exzellenten Journalistinnen und Journalisten" zu helfen. Gemeinsam mit der Telekom betreibt die Umwelthilfe außerdem eine groß angelegte Althandysammlung.

Lauer erklärte, die Telekom habe sich dazu entschieden, die Basisspende ab 2017 nicht mehr zu zahlen und die Umwelthilfe gebeten, einen weiteren Partner für den Medienpreis zu gewinnen. Den Rückzug aus der jährlichen Spende erklärte der Konzern mit "allgemeinen Sparzwängen". Die komplette Beendigung der Kooperation trifft bei der Telekom nun auf Unverständnis.  (asa)


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