Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nvidia-forscher-entwickeln-perspektivisch-korrekten-digital-zoom-1708-129294.html    Veröffentlicht: 03.08.2017 14:44    Kurz-URL: https://glm.io/129294

Nvidia

Forscher entwickeln perspektivisch korrekten Digital-Zoom

Wissenschaftler von Nvidia und der Universität von Kalifornien haben ein computergestütztes Zoom-System entwickelt: Aus einer Reihe von Aufnahmen mit fester Brennweite kann ein Algorithmus im Nachhinein aus einer Aufnahme ein Bild erstellen, das ein anderes Sichtfeld hat.

In den USA haben Forscher eine Möglichkeit entwickelt, im Nachhinein mit Hilfe von Computerberechnungen den Perspektiveindruck eines Fotos zu verändern. So können Fotografen zwischen der Perspektive einer Teleaufnahme und der einer Weitwinkelaufnahme wechseln und auf diese Weise das Sichtfeld eines Fotos ändern. Das System der Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Santa Barbara und Nvidia kann Perspektiven auch mischen.

Grundlage für die Berechnungen ist eine Fotoreihe, die der Fotograf aufnehmen muss. Dabei werden mit einer festen Brennweite - im Beispiel der Forscher ein Weitwinkel - mehrere Fotos geschossen, während sich die Kamera auf das Objekt im Vordergrund des Bildes zubewegt. Diese Bilder und die sich daraus ergebenen Perspektivänderungen verarbeitet anschließend ein Algorithmus.

Verschiedene Bildbereiche lassen sich bearbeiten

Dieser teilt das Bild in verschiedene Bereiche auf, die sich anschließend perspektivisch korrekt vergrößern und verkleinern lassen und so das Sichtfeld verändern können. Dabei werden Ränder und Kanten so gewählt, dass die Manipulation auf den ersten Blick nicht unbedingt auffällt.

Möglich ist es beispielsweise, den Hintergrund optisch an den Vordergrund heranzuholen. Das simuliert Aufnahmen mit einem Teleobjektiv. Eine andere Möglichkeit ist, die bei Aufnahmen mit einem Weitwinkelobjektiv auftretenden Verzerrungen im Vordergrund zu beseitigen. Durch die Bearbeitung aller Bildteile können Bilder stellenweise komplett neu gestaltet werden.

Wann und in welcher Weise der Algorithmus für Konsumenten nutzbar sein wird, ist nicht bekannt.  (tk)


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