Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/antriebsstrang-aus-deutschland-bmw-baut-elektrischen-mini-in-oxford-1707-129119.html    Veröffentlicht: 26.07.2017 07:10    Kurz-URL: https://glm.io/129119

Antriebsstrang aus Deutschland

BMW baut elektrischen Mini in Oxford

Der neue Mini von BMW wird nicht nur mit Verbrennungsmotor und als Plugin-Hybrid, sondern auch als reines Elektroauto auf den Markt kommen. Letzteres wird in Oxford gebaut, nur der Antriebsstrang kommt aus Dingolfing und Landshut. Das Fahrzeug wird nur als Dreitürer angeboten.

BMW will seinen elektrischen Mini in Großbritannien bauen und nur den Antriebsstrang in Deutschland fertigen lassen. Der vollelektrische Mini wird eine Variante des Dreitürers der Marke sein und ab 2019 gebaut werden.

Den klassischen Mini will BMW weiter mit normalem Verbrennungsmotor sowie als Plug-In-Hybrid-Variante anbieten. In Großbritannien soll das Fahrzeug nach Angaben von BMW gebaut werden, weil aus dem Werk in Oxford die meisten Dreitürer des Modells stammen. Anfang des Jahres wurde gehofft, dass die elektrische Variante des Kleinwagens in den BMW-Werken in Regensburg und Leipzig gebaut werden könnte.

2017 sollen bereits 100.000 elektrifizierte BMW verkauft werden. Das umfasst nicht nur die rein batterieelektrischen Fahrzeuge, sondern auch solche, die Verbrennungsmotoren mit an Bord haben - wie der BMW i3 mit dem sogenannten Range Extender. Die 100.000 Fahrzeuge entsprechen etwa fünf Prozent des Gesamtabsatzes. Neben dem E-Mini plant BMW mit dem X3 ein Elektro-SUV für das Jahr 2020. 2021 soll der BMW iNext auf den Markt kommen. Drei Jahre später sollen Elektroautos und Plugin-Hybridfahrzeuge 15 bis 25 Prozent des Absatzes ausmachen. Das hängt laut BMW aber von politischen und technischen Rahmenbedingungen wie dem Ausbau der Ladeinfrastruktur ab.

Kooperationen mit Dritten wird es bei BMW nicht geben

Bei der Entwicklung der Akkutechnik und des Elektromotors setzt das Unternehmen auf eigene Kompetenzen. Eine Zusammenarbeit mit anderen Autoherstellern lehnte BMW-Einkaufschef Markus Duesmann im Interview mit Automobil Produktion ab: Er könne nicht erkennen, welche Vorteile es bringe, in diesem Bereich zu kooperieren. "Warum sollte man sich einschränken? Wir kooperieren ja beim Verbrennungsmotor auch nicht."  (ad)


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