Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bics3-x4-wds-flash-speicher-fasst-96-gbyte-pro-chip-1707-129115.html    Veröffentlicht: 25.07.2017 15:46    Kurz-URL: https://glm.io/129115

BiCS3 X4

WDs Flash-Speicher fasst 96 GByte pro Chip

Vier statt drei Bit je Zelle: Der BiCS3 X4 genannte Flash-Speicher von Western Digital kommt so auf hohe 768 GBit. Vorerst wird der Hersteller aber nur Prototypen präsentieren.

Western Digital hat den BiCS3 X4 angekündigt, einen Flash-Speicher für vorrangig SSDs. Die Abkürzung steht für Bit Cost Scalable der vierten Generation, das X4 weist auf die vier Bit pro Speicherzelle hin - es handelt sich also um Quadruple Level Cells (QLC). Diesbezüglich unterscheidet sich BiCS3 X4 vom bisherigen BiCS3 X3 mit drei Bit pro Zelle (Triple Level Cell).

Der BiCS3 X4 weist 64 Schichten und eine Kapazität von 768 GBit (96 GByte) pro Chip auf. Der BiCS3 X3 nutzt die gleiche Anzahl Layer, durch TLC statt QLC kommt er aber auf nur 512 GBit (64 GByte). Der kommende BiCS4 schafft dank 96 Schichten und ebenfalls QLC hingegen bis zu 1.024 GBit (128 GByte). Der Vorteil des BiCS3 X4 verglichen mit dem BiCS3 X3 sind die geringeren Kosten pro Chip, allerdings dürfte der neue Flash-Speicher tendenziell weniger haltbar und etwas langsamer sein - das war zumindest die Erwartung.

QLC erfordert aufwendige Fehlerkorrekturen

Vier statt drei Bit bedeuten sechzehn anstelle von acht Ladungszuständen, weshalb das Beschreiben der Zellen durch die vielen Spannungsebenen fehleranfälliger wird und länger dauert. Western Digital spricht allerdings von nicht näher ausgeführten innovativen Technologien, die den BiCS3 X4 ähnlich schnell machen sollen wie den BiCS3 X3. Zur Haltbarkeit sagte Toshiba, der QLC-Speicher soll 1.000 Program/Erase-Zyklen schaffen. Das wäre auf dem Niveau von TLC-Flash und damit ausreichend für Client-SSDs.

Western Digital wird den BiCS3 X4 auf dem Flash Memory Summit im August 2017 ausstellen. Zum Start der Serienfertigung äußerte sich der Hersteller nicht. Die Produktion wird gemeinsam mit Partner Toshiba erfolgen, zusammen mit WD bilden die Japaner das Flash Forward genannte Joint Venture.  (ms)


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