Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bundesinnenministerium-neues-online-buergerportal-kostet-500-millionen-euro-1707-129090.html    Veröffentlicht: 24.07.2017 13:29    Kurz-URL: https://glm.io/129090

Bundesinnenministerium

Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro

Die gesamte deutsche Verwaltung soll digitalisiert werden und in ein Portal kommen. Und alles soll mit drei Klicks erreichbar sein.

Das Bundesinnenministerium will bis zum Jahr 2022 eine Summe von 500 Millionen Euro für das neue Online-Bürgerportal ausgeben. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf das Ministerium. Einige hundert der rund 5.500 deutschen Verwaltungsverfahren sollen in den nächsten Jahren digitalisiert werden. Damit würden die Bürgerämter und die Bürger entlastet.

"Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir die gesamte deutsche Verwaltung digitalisieren - für Bürger und Unternehmen", sagte Ernst Bürger, zuständiger Projektleiter im Bundesinnenministerium der Wirtschaftswoche.

Im Bundesinnenministerium wird bereits seit Monaten daran gearbeitet. Noch im August des Jahres 2017 soll eine Beta-Version des Portals online gehen. "Das ist ein riesiges Unterfangen", erklärte Bürger.

"Egal, wo sich der Bürger einloggt - er wird bei jedem Portal Zugriff auf alle Leistungen der deutschen Verwaltung bekommen", sagte Bürger.

Viele Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen online anbieten

Im Dezember 2016 hatte das Bundesinnenministerium erklärt, in 5 Jahren möglichst viele Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen online anzubieten. Bürger und Unternehmen sollen sie künftig direkt mit drei Klicks erreichen können. Die lange Suche im Netz nach der richtigen Stelle soll entfallen. Über jedes Verwaltungsportal - auf kommunaler, Landes-, oder Bundesebene - soll es vollständigen Zugang zu allen online angebotenen Verwaltungsleistungen geben.

Die Verwaltungsportale aller Behörden in Bund, Ländern und Kommunen werden zu einem Verbund in einem virtuellen Portal verknüpft. Über Nutzerkonten soll es möglich sein, sich an diesem Portalverbund anzumelden und sich mit dem jeweils notwendigen Sicherheitsniveau zu authentifizieren. Dazu wurde das Onlinezugangsverbesserungsgesetz (OZG) geschaffen.  (asa)


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