Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ftth-1-gbit-s-fuer-endkunden-in-deutschland-kommen-1707-128886.html    Veröffentlicht: 12.07.2017 17:48    Kurz-URL: https://glm.io/128886

FTTH

1 GBit/s für Endkunden in Deutschland kommen

Deutsche Glasfaser bietet seit dieser Woche 1 GBit/s. Im Upload wären 900 MBit/s verfügbar, aber es können nur 500 MBit/s genutzt werden, weil die Hardware nicht mehr hergibt.

Deutsche Glasfaser erhöht die Datenübertragungsrate ihrer Fiber-To-The-Home-Zugänge (FTTH) auf 1 GBit/s. Das gab das Unternehmen bekannt. Den Angaben zufolge bleibt die Upload-Geschwindigkeit unverändert bei 500 MBit/s, da die im Endkundenmarkt verbreitete Hardware derzeit kaum höhere Upload-Geschwindigkeiten unterstützt. Technisch möglich wären 900 MBit/s.

Im ersten Jahr kostet der schnelle Internetzugang pro Monat 104,99 Euro. Bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren erhöht sich der Preis monatlich ab dem 13. Monat auf 159,99 Euro. Das bedeutet umgerechnet für DG Premium 1000 einen monatlichen Preis von 132,49 Euro. Dazu kommt eine Bereitstellungsgebühr von einmalig 50 Euro.

Business-Kunden können mit entsprechender Hardware auf Wunsch einen Glasfaser-Anschluss mit bis zu 10 GBit/s buchen.

Kunden wollen höhere Datenraten

Deutsche Glasfaser beobachte "steigende Begeisterung für die Möglichkeiten mit einem Glasfaseranschluss" bei den Nutzern, sagte Unternehmenssprecherin Gerda Johanna Meppelink. "Schon heute sind unsere Neukunden bevorzugt mit 200 MBit/s im Netz unterwegs. Damit treiben diese zugleich das Innovationstempo der Hardware-Industrie."

Deutsche Glasfaser möchte nach eigenen Angaben Marktführer im Glasfaserausbau werden. In rund 200 Städten und Gemeinden wurden echte Glasfaserverbindungen bis in die einzelnen Haushalte und Unternehmen gelegt. Laut FTTH Council vom Februar 2017 hat die Deutsche Glasfaser 70.000 Kunden und 235.000 Homes Passed (anschließbare Haushalte). Das Unternehmen liegt damit in Deutschland bei FTTB/H auf dem vierten Platz.

Deutsche Glasfaser, eine Tochtergesellschaft des niederländischen Bauinvestmentkonzerns Reggeborgh, hatte im Juli 2015 mitgeteilt, dass das Private-Equity-Unternehmen KKR mit Hauptsitz in New York die Mehrheit an der Firma übernehmen werde. Reggeborgh bleibe aber bei Deutsche Glasfaser engagiert.  (asa)


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