Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/360-grad-kameras-neuer-panono-besitzer-will-vorbestellern-kameras-liefern-1707-128777.html    Veröffentlicht: 06.07.2017 13:59    Kurz-URL: https://glm.io/128777

360-Grad-Kameras

Neuer Panono-Besitzer will Vorbestellern Kameras liefern

Nach der Insolvenz von Panono hat ein Investor die Patente, das Vermögen und die Warenzeichen gekauft, der Geschäftsbetrieb soll unter dem Namen Professional360 GmbH weitergeführt werden. Der neue Eigentümer will versuchen, den Crowdfunding-Unterstützern die vorbestellten Kameras zu liefern.

Der Schweizer Investor Bryanston Group hat den insolventen Berliner 360-Grad-Kamerahersteller Panono übernommen. Das Investitionsunternehmen hat das Vermögen, die Patente und die Warenzeichen gekauft, die Verbindlichkeiten hingegen verbleiben bei der ehemaligen Panono GmbH, die abgewickelt werden dürfte.

Neue Holding bleibt in Berlin

Der Geschäftsbetrieb soll unverändert fortgeführt werden. Die bisherigen Panono-Mitarbeiter werden in eine neue Holding namens Professional360 GmbH übernommen. Das Management hingegen wird ausgetauscht: Der Gründer Jonas Pfeil beispielsweise wird keine Rolle mehr im neuen Unternehmen spielen.

Der neue Eigentümer hat in einer Pressemitteilung bekräftigt, dass den Crowdfunding-Unterstützern der Panono-Kamera ihr Gerät noch geliefert werden soll. Pfeil selbst hatte in einem Statement zur Insolvenz gesagt, dass der künftige Besitzer nicht zwingenderweise dazu verpflichtet sei.

Investor will versuchen, die Kameras zu liefern

Die Bryanston Group erklärt in ihrer Mitteilung jedoch, dass die Verbindlichkeiten zwar bei der alten Panono GmbH verblieben, man sich aber moralisch verpflichtet fühle, den Unterstützern die Kameras auszuliefern. In Kürze wolle der Investor dazu neue Informationen veröffentlichen.

In Zukunft will die Professional360 GmbH neben der Panono-Kamera auch neue Produkte vorstellen. Nähere Details hat der Investor noch nicht bekanntgegeben.

Die Panono GmbH hatte zum 1. Juli 2017 Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen in den letzten Monaten in finanzielle Probleme geraten war. Dass bereits ein neuer Investor gefunden wurde, hatte das Unternehmen bereits am 4. Juli 2017 bekanntgegeben - allerdings noch ohne nähere Details zu nennen.  (tk)


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