Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/datenrate-vodafone-bringt-500-mbit-s-in-kabelnetz-1707-128733.html    Veröffentlicht: 04.07.2017 14:55    Kurz-URL: https://glm.io/128733

Datenrate

Vodafone bringt 500 MBit/s in Kabelnetz

Vodafone gibt wieder mehr Datenrate im TV-Kabelnetz frei. Irgendwann sollen sogar einmal 20 GBit/s erreicht werden, doch das ist eher eine Werbeaussage.

Vodafone bietet bis zu 500 Megabit pro Sekunde (MBit/s) in seinem TV-Kabelnetz. Das gab das Unternehmen am 4. Juli 2017 bekannt. In den nächsten zwei Wochen ist das halbe Gigabit für rund 20 Prozent der Haushalte im Ausbaugebiet verfügbar. Im Upload lassen sich bis zu 50 MBit/s erreichen.

Der Ausbau beginnt in 124 Städten, darunter sind Metropolen und auch kleinere Städte. Der Start ist in München. Das Potenzial von Vodafones Koaxial-Glasfaser-Netz sei mit von bis zu 500 Megabit pro Sekunde lange nicht ausgeschöpft, erklärte Vodafone. Perspektivisch ließen sich bis zu 20 Gigabit pro Sekunde erreichen.

Zukünftig sind mit Docsis 3.1 über TV-Kabelnetze Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Downstream und 1 GBit/s im Upstream möglich. Später ist hier sogar eine symmetrische Übertragungsrate mit der kommenden Technik Docsis 3.1 Full Duplex möglich.

Vodafone 500 MBit/s als Kombi mit LTE

Ein voller Ausbau mit Docsis 3.1, um Datenübertragungsraten von 10 GBit/s zu erreichen, erfordert den Austausch aller aktiven und passiven Komponenten im TV-Kabelnetz. Der Kabelnetzstandard kann auch genutzt werden, ohne die Hardware komplett upzugraden. Dann erreiche der Betreiber aber nicht 10 GBit/s, sondern eher 1 GBit/s, erklärte ein führender Ausrüster Golem.de.

Um das Koaxialnetz so auszubauen, dass die versprochene Datenrate allen wirklich annähernd zur Verfügung steht, müssen Netzsegmente durch Nodesplits verkleinert und die Glasfaser näher zum Kunden gebracht werden. Zudem ist das TV-Kabelnetz meist nur in Ballungszentren ausgebaut. Schwachstellen des Koaxialkabels sind zudem der Upload und die schwachen Ping-Zeiten.

Im Mai startete Vodafone mit bis zu 500 MBit/s im LTE-Mobilfunk. Heute sei die Datenrate in 10, bis zum Ende des Jahres in 30 Städten verfügbar, hieß es. Um die Geschwindigkeit zu realisieren, nutzt Vodafone einen Teil der 4,5G-Technologie. Dabei bündelt der britische Konzern die Frequenzbänder aus den 800er-, 1.800er- und 2.600er-MHz-Bereichen. Mit spezieller Ausrichtung der Antennen in Smartphones und an den Basisstationen können diese Frequenzbänder jeweils doppelt für die Datenübertragung genutzt werden. Die sogenannte 256-QAM-Signalübertragung erhöht die Leistung zusätzlich.

Mit dem Produkt Gigakombi können Kunden die Geschwindigkeit kombinieren und daheim und unterwegs nutzen. Der Kombi-Tarif kostet im ersten Jahr ab 41,98 Euro monatlich. Im Koaxialkabel sind die 500 MBit/s im ersten Jahr ab 19,99 Euro monatlich erhältlich. Im zweiten Jahr müssen 71,98 Euro gezahlt werden.  (asa)


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