Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fan-edition-samsungs-galaxy-note-7-kommt-billiger-zurueck-1707-128700.html    Veröffentlicht: 03.07.2017 08:48    Kurz-URL: https://glm.io/128700

Fan Edition

Samsungs Galaxy Note 7 kommt billiger zurück

Samsung verkauft das Galaxy Note 7 wieder als Fan Edition - stark limitiert und zu einem geringeren Preis. Die Spezialausführung hat einen kleineren Akku erhalten - das Smartphone soll sich nicht mehr selbst entzünden.

Das Pannensmartphone Galaxy Note 7 kehrt zurück. Samsung hat sich entschieden, das Galaxy Note 7 nach neun Monaten doch wieder auf den Markt zu bringen. Vorerst allerdings nur in Südkorea und auch stark limitiert als sogenannte Fan Edition. Über einen Verkauf in anderen Regionen will Samsung erst später entscheiden.

Verkauf beginnt am 7. Juli

Seit März 2017 ist zwar bekannt, dass das Galaxy Note 7 wieder auf den Markt kommen wird, nähere Details wie Akkukapazität, Verkaufstermin und Preis sind aber jetzt erst vom Hersteller verkündet worden. Am 7. Juli 2017 soll der Verkauf der Galaxy Note 7 Fan Edition beginnen, in Südkorea wird das Smartphone 699.600 Won kosten, das sind umgerechnet 540 Euro. Damit kostet die Fan Edition deutlich weniger als das ursprüngliche Modell, das hierzulande für 850 Euro erschienen ist.

Im Oktober 2016 wurde das Galaxy Note 7 nach einer zweifachen Rückrufaktion vom Markt genommen. Der Grund waren sich häufende Berichte, dass sich auch Austauschgeräte des Galaxy Note 7 entzündet haben. Um die Sicherheit der Kunden nicht weiter zu gefährden, wurde das Smartphone dann vom Markt genommen.

Fan Edition mit kleinerem Akku

Die Fan Edition des Galaxy Note 7 hat wie angekündigt einen kleineren Akku erhalten. Das Original-Galaxy-Note-7 hat einen 3.500-mAh-Akku, in der Fan Edition hat er eine Kapazität von 3.200 mAh. Der Akku war der offiziellen Untersuchung Samsungs zufolge der Grund dafür, dass das Smartphone Feuer fing. Der Hersteller versichert, dass das Smartphone einen achtstufigen Akkusicherheitstest durchlaufen hat.

Samsung wolle alle nicht wiederverkauften Geräte fachgerecht entsorgen. Einige Komponenten sollen für die Erprobung der Produktion künftiger Geräte verwendet werden. Dazu sollen das Kameramodul und der Prozessor gehören. Rohstoffe wie Nickel, Kupfer, Gold und Silber sollen extrahiert und von entsprechenden Firmen für eine weitere Verwendung aufbereitet werden.

Die meisten Geräte sind wieder bei Samsung

Mit dem Verkauf der Fan Edition könnte Samsung versuchen, die durch das Scheitern des Galaxy Note 7 verursachten Verluste zumindest in Teilen wieder aufzufangen. Zuletzt hieß es, dass sich 98 Prozent der 3,16 Millionen produzierten Galaxy Note 7 wieder beim Hersteller befinden. Insgesamt sollen sich 2,5 Millionen Einheiten für eine Wiederaufbereitung eignen. Durch den Rückruf soll Samsung ein finanzieller Schaden von umgerechnet rund fünf Milliarden Euro entstanden sein.  (ip)


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