Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/vertu-finanzielle-ungereimtheiten-bei-luxus-smartphone-hersteller-1707-128689.html    Veröffentlicht: 01.07.2017 13:07    Kurz-URL: https://glm.io/128689

Vertu

Finanzielle Ungereimtheiten bei Luxus-Smartphone-Hersteller

Einige Mitarbeiter des Luxus-Smartphone-Herstellers Vertu vermissen offenbar ihre Gehälter für diesen Monat. Zudem gibt es Berichte über ausstehende Büromieten und eine fehlende Zahlung an den vorherigen Besitzer des Unternehmens.

Der Smartphone-Hersteller Vertu könnte in finanzielle Probleme verwickelt sein. Medienberichten zufolge soll es zu Rückständen bei den Zahlungen für die Büroräume des Unternehmens gekommen sein. Zudem beklagt der vorherige Besitzer des Unternehmens, ein Geschäftsmann aus Hongkong, dass er vom neuen Besitzer noch kein Geld gesehen habe.

Mitarbeiter sollen auf Geld warten

Die Vertu-Mitarbeiter in Großbritannien, wo die Luxus-Smartphones größtenteils von Hand montiert werden, berichten laut dem Telegraph zudem, dass sie für diesen Monat noch kein Gehalt bekommen haben. Vertu zufolge sei dies allerdings normal, das Gehalt soll zum 30. Juni 2017 überwiesen worden sein. Dennoch scheinen sich die Mitarbeiter Sorgen um ihre Jobs zu machen.

Vertu wurde im März 2017 von einer Holding aus Hongkong an den Geschäftsmann Hakan Uzan verkauft. Der vorherige Besitzer beklagt sich laut dem Telegraph nun, dass er nie die vereinbarte Summe von knapp 58 Millionen Euro bekommen habe, sondern lediglich einen Screenshot der Überweisung.

Abwicklung mit vorherigem Besitzer offenbar problematisch

Uzans Anwälten zufolge wurde die Zahlung offenbar zurückgehalten, da Uzan nach genauer Untersuchung des Unternehmens zahlreiche Missstände festgestellt hatte. Dazu sollen auch ausstehende Zahlungen an Zulieferer und Mitarbeiter zählen. Der vorige Besitzer Vertus soll sich Uzans Anwälten zufolge vor Gericht verantworten.

Erst Ende Juni 2017 hatte Vertu eine Kooperation mit dem chinesischen Hersteller TCL verkündet. Die Übereinkunft im Wert von 35 Millionen Euro ermöglicht es Vertu, bei seinem kommenden Smartphone Constellation X auf Technik von TCL zurückzugreifen. Inwieweit diese Abmachung von den jetzt auftauchenden Problemen betroffen sein wird, ist noch nicht abzusehen.  (tk)


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