Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cpus-mit-igpu-amd-bringt-athlon-220ge-und-athlon-240ge-1812-128674.html    Veröffentlicht: 23.12.2018 12:43    Kurz-URL: https://glm.io/128674

CPUs mit iGPU

AMD bringt Athlon 220GE und Athlon 240GE

Auf den Athlon 200GE folgen mit dem Athlon 220GE und dem Athlon 240GE höher taktende Versionen des gleichen Raven-Ridge-Chips. Für recht wenig Geld gibt es eine ansprechende CPU- und iGPU-Leistung.

AMD hat den Athlon 220GE und den Athlon 240GE veröffentlicht, die beiden Prozessoren stellen etwas schnellere Varianten des Athlon 200GE (Test) dar. Die Chips weisen zwei Zen-CPU-Kerne auf und haben SMT für vier Threads, überdies nutzen sie eine Vega-Grafikeinheit mit 192 Shader-Einheiten und haben ein DDR4-Speicherinterface für den Sockel AM4.

Der Athlon 220GE taktet mit 3,4 GHz und der Athlon 240GE mit 3,5 GHz. AMD sieht Listenpreise von 65 US-Dollar und 75 US-Dollar vor, der bisherige Athlon 200GE kostet offiziell 55 US-Dollar. Im deutschen Handel ist der Prozessor für etwa 50 Euro erhältlich, die beiden neuen Modelle sind bisher noch nicht verfügbar - mit knapp 80 Euro und fast 90 Euro für Vorbesteller liegen die Preise bisher ohnehin zu hoch, um attraktiv zu sein. Intels langsamerer Celeron G4900 liegt bei 45 Euro, der dank Hyperthreading leicht flottere Pentium G5400 bei 75 Euro.

Um die zwei Athlon betreiben zu können, ist ein Mainboard mit B350/B450 oder X370/X470 notwendig, auch der A320 klappt. Wichtig bei der 300er-Serie ist ein halbwegs aktuelles UEFI, da ohne die Agesa 1071 (AMD Generic Encapsulated Software Architecture) von Februar 2018 keine Erkennung stattfindet und die Platinen mit einem Raven Ridge nicht starten. Beim Arbeitsspeicher reicht günstiger DDR4-2133 oder DDR4-2400, wobei zwei Module mit zusammen 16 GByte mit 100 Euro noch immer sehr teuer sind.

Egal ob Athlon 200GE oder Athlon 220GE und Athlon 240GE: Die Modelle eignen sich für Office-PCs oder Thin-Clients, die zwei CPU-Kerne liefern genügend Leistung. Die Vega-Grafikeinheit ist zudem deutlich schneller als die HD Graphics der Intel-Konkurrenz, was sie abseits von Spielen auch für manche Produktiv-Software interessant macht. Wer die Chips auf 4 GHz übertakten möchte, hat bei vielen Mainboards seit Agesa 1006 die Option dazu - beim Celeron oder Pentium ist Overclocking gesperrt.  (ms)


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