Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/esta-programm-curl-entwickler-stenberg-darf-nicht-in-die-usa-fliegen-1706-128606.html    Veröffentlicht: 27.06.2017 12:39    Kurz-URL: https://glm.io/128606

ESTA-Programm

Curl-Entwickler Stenberg darf nicht in die USA fliegen

Eigentlich wollte der bekannte schwedische Curl-Entwickler Daniel Stenberg zu einer Mozilla-Konferenz nach San Francisco aufbrechen, doch das ging diesmal gründlich schief. Stenberg ist die Einreise schon in Europa verweigert worden.

Der Mozilla-Angestellte und Curl-Erfinder Daniel Stenberg war nicht das erste Mal in den USA und brach am 26. Juni zu einem Mozilla-Treffen in San Francisco auf. Der Flug sollte mit British Airways über London Heathrow nach San Francisco führen. Dort kam Stenberg allerdings nicht an, denn bereits am Schalter im schwedischen Arlanda teilte ihm eine Mitarbeiterin der Fluggesellschaft mit, dass seine ESTA-Genehmigung nicht mehr gültig sei und er sich an die US-Botschaft wenden müsse. Das schreibt Stenberg auf Twitter.

Dem Linux-Magazin erklärte Stenberg, dass er mit der ESTA-Genehmigung bereits in der Vergangenheit in die USA gereist sei und diese auch noch eine Weile gültig sei, ebenso wie sein Reisepass. Bürger aus Ländern, die zum Visa-Waiver-Programm gehören - dazu zählen auch die europäischen Länder - benötigen vor ihrer Einreise in die USA lediglich eine ESTA-Genehmigung.

Diese ist bis zu zwei Jahren oder bis zum Ablauf des Reisepasses gültig, je nachdem was zuerst eintritt. Die amerikanischen Behörden gleichen diese Informationen dann mit ihren Strafverfolgungsbehörden ab. Das Innenministerium sichert sie nach Ablauf für ein weiteres Jahr, dann landen sie zwecks nachträglicher Strafverfolgung für 12 Jahre in einem Archiv.

Grund noch offen

Ob die US-Behörden oder die Fluggesellschaft an der Weigerung der Einreise Schuld hätten, wisse Stenberg bislang nicht, für beides gebe es Theorien. Er hofft jedoch, dass es sich um einen Fehler der Airline handelt und er künftig wieder in die USA einreisen könne.

Insbesondere störe ihn, dass er nicht im Vorfeld von der Einreise-Ablehnung erfahren habe, denn sowohl die Fluggesellschaft als auch den Visa-Behörde sei seine E-Mail-Adresse bekannt. Pläne, sich an die US-Einreisebehörde zu wenden, habe er vorerst nicht, zunächst solle die Rechtsabteilung seiner Firma die Ursachen der Reise-Ablehnung prüfen.

 (kki)


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