Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/wahlprogramm-spd-will-90-prozent-der-gebaeude-mit-gigabit-netzen-versorgen-1706-128591.html    Veröffentlicht: 26.06.2017 18:32    Kurz-URL: https://glm.io/128591

Wahlprogramm

SPD will 90 Prozent der Gebäude mit Gigabit-Netzen versorgen

Die SPD hat sich auf Gigabit-Netze für 90 Prozent aller Gebäude festgelegt, 5G soll mit Glasfaser angebunden werden. Die CDU will das in erster Linie für die Wirtschaft.

In ihrem am Wochenende verabschiedeten Wahlprogramm hat die SPD sich eindeutig zum Glasfaserausbau bekannt. Dabei macht die SPD deutlich, dass 90 Prozent der Gebäude mit echten Gigabit-Netzen versorgt sein sollen.

Es heißt: "Wir werden eine flächendeckende digitale Infrastruktur auf hohem Niveau sicherstellen. Die Versorgung mit einer Datengeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde soll nur ein erster Zwischenschritt bis 2018 sein. Unser Ziel sind Gigabit-Netze. Bis 2025 sollen mehr als 90 Prozent aller Gebäude daran angeschlossen sein. Die hierfür notwendigen Investitionen werden wir fördern."

VATM bewertet Wahlprogramme

Die Entwicklung der fünften Generation der mobilen Datenübertragung (5G) wollen die Sozialdemokraten "weiter vorantreiben". Dafür müssen die Antennenstandorte mit Glasfaser erschlossen werden. "Die Mobilfunktechnologie schafft weitere notwendige Bandbreiten." Alle öffentlichen Einrichtungen sollen offene und kostenfreie WLAN-Hotspots verfügbar machen.

Auch die Union will leistungsfähige leitungsgebundene Netze, fordert aber echte Gigabit-Netze in erster Linie für die Wirtschaft. "Darüber hinaus wäre aber nach Auffassung des VATM ein klarer Flächendeckungsansatz besonders wichtig, da ein Großteil des deutschen Mittelstandes in Randlagen und ländlichen Regionen angesiedelt ist", sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten). Sowohl SPD als auch Union wollten den neuen Mobilfunkstandard 5G voranbringen. Dabei müsse aber aus Sicht des VATM gesichert sein, dass dies im Rahmen einer Gesamtstrategie erfolgt. Bürger und Unternehmen brauchten Festnetz und Mobilfunk. Es dürfe nicht gelten: mobile first.  (asa)


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