Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/prototypen-boe-zeigt-amqled-displays-mit-5-und-14-zoll-1705-127996.html    Veröffentlicht: 24.05.2017 10:40    Kurz-URL: https://glm.io/127996

Prototypen

BOE zeigt AMQLED-Displays mit 5 und 14 Zoll

BOE zeigt erste Prototypen echter QLED-Displays. Die 5-Zoll-Variante sieht schon gut aus. Zudem hat der Hersteller ein 27-Zoll-LC-Panel mit 8K-Auflösung im Angebot.

QLED-Displays machen Fortschritte: Der Panel-Hersteller BOE hat auf der Fachkonferenz Displayweek in Los Angeles Prototypen von zwei AMQLED-Displays gezeigt. Nur das 5-Zoll-Modell betrieb BOE allerdings mit einer brauchbaren Helligkeit, die allerdings nicht weiter spezifiziert wurde - wir gehen nach Augenschein von mindestens 300 cd/qm aus. Als Prototyp zeigte das Anzeigegerät allerdings schon einige sichtbare Schäden. 5 Zoll ist die typische Größe für Smartphones oder kleine Anzeigesysteme.

Das 14-Zoll-Modell hingegen wurde mit einer extrem niedrigen Helligkeit demonstriert, gelegentlich wurde der Prototyp sogar komplett abgeschaltet. Der Hersteller schont so das Panel, denn noch sind die Probleme rund um die Haltbarkeit von QLED-Displays nicht gelöst. Die nicht gerade hell beleuchtete Messehalle des LA Convention Center war schon zu viel für das Display; wir konnten die Inhalte nur mit Mühe erkennen. Für eine Machbarkeitsstudie ist das natürlich in Ordnung.

Laut BOE wird die QLED-Technik besonders kostengünstig sein. Die Farbqualität wird gleichzeitig die von OLED übersteigen, und Schwarzwerte sind ebenfalls kein Problem mehr. Von der Massenproduktion ist der Hersteller nach eigenen Angaben aber noch einige Jahre entfernt. In der Tendenz sollen zunächst große Panels gefertigt werden.

Noch ein Hersteller von kleinen 8K-Panels

BOE hat zudem ein Panel vorgestellt, das auf 27 Zoll 7.680 x 4.320 Pixel unterbringt und 400 cd/qm schaffte, zeigte es allerdings nur in einer Wandverkleidung. Immerhin verspricht BOE einen schmalen Rahmen (rund 7 mm unten, sonst 3,5 mm) und eine Farbabdeckung, die 100 Prozent des Adobe-Farbraums entsprechen soll. Auf Nachfrage sagte uns ein BOE-Vertreter, dass dünne Monitore durchaus möglich seien, da das Panel samt Technik nur etwa ein 1 cm dick sei. Zudem ist der Hersteller für eine Massenfertigung bereit, sofern es einen Abnehmer gibt.

Solche Monitore würden sich für die Fotobearbeitung lohnen. Eine hohe Auflösung wird auf kleinem Raum möglich und wie zu Analogzeiten wird mit einer handlichen Lupe das Bild näher betrachtet, statt auf Zoom-Werkzeuge in Software zu setzen. Leider zeigte BOE nur generische Bilder, bei denen sich die Auflösung nicht mehr beurteilen ließ. Es wäre interessant zu sehen, ob bei der Größe die Naheinstellungsgrenze des menschlichen Auges noch halbwegs ausreicht, um wenigstens Zwischenstufen zu 8K wahrzunehmen. Bei den Demobildern erkannten wir nichts mehr von der Technik der Darstellung.

Der erste Hersteller von kleinen 8K-Panels ist BOE nicht. Auf der Ceatac 2016 in Chiba in Japan konnten wir schon Sharps monströse 27-Zoll-Variante betrachten.  (ase)


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