Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ludwigsburg-buerger-koennen-bei-glasfaser-selbst-entscheiden-1705-127739.html    Veröffentlicht: 10.05.2017 14:14    Kurz-URL: https://glm.io/127739

Ludwigsburg

Bürger können bei Glasfaser selbst entscheiden

Erst mal gratis die Glasfaser ins Haus legen, dann können die Bürger entscheiden, welchen Anbieter sie wählen. Die Stadtwerke sind sich ihrer Sache sicher, auch wenn sie selbst noch kein Angebot haben.

Die Bewohner Ludwigsburgs, die sich für einen Glasfaserausbau bis ins Haus entscheiden, müssen sich dabei nicht auf einen Anbieter festlegen. Das sagte eine Sprecherin der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) Golem.de auf Anfrage. "Die Angeschlossenen können sich über unser Netz auch durch Dritte versorgen lassen, das ermöglicht unser offenes Netz."

Derzeit legen die Stadtwerke den Hausanschluss bei allen, die per Grundstücksnutzungsvereinbarung unterschreiben. Bis 12 Meter Länge sei dies für die Eigentümer kostenlos. "Es ist bislang aber noch kein Fall aufgetreten, wo wir wegen der Länge etwas berechnet haben", war bei der SWLB zu erfahren.

Noch haben die Stadtwerke gar kein Angebot für ihre Privatkunden, wollen aber Internet, Telefonie und Fernsehen anbieten. Fest steht nur, dass die Produkte "einen synchronen Down- und Upload garantieren." Preise und Datenraten sind noch nicht veröffentlicht. Die Angebote "sollen spätestens am Jahresende zur Verfügung stehen."

Produkte sind noch in der Planung

Die Sprecherin sagte: "Wir werden im Laufe des Jahres entsprechende Produkte entwickeln und mit Beginn des Jahres 2018 anbieten. Zurzeit befinden wir uns im Netzausbau in den ersten beiden Clustern. Die nächsten drei Cluster folgen 2018."

Das Glasfasernetz der SWLB werde voraussichtlich bis 2024 in ganz Ludwigsburg errichtet. Dabei werden auch Mietshäuser mit mehreren Wohneinheiten versorgt. In den zwei Vororten von Ludwigsburg sei die Resonanz sehr gut: "80 Prozent werden wir annähernd erreichen".

In Deutschland haben nur 6,6 Prozent der Haushalte Glasfaser anliegen. Im ländlichen Bereich beträgt die Abdeckung mit Glasfaser-Leitungen gerade einmal 1,4 Prozent. Bei der Versorgung mit Glasfaseranschlüssen belegt Deutschland im OECD-Vergleich Platz 28 von 32.  (asa)


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