Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/siege-m04-im-test-creatives-erste-sound-blaster-maus-ueberzeugt-1704-127183.html    Veröffentlicht: 26.04.2017 09:20    Kurz-URL: https://glm.io/127183

Siege M04 im Test

Creatives erste Sound-Blaster-Maus überzeugt

Bewährter Sensor, gute Ergonomie und ein RGB-Streifen: Creative Labs' Siege M04 ist eine Gamer-Maus, an der es wenig zu kritisieren gibt - kleine Details gefallen uns besonders gut.

Creative dürfte den meisten Nutzern durch Audiohardware bekannt sein, etwa die Audigy- und die X-Fi-Karten. Diese firmieren allesamt unter dem Sound-Blaster-Label, was mit der Siege M04 nun auch eine erste Maus für Spieler umfasst. Die weist alle Eigenschaften auf, die heutzutage üblich sind, zudem verzichtet Creative auf Experimente und verbaut solide Technik.

Die für Rechtshänder gedachte Maus wiegt leichte 110 Gramm. Mit 136 x 68 x 43 mm fällt sie schlank und flach aus, eignet sich unserer Ansicht nach aber dennoch für alle Griffstile. Die beiden leicht konkaven Haupttasten nutzen die obligatorischen Omron-Switches, wobei die rechte Taste etwas länger ausfällt - was für den Mittelfinger verglichen mit dem Zeigefinger ebenfalls gilt. Auf beiden Seiten ist die Siege M04 gummiert, wodurch sie griffig in der Hand liegt. Die Musterung neigt aber dazu, Schmutz anzuziehen.

Zwischen den Haupttasten sitzt der DPI-Umschalter, der mit einem dreistufigen LED-Streifen kombiniert ist. Die drei Daumentasten erinnern stark an Logitechs G502 Proteus Spectrum - und das im positiven Sinne: Sie sitzen straff und lösen mit satter Rückmeldung aus. Auch beim Sensor ähnelt die Siege M04 der G502, da Creative einen bewährten Sensor verbaut hat. Der optische Pixart PMW3360 schafft 100 bis 12.000 dpi in 100er-Schritten.

An den vier Teflonfüßchen befinden sich kleine Einkerbungen, was einen Wechsel bei Abnutzungserscheinungen vereinfachen dürfte. Creative legt jedoch keinen zweiten Satz bei. Nicht fehlen darf eine Beleuchtung in RGB-Farben: Die entsprechende LED-Leiste umrundet die Unterkante der Maus, die Effekte sind die üblichen. Das Scrollrad hingegen erstrahlt weiß und das Sound-Blaster-X-Logo im typischen Rot, beides ist auf Wunsch jedoch abschaltbar. Für unseren Geschmack könnte das Scrollrad etwas knackiger gerastert sein.

Wird per dpi-Switch umgeschaltet, weist die Maus darauf hin, indem der LED-Streifen kurz gelb, blau oder grün aufleuchtet. Die drei verfügbaren Stufen sind in der Sound Blaster Connect genannten Windows-Software auf 800, 1.600 und 3.200 dpi voreingestellt. Die untere der drei Daumentasten dient als Sniper-Button mit 200 dpi, er ist aber ohne Verrenkungen kaum erreichbar. Alle Tasten können neu belegt werden, das klappt auch mit Makros samt Aufzeichnungsfunktion, aber ohne Profile. Die Lift-off-Distanz beträgt 2 oder 3 mm, eine Untergrundkalibrierung fehlt allerdings.

Funktionen wie eine Polling-Rate von 1.000 Hz für den USB-2.0-Anschluss durch das 180 cm lange Kabel, optional zuschaltbares Angle Snapping und eine Beschleunigung sind schon lange Standard bei Gaming-Mäusen.

Verfügbarkeit und Fazit

Im Handel ist Creatives Sound Blaster X Siege M04 für knapp 70 Euro erhältlich und damit ähnlich teuer wie die ihr durchaus ähnliche G502 Proteus Spectrum von Logitech. Der optische Sensor unterscheidet sich nur durch die Firmware, die Daumentasten sind fast identisch und RGB-Effekte haben beide. Die Siege M04 fällt schmaler, langgestreckter und etwas leichter aus - wem die Ergonomie zusagt, der macht mit der Sound Blaster X nichts falsch.  (ms)


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