Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/denuvo-nier-automata-und-andromeda-im-visier-von-crackern-1704-127172.html    Veröffentlicht: 06.04.2017 11:43    Kurz-URL: https://glm.io/127172

Denuvo

Nier Automata und Andromeda im Visier von Crackern

Denuvo hat im Falle von Mass Effect Andromeda lediglich rund zehn Tage gehalten. Andere aktuelle Titel wie Nier Automata verwenden offenbar eine aktuellere Version der Anti-Tamper-Software und wurden bislang nicht geknackt.

Die im Januar 2017 veröffentlichte PC-Version von Resident Evil 7 wurde nach rund fünf Tagen nicht mehr von Denuvo davor geschützt, illegal kopiert und vertrieben zu werden. Bei Mass Effect Anromeda haben Cracker es nun offenbar innerhalb von etwa zehn Tagen geschafft, die Anti-Tamper-Software auszuhebeln.

Die PC-Version des Rollenspiels von Bioware ist inzwischen in diversen Tauschbörsen verfügbar. Übrigens nicht, wie wohl so mancher Spieler gehofft hat, in einer etwas besser gepackten Version. Der Download hat mit rund 50 GByte ungefähr die gleiche Größe wie die offizielle Fassung von EAs Onlineportal Origin.

Offiziell äußern sich die betroffenen Firmen zu derlei Details natürlich nicht, aber laut Hinweisen aus Foren wie Reddit hat EA bei Andromeda nicht die aktuelle Version von Denuvo verwendet. Die soll unter anderem bei Nier Automata (Test auf Golem.de) zum Einsatz kommen. Das ist seit dem 10. März 2017 erhältlich. Allerdings dürfte das Spiel in diesem Punkt den Vorteil haben, dass es bei Crackern und Spielern nicht ganz so begehrt und bekannt ist wie Andromeda.

Denuvo ist kein klassischer Kopierschutz, der etwa das Vervielfältigen der Disc verhindert. Stattdessen soll die Software - der österreichische Hersteller spricht von Anti-Tamper-Software - verhindern, dass etwa die Online-DRM-Maßnahmen von Steam und Origin umgangen werden.

Im Gespräch mit Golem.de hatte Denuvo-Chef Reinhard Blaukovitsch Ende 2016 gesagt, dass sein Unternehmen den Entwicklern keine Garantie oder etwas Ähnliches gebe, dass ihre Software den Bemühungen der Cracker möglichst lange standhält. "Wir geben unser Bestes und erledigen unseren Job so gut es geht", so Blaukovitsch.  (ps)


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