Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deep-space-gateway-nasa-plant-raumhafen-zwischen-erde-und-mond-1704-127121.html    Veröffentlicht: 04.04.2017 12:05    Kurz-URL: https://glm.io/127121

Deep Space Gateway

Nasa plant Raumhafen zwischen Erde und Mond

Zum Mars bitte hier umsteigen: Die Nasa will eine Raumstation zwischen Erde und Mond aufbauen, die als Zwischenstation für Missionen im Sonnensystem dienen soll. Boeing ist einer der Partner bei dem Projekt.

Nächster Halt: kurz vor dem Mond. Übernächster Halt: Mars. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) will eine Raumstation aufbauen, die als Zwischenstation für Weltraummissionen dienen soll. Boeing zeigt, wie diese aussehen könnte.

Deep Space Gateway nennt die Nasa die Station - also Tor zum Weltraum. Sie wird vom Prinzip her der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) ähneln, aber deutlich kleiner sein. Die Station soll aus drei Komponenten bestehen: einer Unterkunft für die Mannschaft, einem Logistikmodul sowie dem Energie- und Antriebssystem. Es soll die Station versorgen und sie auf ihrer Bahn nahe dem Mond halten. Hinzukommen Andockstellen, vergleichbar denen der ISS.

Von der Station zum Mars

Die Station soll nach dem Konzept der Nasa eine Zwischenstation sein für Missionen zum Mond oder zu anderen Planeten im Sonnensystem. Von dort aus könnten beispielsweise robotische oder bemannte Missionen zum Mond versorgt werden.

Zudem will die Nasa am Deep Space Gateway ein Raumschiff stationieren, das Deep Space Transport. Es soll ein wiederverwendbares Raumfahrzeug mit elektrischem und chemischem Antrieb sein. Die Astronauten sollen zunächst von der Erde zum Deep Space Gateway fliegen. Dort steigen sie in das Deep Space Transport um und treten damit beispielsweise ihre Reise zum Mars an und kehren auch dorthin wieder zurück.

Vier Flüge reichen

Der Deep Space Gateway soll im cislunaren Raum, also dem Bereich zwischen der Erde und dem Mond, aufgebaut werden. Geplant ist das Projekt für das kommende Jahrzehnt. Die Trägerrakete Space Launch System (SLS) soll das Material transportieren. Da das SLS gleichzeitig Menschen und Material ins All befördern könne, würden vier Flüge reichen, um das Gateway-System zu bauen, sagte Pete McGrath von Boeing.

Das Projekt soll kein Alleingang der Nasa werden: "Ich stelle mir verschiedene Partner vor, internationale wie kommerzielle, die zum Gateway beitragen und es auf vielfältige Weise nutzen", sagte William Gerstenmaier, der für die bemannte Raumfahrt bei der Nasa zuständig ist. Einer der kommerziellen Partner der Nasa ist Boeing.  (wp)


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