Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/dji-drohnen-sollen-ihre-position-und-ihre-id-funken-1703-127014.html    Veröffentlicht: 29.03.2017 14:50    Kurz-URL: https://glm.io/127014

DJI

Drohnen sollen ihre Position und ihre ID funken

Autokennzeichen auf drohnisch: Drohnenhersteller DJI schlägt vor, dass unbemannte Fluggeräte künftig ihre Position und ihre Registrierungsnummer aussenden soll. Das soll eine Identifikation der Drohne vereinfachen. Im Gegenzug könnte die FAA die Regeln für zivile Drohnen lockern.

Eine Registrierungspflicht für Drohnen in den USA gibt es schon. Jetzt hat der chinesische Drohnenhersteller DJI ein Identifikationssystem für die unbemannten Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicles, UAV) vorgeschlagen.

Demnach sollen die Copter ständig ihre Position sowie ihren Identifikationscode übertragen. Die meisten Copter sind ohnehin mit einem Kommunikationssystem ausgestattet, das dafür genutzt werden könnte. Mit einem geeigneten Empfänger können die Daten von jedermann empfangen werden.

Nur Behörden können Drohnenbesitzer ermitteln

Allerdings haben nur Behörden, etwa die Polizei oder die Luftaufsichtsbehörde, Zugriff auf die Datenbank, um anhand des Identifikationscodes auch den Eigentümer ermitteln zu können. DJI vergleicht das Konzept mit dem Autokennzeichen: Jeder kann es lesen, um Verstöße melden zu können. Aber nur offizielle Stellen können auch den Halter identifizieren.

Der Fokus bei dem System habe darauf gelegen, eine Möglichkeit zu finden, beim Vorbeiflug ein Identifikationsmerkmal von der Drohne zu bekommen. Mit diesem Merkmal sollen Befugte, wenn sie der Beschwerde nachgehen, den Eigentümer ermitteln können, ohne dass dessen Privatsphäre verletzt werde. "Die beste Lösung ist normalerweise die einfachste", heißt es in dem Konzept.

Wie lassen sich Drohnen im Flug erkennen?

DJI hat das Konzept bei der Association for Unmanned Vehicle Systems International (AUVSI) eingereicht. Die Branchenorganisation der Drohnenhersteller sammelt derzeit Vorschläge, wie sich Drohnen aus der Entfernung identifizieren lassen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) sucht derzeit nach solchen Lösungen. Die Behörde würde gerne die Regeln für zivile Drohnenflüge in den USA lockern. Militär und Strafverfolgungsbehörden haben jedoch Sicherheitsbedenken. Die FAA sucht jetzt nach Möglichkeiten, einen Ausgleich zwischen Sicherheitsmaßnahmen und gelockerten Regeln zu schaffen.  (wp)


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