Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/grafikkarte-zotac-will-die-schnellste-geforce-gtx-1080-ti-stellen-1703-126881.html    Veröffentlicht: 22.03.2017 17:10    Kurz-URL: https://glm.io/126881

Grafikkarte

Zotac will die schnellste Geforce GTX 1080 Ti stellen

Ab April 2017 sollen sie ausgeliefert werden: Mit seinen Serien Amp und Amp Extreme will Zotac erneut die höchsten Taktraten ab Werk bei Nvidia-Grafikkarten anbieten. Das ist teuer und braucht viel Platz im PC.

1.480 und 1.582 MHz beträgt der Takt bei einer Geforce GTX 1080 Ti Founder's Edition ab Werk als Basis- und Boost-Frequenz. Zotac will das mit seinem Amp Extreme genannten Grafikarten-Modell deutlich übertreffen, wie das Unternehmen Golem.de auf der Technikmesse Cebit in Hannover sagte. Ebenfalls über den Standardwerten soll die günstigere und etwas kompaktere Amp! (ohne Extreme) liegen. Beide Serien pflegt das Unternehmen schon länger und oft gelang ihm dabei der höchste Takt ab Werk, der sich mit Overclocking-Tools auch noch steigern lässt.

Wie hoch der Takt dann sein wird, verrät Zotac auf der Cebit auch auf Nachfragen hin derzeit nicht. Denn noch haben die Konkurrenten ja nicht alle ihre GTX-1080-Ti-Versionen angekündigt und offenbar hält sich Zotac bis dahin mit konkreten Zahlen zurück. Vorstellbar sind aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Custom-Designs von Zotac Frequenzen von deutlich über 1.600 MHz als Basistakt.

Amp und Amp Extreme sind, anders als die bisher als einziges Design verfügbare Founder's Edition (mit DHE-Kühler), ebenso wie die anderen angekündigten Partnerkarten Eigenentwicklungen. Das geht von einer größeren Platine über die Stromversorgung mit zwei achtpoligen Strombuchsen und 16+2 Phasen bis hin zum Kühler. Diesen hat Zotac gegenüber seinen GTX-1080-Modellen nicht verändert, die Amp besitzt zwei Lüfter und belegt zwei Slots in der Breite; bei der Extreme sind es drei Ventilatoren und drei Slots.

Schwarze statt gelbe Backplate

Einzig am Design gibt es kleine Updates: Die Karten sind zwar immer noch mit einer frei einstellbaren RGB-Beleuchtung versehen, das markante Zotac-Gelb auf der Rückseite wurde aber auf Wunsch von Gamern, die eine einheitliche Farbe in ihrem PC wünschen, gestrichen. Auch die Applikationen im Carbon-Look der 1080-Karten sind nun kleinen Alu-Leisten gewichen.

Geblieben sind die Verkleidungen der Rückseite (Backplate), die ein bisschen bei der Kühlung helfen und vor allem beim Hantieren im PC Beschädigungen der Bestückung vermeiden. Anders als bei Nvidias Referenzdesign gibt es an den Zotac-Karten auch noch einen zusätzlichen Port nach Dual-Link-DVI; drei Displayports 1.4 und einmal HDMI 2.0b sind zudem vorhanden.

Im April 2017 sollen beide Karten bei deutschen Händlern verfügbar sein. Eine UVP in Euro gibt es noch nicht, aber in US-Dollar: Die Amp soll 740 Dollar kosten, die Amp Extreme 790 Dollar. Da bei diesen Preisangaben die in den USA sich örtlich unterscheidende Mehrwertsteuer nicht enthalten ist, dürften beide Modelle in Deutschland deutlich über 800 Euro kosten.  (nie)


Verwandte Artikel:
Nvidia Geforce GTX 1080 Ti im Test: Der neue Ti-tan   
(09.03.2017, https://glm.io/126531 )
Zotac Amp Box (Mini): TB3-Gehäuse eignen sich für eGPUs oder SSDs   
(22.12.2017, https://glm.io/131823 )
Hardware-Umfrage: 85 Prozent der Steam-Spieler nutzen eine Geforce   
(05.03.2018, https://glm.io/133142 )
Hannover Messe und Cebit: Die Deutsche Bahn ärgert Messebesucher   
(26.04.2017, https://glm.io/127510 )
Geforce Partner Program: Nvidia soll Grafikkarten-Exklusivität erzwingen   
(09.03.2018, https://glm.io/133253 )

© 1997–2018 Golem.de, https://www.golem.de/