Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/13-laender-betroffen-usa-verbieten-laptops-in-flugzeugkabinen-1703-126843.html    Veröffentlicht: 21.03.2017 11:42    Kurz-URL: https://glm.io/126843

Acht Länder betroffen

USA verbieten Laptops in Flugzeugkabinen

Offenbar befürchten US-Behörden einen Terroranschlag auf ein Flugzeug durch umgebaute elektronische Geräte. Diese werden nun in den Gepäckraum verbannt.

US-Behörden haben offenbar die Sicherheitsvorkehrungen für Flüge aus acht Staaten des Nahen Ostens und Afrikas verschärft. Wie verschiedene Medien berichteten, dürfen Passagiere aus den Ländern bei Direktflügen in die USA keine größeren elektronischen Geräte wie Laptops, DVD-Player, Computerspiele, Tablets oder Lesegeräte mit in die Kabine nehmen. Smartphones seien noch erlaubt, berichtete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf Regierungsbeamte. Eine offizielle Bestätigung durch US-Behörden könnte es dem Guardian zufolge am Dienstag geben.

Hintergrund des Verbots ist offenbar die Befürchtung, größere Geräte könnten für einen Terroranschlag missbraucht werden. Dahinter könnte die Terrororganisation al-Qaida stecken. Das sei durch Informationen bestätigt worden, die kürzlich bei einer Razzia von US-Spezialkräften im Jemen gewonnen worden seien. Laut CNN gab es solche Befürchtungen schon seit Monaten, doch hätten nicht genügend Informationen vorgelegen, um die Fluggesellschaften anzuweisen. Offenbar befürchten die US-Behörden, die Sicherheitsvorkehrungen auf den Flughäfen in den acht Staaten könnten nicht hoch genug sein, um manipulierte Geräte zu entdecken.

Mehrere Fluggesellschaften bestätigten demnach, eine Anweisung erhalten zu haben. Dazu zählten Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Royal Jordanian Airlines, Turkish Airlines und Saudi Arabian Airlines. Die jordanische Fluggesellschaft informierte ihre Passagiere am Montag über das Verbot, löschte den Hinweis jedoch später wieder. Anschließend kündigte sie per Twitter an, weitere Informationen folgen zu lassen. US-Fluggesellschaften sollen nicht betroffen sein, da sie keine Direktflüge aus den acht Staaten anböten.

Nachtrag vom 22. März 2017, 12:55 Uhr

Das US-Heimatschutzministerium veröffentlichte am Dienstag Details der neuen Regelung. Demnach sind die folgenden zehn Flughäfen betroffen: Amman (Jordanien), Kairo (Ägypten), Istanbul (Türkei), Dschidda und Riad (Saudi-Arabien), Kuwait, Casablanca (Marokko), Doha (Katar) sowie Dubai und Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Das Verbot ist zeitlich nicht befristet. Die US-Behörde begründete die Maßnahme damit, dass der internationale Flugverkehr in den vergangenen Jahren das Ziel von Terroranschlägen gewesen sei.  (fg)


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