Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spanische-verkaufszahlen-switch-zelda-verkauft-sich-besser-als-wii-u-version-1703-126671.html    Veröffentlicht: 12.03.2017 11:20    Kurz-URL: https://glm.io/126671

Spanische Verkaufszahlen

Switch-Zelda verkauft sich besser als Wii-U-Version

Nintendo hat für den spanischen Markt Verkaufszahlen des Startwochenendes der Nintendo Switch veröffentlicht, die seltsam erscheinen. Obwohl die Wii U von einer mehr als zehn Mal größeren Installationsbasis profitieren kann, verkaufte sich die Switch-Version von Zelda: Breath of the Wild viel besser.

Zelda: Breath of the Wild verkauft sich für Nintendos Switch offenbar sehr gut. Das geht aus einer Mitteilung von Nintendo Iberico für Spanien hervor, über die Gamefront und andere Medien berichten. Die Zahlen überraschen, denn die Switch-Fassung hat sich dort am Verkaufswochenende fast vier Mal so häufig verkauft wie die Wii-U-Fassung. Bis zum 5. März 2017 wurden 39.566 Einheiten von Zelda für die Switch verkauft. Auf der Wii U wurden nur 11.816 Einheiten verkauft. Es handelt sich hier allerdings um Handelsverkaufszahlen. Der eShop ist nicht Teil der Statistik.

Die Zahlen sind dennoch hochinteressant und deuten darauf hin, dass zahlreiche Wii-U-Spieler einen Umstieg vorgenommen haben. Eigentlich müsste sich die Wii-U-Fassung erheblich besser verkaufen, schließlich kann die alte Konsole auf eine breite installierte Hardwarebasis setzen. Laut La Asociación Española de Videojuegos (AEVI) liegt die Anzahl der Konsolen in Spanien bei mindestens 467.000 Einheiten (Stand 2015). Zahlen für das Jahr 2016 hat die AEVI leider noch nicht vorgelegt. Nintendo-Spieler haben den neuen Teil von The Legend of Zelda lange erwartet und offenbar die Gelegenheit genutzt, sich auch gleich die Switch zu kaufen. Zudem gehört praktisch zu jeder verkauften Switch ein Zelda-Spiel. Nintendo Iberico verweist auf 44.673 verkaufte Switch-Einheiten. Die fehlenden Spiele sind jedoch ein Einflussfaktor bei diesem Verhältnis. Momentan mangelt es an guten Titeln.

Damit hat Nintendo in Spanien einen guten Start hingelegt. Die Entscheidung, das sehr gute Breath of the Wild auch für die Alt-Konsole und nicht nur exklusiv als Lockmittel für die neue Konsole auf den Markt zu bringen, hat dem Unternehmen offenbar nicht geschadet. Die Wii-U-Version hat allerdings auch ein paar wenige Nachteile bei der Darstellung:

Damit sind auch die Voraussetzungen für weitere Zelda-Verkäufe vorhanden. Die Serie wird erstmals mit einem kostenpflichtigen Season Pass bis Ende des Jahres zwei Mal erweitert.

Bis dahin werden noch einige vielversprechende Titel veröffentlicht. Ende April folgt von Nintendo die Neuauflage von Mario Kart 8, das den Battle Mode wieder bringt. Bisher sieht es mit Multiplayer-Spielen bei der Switch, bis auf das mittelmäßige Super Bomberman R, schlecht aus in diesem Bereich. Ein neuer Trailer zeigt, dass das Spiel in der Deluxe-Version offenbar erheblich erweitert wird.

Weitere Titel mit Potenzial in der Planung sind der etwas andere Online-Shooter Splatoon 2, der im Jahr 2015 für einen Überraschungshit auf der Wii U sorgte, Xenoblade Chronicles 2 und Fire Emblem: Warriors.  (ase)


Verwandte Artikel:
Spielejahr 2017: Grimassenkrampf und Überlebenskampf   
(24.12.2017, https://glm.io/131684 )
The Legend of Zelda: Erweiterte Prüfungen für Link   
(30.06.2017, https://glm.io/128671 )
Zelda BotW auf der Wii U: Schandstadt statt Kakariko, trotzdem super   
(09.03.2017, https://glm.io/126611 )
Zelda Breath of the Wild im Test: ÜBERWELTigend!   
(02.03.2017, https://glm.io/126498 )
The Legend of Zelda: Breath of the Wild bekommt mehr Inhalte   
(15.02.2017, https://glm.io/126189 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/