Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/festnetz-telekom-chef-redet-von-250-mbit-s-flaechendeckend-1703-126500.html    Veröffentlicht: 02.03.2017 13:16    Kurz-URL: https://glm.io/126500

Festnetz

Telekom-Chef redet von 250 MBit/s flächendeckend

Die Breitbandziele der Bundesregierung würden erreicht, die Telekom könne im Festnetz flächendeckend 250 MBit/s bieten, sagt deren Chef. Mehr brauche derzeit keine Anwendung. Doch der Ausbau gehe weiter.

Die Deutsche Telekom will 250 MBit/s bundesweit im Festnetz anbieten. Telekom-Chef Chef Tim Höttges sagte auf der Bilanz-Pressekonferenz am 2. März 2017 zu den Breitbandzielen der Bundesregierung: "50 MBit/s überall wurden als Ziel von der Bundesregierung ausgegeben. Das war ein politisches Ziel. Wir reden über 100 beziehungsweise 250 MBit/s. Denken Sie mal, wenn wir das flächendeckend hinbekämen. Sagen Sie mir einen Dienst, der derzeit mehr Bandbreite benötigt."

Das sei ein Zwischenziel, natürlich werde die Telekom beim Ausbau weitergehen. Es werde eine "hybride Infrastruktur geben".

Die Bundesregierung will bis Ende 2018 alle Haushalte mit 50 MBit/s versorgt haben. Beim Erreichen der Breitbandziele seien anderthalb Jahre durch die Diskussion um Vectoring im Nahbereich verloren worden. "Doch dieses Ziel wird erreicht werden. Das sollte die Bundesregierung ein bisschen mehr abfeiern", meinte Höttges.

Schwerpunkt Ausbau in Deutschland

Finanzchef Thomas Dannenfeldt erklärte, dass Deutschland im Jahr 2017 einer der Investitionsschwerpunkte im Konzern sei. "Der große Hebel ist Deutschland und hier besonders der ländliche Bereich durch staatliche Subventionen in Festnetz, die Investitionen fördern."

Die Telekom geht von einem kommerziellen Einsatz der Super-Vectoring-Technologie im Jahr 2018 aus. Der Ausrüster Huawei hatte mitgeteilt, dass die Hardware für die Aufrüstung der Netzwerke auf bis zu 300 MBit/s verfügbar ist.

Die Telekom sagte Golem.de im Dezember 2016, die Technik müsse getestet und dann ausgerollt werden. Für den Einsatz der Super-Vectoring-Technik müssten die Linecards bundesweit in den Multifunktionsgehäusen eingebaut werden. Und es gebe noch keine Endgeräte für die Kunden.

Huawei hatte erklärt, dass die Technik eine Downstream-Rate von bis zu 300 MBit/s innerhalb eines Radius von 300 Metern unterstützt. Bisher sind VDSL/2-Vectoring-Datenraten von 50 bis 100 MBit/s möglich. Super Vectoring weitet die spektrale Bandbreite von 17 MHz auf 35 MHz aus.  (asa)


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