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Nvidia

Geforce GTX 1080 Ti mit 3.584 Cuda-Kernen angekündigt

Rund 35 Prozent schneller als die Geforce GTX 1080 und rund 700 US-Dollar teuer: Nvidia hat sein neues Vorzeigemodell Geforce GTX 1080 Ti vorgestellt - bei dem die Zahl 11 mehrfach eine Rolle spielt.

Nvidia hat auf der GDC 17 in San Francisco wie erwartet seine neue Grafikkarte Geforce GTX 1080 Ti vorgestellt. Die Karte soll ab dem 6. März 2017 als Founder's Edition erhältlich sein, der Preis beträgt rund 700 US-Dollar. Später soll es auch angepasste Boards von Partnern geben.

Im Vergleich zur Geforce GTX 1080 ist die Ti laut Nvidia durchschnittlich rund 35 Prozent schneller - was der bislang höchste Leistungszuwachs einer Ti-Karte gegenüber der Standardversion sein soll. Die Geforce GTX 1080 Ti beherbergt 3.584 Cuda-Kerne - genauso viele wie die Titan X. Die Basistaktung liegt bei 1.480 MHz, der Boost bei 1.582 MHz - mehr als bei der Titan X.

Scherze machte Nvidia bei der Präsentation über die Zahl 11, die bei der neuen Hardware mehrfach relevant ist - so verfügt sie über 11 GByte an Videospeichert. Konkret kommen GDDR5X-Speichermodule mit einer effektiven Frequenz von 5.500 MHz zum Einsatz, bei denen Zulieferer Micron durch Optimierungen beim Design der I/O-Schnittstellen das Rauschen spürbar reduziert haben soll. Bei dem neuen Verfahren namens Equalization prüft ein Kanal die Signale, was zu der genannten Verbesserung führen soll.

Die Datentransferrate pro Pin beträgt laut Nvidia 11 GBit pro Sekunde und 484 GByte pro Sekunde insgesamt, erneut mehr als bei der Titan X. Die Speicherschnittstelle ist ergo 352 Bit breit. Wer das durch 11 teilt, kommt darauf, dass das an den elf der zwölf möglichen, je 32 Bit breiten Controllern liegt.

Die maximale Display-Auflösung der Ti liegt dank der aktuellen Hardwareausstattung bei 7.680 x 4.320 Pixeln bei 60 Hz. Nvidia deutete an, dass diese Auflösung zuerst von Watch Dogs 2 und Deus Ex: Mankind Divided offiziell verwendet werden könne - eindeutig ging das aus den Infos aber nicht hervor.

Durch eine überarbeitete Energienutzung soll etwas weniger Kühlung als bei der bisher erhältlichen GTX 1080 nötig sein. In dem Druckguss-Aluminiumgehäuse kommt ein Radiallüfter mit sogenannter Vapor Chamber (Verdampfungskammer) zum Einsatz, der laut Nvidia selbst in Umgebungen mit extremen Temperaturbedingungen zuverlässig hohe Leistung bieten soll.

Die offizielle Preisempfehlung für die Geforce GTX 1080 senkt Nvidia auf rund 500 US-Dollar. Außerdem soll es demnächst für Overclocker von Partnern eine spezielle Version der GTX 1080 mit 11 Gbps (5,5 GHz) GDDR5X-Speicher und eine mit 9 Gbps (4,5 GHz) GDDR5 ausgestattete Fassung der GTX 1060 geben.

Nachtrag vom 1. März 2017, 18:45 Uhr

Nvidia hat den offiziellen Preis (UVP) der Geforce GTX 1080 Ti Founder's Edition bekanntgegeben. In Deutschland wird die Karte 820 Euro kosten; beim Vergleich mit dem US-Preis ist wie immer zu berücksichtigen, dass darin die Mehrwertsteuer noch nicht enthalten ist.  (ps)


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