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Galaxy Tab S3 im Hands on

Samsung präsentiert Oberklasse-Tablet mit Eingabestift

Mit dem Galaxy Tab S3 bringt Samsung ein neues Android-Tablet, das sowohl mit einem Stift als auch mit einer Tastatur bedient werden kann. Die Hardware-Ausstattung liegt im Oberklassebereich, entsprechend hoch ist der zu erwartende Preis.

Samsung hat auf dem Mobile World Congress (MWC) 2017 ein neues Android-Tablet vorgestellt. Das Galaxy Tab S3 kommt mit einem Glasgehäuse, einem 9,7 Zoll großen Bildschirm und einem Stift. Zusätzlich können Nutzer noch ein Tastaturcover erwerben, das aus dem Tablet ein 2-in-1-Gerät macht.

Das Galaxy Tab S3 hat ein 9,7 Zoll großes Display, das mit 2.048 x 1.536 Pixeln auflöst. Inhalte werden entsprechend scharf auf dem Display angezeigt. Der Bildschirm unterstützt zudem HDR. Dank einer kompakten Bauweise liegt das Galaxy Tab S3 gut in der Hand. Das Gehäuse ist aus Glas und hat einen Metallrahmen; die wie die Vorderseite mit Gorilla Glass 4 geschützte Rückseite ist sehr anfällig für Fingerabdrücke.

Im Inneren des Tablets steckt Qualcomms Snapdragon 820, ein Vierkernprozessor mit einer maximalen Taktrate von 2,15 GHz. Zusammen mit 4 GByte Arbeitsspeicher reagiert das Tablet in unseren Tests ohne nennenswerte Ruckler. Der Flash-Speicher ist 32 GByte groß, ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut.

Der mitgelieferte Eingabestift - Samsung nennt ihn analog zu den Stiften der Note-Serie ebenfalls S Pen - stammt von Wacom und hat 4.096 Druckstufen. Mit ihm können wir sowohl handschriftliche Eingaben machen als auch Zeichnungen anfertigen. Der Stift hat wie die Geräte der Note-Serie ein Menü, über das der Nutzer zahlreiche Stiftfunktionen erreichen kann, wie etwa eine Memo-App.

Auffällig ist, dass die Stifteingabe in unseren Tests merklich zeitverzögert reagiert. Ziehen wir den Stift in der Memo-Funktion über das Display, folgt die Eingabe in der Software mit einem deutlichen Abstand. Inwieweit sich dies bei der alltäglichen Nutzung, etwa beim Schreiben von Notizen, bemerkbar macht, konnten wir in der kurzen Zeit nicht überprüfen.

Im Unterschied zu anderen Note-Modellen lässt sich der Stift des Galaxy Tab S3 nicht im Gehäuse des Tablets unterbringen. Dafür ist der Stift zu dick, was bei der Nutzung hingegen ein Vorteil ist: Der S Pen fühlt sich deutlich mehr wie ein echter Stift an und lässt sich besser halten.

Optionale Tastatur macht das Tablet zum Netbook

Über einen Pogo-Pin-Anschluss am unteren Rahmen des Galaxy Tab S3 können Nutzer eine Tastatur anschließen, die jedoch zusätzlich gekauft werden muss. Als Samsung uns das Tablet vor der Ankündigung zeigt, konnte das Tastatur-Cover nicht gezeigt werden. Allerdings konnten wir das Book Cover ausprobieren, ein Klappcover ohne Tastatur.

Dieses ermöglicht ebenso wie die ansteckbare Tastatur, das Tablet aufzustellen. Der Ständer hat magnetische Halterungen, die stark genug sind, das Gerät aufrecht zu halten. Leider hat die Klappe des Covers keinen Stoffbezug auf der Innenseite, der im zugeklappten Zustand mehr oder weniger automatisch die Fingerabdrücke auf dem Display entfernt - wie es etwa Apples iPad-Cover tun.

Das Galaxy Tab S3 unterstützt WLAN nach 802.11ac, Bluetooth läuft in der Version 4.2. Das Gerät soll auch mit einem Cat6-LTE-Modem in den Handel kommen. Das Tablet hat einen GPS-Empfänger, der auch GLONASS, Beidou und Galileo unterstützt. Der Akku hat eine Nennladung von 6.000 mAh, zu den Laufzeiten macht Samsung keine Angaben. Das Tablet unterstützt Schnellladen.

Auf der Rückseite ist eine 13-Megapixel-Kamera eingebaut, die Frontkamera hat 5 Megapixel. Die Hauptkamera kann Videos in 4K aufnehmen. Die Bildqualität konnten wir in unseren ersten Tests noch nicht abschließend bewerten. Ausgeliefert wird das Galaxy Tab S3 mit Android in der Version 7.0.

Fazit

Das Galaxy Tab S3 mach einen guten ersten Eindruck auf uns. Es ist ein Android-Tablet der Oberklasse, das dank des mitgelieferten Eingabestiftes einige Funktionen hat, die andere Geräte nicht haben.

Das hochauflösende Display mit HDR-Unterstütung dürfte Filmfans gefallen. Die Möglichkeit, eine Tastatur anzuschließen, verwandelt das Tablet zudem in ein Netbook. Auch dies erweitert den Anwendungsbereich des Gerätes.

Die Oberklasse-Hardware hat ihren Preis: Das Galaxy Tab S3 soll 700 Euro kosten und so preislich etwas oberhalb des Galaxy Tab S2 liegen, das weiterhin erhältlich sein soll. Das Tablet soll Ende März 2017 in den Handel kommen.  (tk)


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