Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/blackberry-key-one-android-smartphone-mit-hardware-tastatur-kostet-viel-1702-126385.html    Veröffentlicht: 25.02.2017 20:21    Kurz-URL: https://glm.io/126385

Blackberry Keyone

Android-Smartphone mit Hardware-Tastatur kostet viel

TCL hat ein neues Blackberry-Smartphone vorgestellt. Das Keyone hat eine fest eingebaute Hardware-Tastatur und wird wohl ähnliche Probleme wie das Priv-Smartphone bekommen.

Für ein Android-Smartphone ist eine fest eingebaute QWERTZ-Tastatur eine Besonderheit, TLC hat zum Mobile World Congress in Barcelona so ein Gerät vorgestellt. Das Blackberry Keyone wird es allerdings schwer am Markt haben - wie das letzte Blackberry mit Hardware-Tastatur, das Priv-Smartphone. Beim Priv war selbst Unternehmenskunden die Anschaffung zu kostspielig und dies führte dazu, dass Blackberry selbst keine Geräte mehr baut, sondern das von TCL übernommen wird.

Die QWERTZ-Tastatur befindet sich im neuen Modell unterhalb des Displays. Anders als beim Priv-Modell gibt es keinen Schiebemechanismus. Die Tastatur besteht aus vier Tastenreihen, eine Reihe für Zahlentasten ist nicht vorgesehen. Weil die Tastatur fest integriert ist, fällt das Display vergleichsweise klein aus. Das Tippen auf der Tastatur ist beim ersten Ausprobieren angenehm und mit der Tastatur kann zudem auf dem Display vertikal und horizontal gescrollt werden.

Das Keyone hat einen 4,5 Zoll großen IPS-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.620 x 1.080 Pixeln, Inhalte sollten also entsprechend gut lesbar und scharf sein. Das 3:2-Display ist ein eher ungewöhnliches Format für heutige Smartphones. Das Smartphone ist so konstruiert, dass es vor allem im Hochformat genutzt werden sollte. Cornings Gorilla Glass 4 soll das Display vor Kratzern und Beschädigungen bewahren.

Für Foto- und Videoaufnahmen steht eine 12-Megapixel-Kamera mit einem Sony-Sensor bereit. Die Kamera soll auch unter schlechten Lichtbedingungen gute Fotos machen. Zur Aufhellung von Motiven steht ein zweifaches LED-Licht bereit. Für Selbstportraits und Videotelefonate gibt es auf der Vorderseite eine 8-Megapixel-Kamera mit LED-Licht.

Snapdragon 625 soll lange Akkulaufzeiten ermöglichen

Im Smartphone steckt Qualcomms Octa-Core-Prozessor Snapdradon 625, der mit einer Taktrate von maximal 2 GHz läuft. Dieser Prozessor wird auch im Moto Z Play verwendet, das ungewöhnlich lange Akkulaufzeiten hat und dabei im Alltagsbetrieb immer schnell reagiert. Auch die 3 GByte Arbeitsspeicher sind vom Moto Z Play bekannt. Damit kann das Blackberry-Smartphone Apps lange im Speicher halten, was für schnelle Reaktionszeiten sorgt. Zudem gibt es 32 GByte Flash-Speicher und einen Steckplatz für Micro-SD-Karten.

Das LTE-Smartphone unterstützt Dual-Band-WLAN samt ac-Standard sowie Bluetooth 4.2 und hat neben einem GPS-Empfänger auch einen NFC-Chip. Es hat einen USB-Typ-C-Anschluss, eine klassische 3,5-mm-Kopfhörerbuchse und einen Fingerabdrucksensor. Bei Maßen von 149,3 x 72,5 x 9,4 mm wiegt das Smartphone 180 Gramm. Der 3.505-mAh-Akku sollte eine Laufzeit von zwei Tagen locker schaffen. Quickcharge wird unterstützt, so dass ein leerer Akku in 36 Minuten halb aufgeladen werden kann.

Keyone kostet 600 Euro

Das Smartphone wird mit Android 7.1 alias Nougat auf den Markt kommen. Darauf laufen einige Blackberry-spezifische Apps wie der Blackberry Hub und es gibt ein paar Anpassungen an der Oberfläche. Blackberry selbst verspricht damit besondere Sicherheit. Aber auch schon wie beim DTEK60 gibt es keine weiteren Angaben dazu.

TCL will das Blackberry Keyone im April 2017 zum Preis von 600 Euro auf den Markt bringen. Damit wird es das Gerät ähnlich schwer haben wie das Priv-Smartphone; auch die Neuvorstellung ist im Vergleich zu den Konkurrenzgeräten teuer.  (ip)


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