Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/5-ghz-t-mobile-setzt-lte-u-im-wlan-spektrum-ein-1702-126340.html    Veröffentlicht: 23.02.2017 11:00    Kurz-URL: https://glm.io/126340

5 GHz

T-Mobile setzt LTE-U im WLAN-Spektrum ein

Gigabit-Datenraten im Mobilfunknetz von T-Mobile sollen LTE-U bieten. Ab dem Frühjahr soll es losgehen.

T-Mobile USA wird LTE im lizenzfreien Spektrum 5 GHz einsetzen. Das gab das Unternehmen am 22. Februar 2017 bekannt. Zuvor hatte die US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) die ersten Geräte für den Frequenzbereich freigegeben.

Mit LTE-U, das ab diesem Frühjahr startet, könnten T-Mobile-Kunden in unausgelastetes, unlizenziertes Spektrum "auf dem 5GHz-Band zugreifen und es als zusätzliche LTE-Kapazität verwenden", sagte T-Mobile sofort nach der FCC-Entscheidung. T-Mobile setzt LTE-U-Technik von Ericsson und Nokia ein, die ihre Ausrüstung bei der FCC zertifiziert haben. Huawei und der Mobilfunkbetreiber Vodacom hatten im Juni 2016 1 GBit/s im Mobilfunk getestet. Die Übertragung erfolgte im lizenzierten und unlizenzierten Spektrum.

LTE-U werde helfen, das Ziel von T-Mobile zu erreichen, im LTE-Netz Gigabit-Datenraten anzubieten. Seit Dezember 2016 habe T-Mobile bereits begonnen, LTE-U-Netzwerkausrüstung zu testen, erklärte das Unternehmen.

WLAN soll nicht gestört werden

LTE-U (Unlicensed) ist im 5-GHz-Frequenzband verfügbar, wo AC-WLAN funkt, und wurde zuvor hauptsächlich von Ericsson und Qualcomm vorangetrieben. Im neuen System-on-a-Chip Snapdragon 835 von Qualcomm ist ein Modem integriert. Qualcomm verwendet ein Snapdragon X16, was bisher nur einzeln verfügbar war. Es nutzt eine dreifache Carrier-Aggregation mit einer Modulation von 256QAM, zudem 4x4 MIMO mit vier Antennen und LTE-U oder LAA (Licensed Assisted Access). Dadurch wird ein Downstream von knapp 1 GBit pro Sekunde möglich, der theoretische Upstream beträgt bis zu 150 MBit pro Sekunde.

Das Listen-Before-Talk-Protokoll (LBT) soll die Koexistenz mit Wi-Fi-Geräten sichern. Bei diesem Mechanismus wartet ein Sender zunächst darauf, dass andere Sender ihre Übertragung beenden, um diese nicht zu stören.  (asa)


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