Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fluowifi-arduino-kompatibles-board-bietet-wlan-und-bluetooth-1702-126186.html    Veröffentlicht: 15.02.2017 09:28    Kurz-URL: https://glm.io/126186

FluoWiFi

Arduino-kompatibles Board bietet WLAN und Bluetooth

Über Kickstarter stellt ein Arduino-Gründer ein neues, Arduino-kompatibles Mikrocontroller-Board vor. Neben dem klassischen Atmel-Controller befindet sich auch ein ESP32 auf dem Board.

Das FluoWiFi ist ein Mikrocontroller-Board auf Basis eines Atmel Atmega664P. Da die Abmaße und die GPIO-Anschlüsse dem Arduino Uno R3 entsprechen und auch der Mikrocontroller aus der gleichen 8-Bit-Familie von Atmel stammt, sollte das FluoWiFi vollständig soft- und hardwarekompatibel zum Arduino Uno R3 sein.

Die WLAN- und Bluetooth-Low-Energy-Funktionalität wird über ein ESP32-Modul (WROOM32) bereitgestellt. Das Modul an sich kann zwar grundsätzlich auch als eigenständiger Mikrocontroller verwendet werden, auf dem Board bietet es aber nur die Funktechnik an. Die Stromversorgung erfolgt per Micro-USB-Buchse oder Hohlstecker (6-20 Volt). Der Strombedarf wird vom Hersteller auf 250 mA geschätzt, in der Praxis dürfte er deutlich vom stromhungrigen ESP32-Modul abhängen.

Der Hersteller des Boards, Fluo Technology, will auch eine eigene API anbieten, um den Zugriff auf Netzwerke und Cloud-Funktionalität zu vereinfachen. Die Programmierung des Boards erfolgt über eine Mikro-USB-Schnittstelle, soll aber auch drahtlos über Funk funktionieren. Der ESP32 übernimmt dabei das Flashen des Atmel-Mikrocontrollers. Sowohl die Softwarekomponenten als auch die Hardwaredesigns sollen später auf Github veröffentlicht werden.

Während der Kickstarter-Kampagne kostet des FluoWiFi-Board 25 britische Pfund (rund 29 Euro). Die Auslieferung soll im Mai 2017 beginnen. Nach der Kampagne soll der Preis regulär 30 britische Pfund (rund 35 Euro) betragen.

Einer der Unternehmensgründer von Fluo Technology, Gianluca Martino, ist kein Unbekannter in der Arduino-Szene. Er war viele Jahre mit seiner Firma Smart Projects SRL verantwortlich für die Produktion der originalen Arduino-Boards. Er geriet unter anderem über Markenrechtsfragen und die Umbenennung seines Unternehmens in Arduino SRL in einen Rechtsstreit mit den übrigen Arduino-Gründern. Aber schon kurz nach dem Beginn des Streits verschwand er praktisch aus der Öffentlichkeit. Federico Musto, der neue CEO von Arduino SRL, führte den Rechtsstreit fort. Im Oktober 2016 wurde der Streit beigelegt.  (am)


Verwandte Artikel:
US Air Force: Biegbares Arduino-Board für die Uniform oder den Jetflügel   
(12.02.2018, https://glm.io/132721 )
Raspad: Raspberry Pi kommt ins Bastel-Tablet-Gehäuse   
(06.03.2018, https://glm.io/133180 )
Autosaw: Roboter helfen beim Möbelbauen   
(28.02.2018, https://glm.io/133060 )
Lexip: Joystick, Analogstick und Gamingmaus in einem   
(06.03.2018, https://glm.io/133163 )
The Beast Inside: Photogrammetrie plus Horror   
(01.03.2018, https://glm.io/133087 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/