Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0102/12607.html    Veröffentlicht: 26.02.2001 20:50    Kurz-URL: https://glm.io/12607

Mobile 3D-Grafik: NVidia schrumpft GeForce2 Go

GeForce2 Go 100 und GeForce2 Go 200 ergänzen älteres GeForce2-Go-Design

NVidia hat mit dem GeForce2 Go 100 und 200 zwei Nachfolger für den bisher in Deutschland nur in einem Toshiba-Notebook zu findenden mobilen Grafikprozessor GeForce2 Go angekündigt. Die beiden neuen mobilen Grafikprozessoren bieten ebenfalls eine integrierte Transform & Lightning-(T&L-)Einheit, sind jedoch 45 Prozent kleiner und sollen damit auch besser für schlanke oder besonders stromsparende Notebooks geeignet sein.

Während der "ältere" GeForce2 Go, den auch Toshiba einsetzt, SDRAM (128-Bit-breites Speicherinterface) nutzt und 2,8 Watt verbraucht, setzen die beiden GeForce2-Go-Newcomer 100 und 200 auf DDR-SDRAM. Dabei beschränkt sich NVidia beim GeForce2 Go 200 auf eine 64 Bit breite DDR-SDRAM-Speicherschnittstelle, beim GeForce2 Go 100 sind es sogar nur 32 Bit. Dafür soll der 100er allerdings auch im Idealfall nur 0,5 Watt brauchen. Jeder der drei GeForce2-Go-Grafikprozessoren benötigt eine elektrische Spannung von 1,575 Volt.

Dank der geringeren Speicherbandbreite liefert der GeForce2 Go 100 eine Pixelfüllrate von 250 Millionen Pixeln/Sekunde, während GeForce2 Go und GeForce2 Go 200 laut NVidia bei je 286 Millionen Pixeln/Sekunde gleichauf liegen. Der Dreiecksdurchsatz soll bei je 17 Millionen Polygonen/Sekunde liegen. Zum Vergleich: Der Desktop-Grafikprozessor GeForce2 MX schafft 20 Millionen Polygone/Sekunde.

Laut NVidia sollen GeForce2 Go 100 und 200 mit externem Speicher wesentlich weniger Platz benötigen als konkurrierende Grafiklösungen mit integriertem Speicher. Zudem bieten sie neben zwei Dual-Render-Pipelines (Multitexturing mit je zwei Texturen pro Durchgang) auch NVidias Multimonitor-Feature TwinView, zur gleichzeitigen Ansteuerung von Notebook-LCD und Desktop-Monitor oder Projektor.

Kommentar:
Während GeForce2 Go und der sicherlich teurere GeForce2 Go 200 laut den Angaben NVidias offenbar ähnlich hohe Leistungen vollbringen, dürfte der GeForce2 Go 100 auf Grund der geringen Bandbreite nur für niedrige Auflösungen in 16 Bit Farbtiefe geeignet sein. Leistungswunder dürfen hier nicht erwartet werden, aber für eine Runde hardwarebeschleunigtes Half-Life auf dem Subnotebook dürfte es ausreichen...  (ck)


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