Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nvidia-spiele-codes-muessen-ueber-geforce-experience-aktiviert-werden-1702-125976.html    Veröffentlicht: 02.02.2017 22:22    Kurz-URL: https://glm.io/125976

Nvidia

Spiele-Codes müssen über Geforce Experience aktiviert werden

Wer Titel aus Nvidias Spiele-Bundles freischalten will, kommt um die Installation der Geforce Experience nicht herum. Obendrein muss ein Modell der gekauften Grafikkarte im Rechner stecken, und mehr als ein Code des gleichen Spiels ist nicht gestattet.

Nvidia hat ein neues Spiele-Bundle namens Prepare for Battle für Neukäufer einer Geforce GTX 1080 oder Geforce GTX 1070 angekündigt - also eine kostenlose digitale Kopie ausgewählter Titel. Spannender ist der überarbeitete Vorgang, um die Codes für For Honor oder Ghost Recon Wildlands freizuschalten. Wir haben uns das Redeem-FAQ angeschaut und Nvidia angerufen, um bei uns unklaren Punkten genauere Informationen zu erhalten. Grundsätzlich ist der Prozess ähnlich wie bisher, wenn auch mit mehr Aufwand verbunden.

Wer früher ein Spiel freischalten wollte, bekam vom jeweiligen Händler oder Nvidia selbst einen Schlüssel, der auf einer Webseite eingelöst werden musste, um so den eigentlichen Key für Origin, Steam, Uplay oder UWP zu erhalten. Dafür verlangte Nvidia zumindest damals diverse persönliche Daten, die über eine E-Mail-Adresse hinausgingen, etwa Alter, Name und Wohnort.

Zuletzt musste nur noch der Schlüssel samt Alter sowie Name eingegeben und sich in den jeweiligen Account eingeloggt werden, um die Freischaltung durchzuführen. Die App speichert dabei anonymisiert Nutzerinformationen sowie das Origin-, Steam-, Uplay- oder UWP-Profil. Dieses Prinzip konnte aber missbraucht werden, indem die bestellte Grafikkarte storniert wurde, nachdem der Schlüssel bereits digital eingetroffen war - ein solches Beispiel war das Bundle mit Gears of War 4.

Das neue Prinzip sieht vor, dass der Nutzer seine Grafikkarte einbauen und die Geforce Experience installieren muss, die mittlerweile eine Registrierung per Email erfordert. Die Software prüft vor der Eingabe des Spielecodes, ob eine (beliebige) Geforce GTX 1080 oder Geforce GTX 1070 im Rechner steckt, nicht aber, ob es sich explizit um das gekaufte Modell handelt. Eine Verknüpfung findet zumindest bis zu diesem Zeitpunkt nicht statt.

Dennoch geht das Tool über eine Device-ID hinaus, denn pro Karte kann das gleiche Spiel nur einmal aktiviert werden. Wer ein zweites Mal einen Titel freischalten will, muss eine andere Geforce GTX 1080 oder Geforce GTX 1070 als die zuvor genutzte verwenden, da für diesen Fall offenbar eine Seriennummer hinterlegt und abgeglichen wird.

Spiele-Codes an Freunde weiterzugeben oder auch sie zu verkaufen, funktioniert prinzipiell weiterhin: Innerhalb der Geforce Experience wird der Nutzer aufgefordert, zur Aktivierung des Titels seine Origin-, Steam-, Uplay- oder UWP-Daten einzugeben - oder eben die von jemand anderem. Ist das jeweilige Spiel einmal auf einer der Plattformen aktiviert, funktioniert das Spiel auf allen Systemen - unabhängig von der verbauten Grafikkarte. Die Geforce Experience kann abschließend deinstalliert werden.

Die Geforce Experience ist ein optionaler Teil der Geforce-Treiberinstallation und bei einigen Komplett-PCs oder Notebooks daher bereits vorhanden. Das Tool eignet sich dazu, Videos lokal aufzeichnen oder zu streamen, Spiele zu optimieren oder den Treiber aktuell zu halten.  (ms)


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