Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nextbit-razer-kauft-hersteller-von-cloud-smartphone-robin-1701-125897.html    Veröffentlicht: 31.01.2017 10:15    Kurz-URL: https://glm.io/125897

Nextbit

Razer kauft Hersteller von Cloud-Smartphone Robin

Das Gaming-Unternehmen Razer hat den Hersteller des Cloud-Smartphones Robin, Nextbit, gekauft. Die Angestellten wurden komplett übernommen, Nextbit soll weiterhin unabhängig agieren und neue Produkte entwickeln.

Der Hersteller von Gaming-Hardware Razer hat sein Geschäftsfeld erweitert: Das Unternehmen hat Nextbit gekauft, das im September 2015 das Smartphone Robin vorgestellt hat. Über den Kaufpreis wurden keine Details veröffentlicht, der Kauf soll bereits Anfang Januar 2017 erfolgt sein.


Einer Pressemitteilung Razers zufolge hat das Unternehmen alle Mitarbeiter von Nextbit übernommen. Nextbit soll weiterhin unter eigenem Management und unabhängig von Razer agieren. Zudem soll der Support für das Robin fortgesetzt werden.

Robin-Nutzer sollen Funktionen weiternutzen können

Aufgrund des Konzeptes des Robin ist dies eine wichtige Nachricht für Nutzer des Smartphones: Das Robin ist enger als andere Smartphones an eine Cloud angebunden. Das Robin verschiebt längere Zeit ungenutzte Apps automatisch in die Cloud und löscht sie vom Smartphone; die Daten werden dabei erhalten. Je seltener eine App genutzt wird, desto schneller fliegt sie vom Robin.

Will der Nutzer eine dieser Anwendungen wieder verwenden, genügt ein Tippen auf das immer noch vorhandene App-Symbol und das Programm wird wieder hergestellt. Diese Cloud-Auslagerung funktioniert auch bei Fotos; dabei wird eine niedrig aufgelöste Version des Bildes auf dem Smartphone belassen. Zoomt der Nutzer in das Foto hinein, wird es automatisch heruntergeladen. Der Cloud-Mechanismus des Robin hat uns im Test des Robin sehr gut gefallen.

Das Cloud-Prinzip funktioniert aber natürlich nur, solange die dahinterstehende Infrastruktur vorhanden ist. Werden die Server abgeschaltet, funktioniert das Hauptmerkmal des Robin nicht mehr. Razers Pressemitteilung zufolge sollen sich Nutzer diesbezüglich keine Sorgen machen.

Langfristig bleibt aber abzuwarten, ob Nextbit tatsächlich einfach nur den Besitzer gewechselt hat und weiter sowohl neue Hardware entwickeln als auch die bisherige Infrastruktur aufrechterhalten kann. Golem.de hat bei Nextbit weitere Hintergrunddetails angefragt, bislang aber noch keine Antwort erhalten.  (tk)


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