Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/streaming-netflix-zeigt-rekordwachstum-1701-125668.html    Veröffentlicht: 19.01.2017 09:08    Kurz-URL: https://glm.io/125668

Streaming

Netflix zeigt Rekordwachstum

Netflix kann nach vorläufigen Angaben so viele Neukunden gewinnen wie niemals zuvor. Der Zuwachs gelingt, obwohl viele Filme und Serien aus dem Angebot verschwunden sind.

Netflix-Chef Reed Hastings gab für die Aktionäre (PDF) einen Ausblick auf die Quartalsergebnisse. Danach gewann der Streaminganbieter in seinem vierten Quartal 2016 7,05 Millionen Abonnenten hinzu. Das ist der höchste Zuwachs in der Unternehmensgeschichte und liegt weit über der Eigenprognose von 5,2 Millionen.

In den USA kamen 1,93 Millionen Abonnenten hinzu, im Ausland waren es 5,12 Millionen. Die Analysten hatten nur 1,44 Millionen in den USA und international 3,73 Millionen erwartet.

Der Streaminganbieter hatte im Januar 2016 seine Expansion in 130 neue Länder angekündigt.

Eigenproduktionen statt teuren Einkäufen

Hunderte von Filmen verschwanden während des Jahres 2016 bei Netflix. Das was Ergebnis der Entscheidung, mehrere wichtige Verträge mit Topstudios und Distributoren zu beenden und sie durch Eigenproduktionen wie Stranger Things, The Crown, Luke Cage und das Remake von Gilmore Girls zu ersetzen. Die Serien seien im Ausland sehr gut angenommen worden. Vor allem an den beiden Weihnachtsfeiertagen wurden Streamingdienste beispielsweise bei Vodafone Deutschland stark genutzt. In Spitzenzeiten gingen nach den Angaben allein über Netflix knapp 80 GByte pro Sekunde durch das Mobilfunknetz von Vodafone.

Netflix erklärte im vergangenen Jahr, 600 Stunden Eigenproduktionen hergestellt zu haben und dies auf ungefähr 1.000 Stunden im Jahr 2017 zu erhöhen. Der Etat dafür ist auf 6 Milliarden US-Dollar gestiegen, 1 Milliarde US-Dollar mehr als zuvor.

Der Umsatz stieg um rund 35 Prozent auf 2,48 Milliarden US-Dollar, die Analysten hatten nur 2,47 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Der Gewinn lag bei 67 Millionen US-Dollar (15 Cent pro Aktie). Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 8,1 Prozent auf 144,10 US-Dollar.  (asa)


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